“The Witcher 2″: Ömmage and Politics of the Fantasy Genrethron

Der Begriff des „Erwachsenseins“ ist im Zusammenhang mit Video- und Computerspielen immer noch ein ungeklärter Terminus, der vage für Inhalte verwendet wird, die vornehmlich Kinder und Jugendliche interessieren, diesen jedoch aus pädagogischen Bedenken durch Altersbeschränkungen vorenthalten werden, was sie dann ex negativo „erwachsen“ macht – dies ist auch bei „The Witcher 2“ nicht anders, welches „erwachsen“ ist, weil geflucht wird und Möpse zu sehen sind. Darüber hinaus ist „The Witcher 2“ nicht mehr als ein RPG, welches sich mit dem hauptsächlichen Thema moderner Fantasy beschäftigt: Hierarchie und Individualität.

Bevor wir aber über dieses Thema reden, muss festgestellt werden: Das, was „The Witcher 2“ zu unüblicher Fantasy machen soll ist der gleiche forcierte Nonsens, der auch bei „Game of Thrones“ – Buch wie Serie – für Gehirnschmerzen sorgt: Vulgarität und Sex, die beide gangstarap- und softpornogenährten Härtevorstellungen eines pepsitrunkenen Zwölfjährigen zu entspringen scheinen. Wenn selbst mir, mir Balkan Toni, mir, dem Verwender des noblen Schmähbegriffs „Bumsmongo“, mir, dem härtesten Hustler der Blogosphäre, mir, dem Begierdeobjekt vieler Frauen, die Unfähigkeit der Witcher-Figuren, ohne konstantes „ploughing“, „fucking“ und „shite“ zu reden, unverständlich erscheint, dann will das was heißen. Und der Geschlechtsverkehr in Witcher? Oh je. Alle, die in den 90ern heimlich aufblieben, um „Laß Jucken Kumpel!“ auf Sat1 zu schauen, wissen, was sie erwartet. Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass Menschen, die schon mal Geschlechtsverkehr hatten, die entsprechenden Fickschnipsel ungefacepalmt ertragen.

Shadowmarch„The Witcher 2“ hatte Pech: Unmittelbar bevor ich es spielte, beendete ich zwei Fantasy-Buchreihen und fand beide  unheimlich gut. Es handelte sich um Tad Williams‘ „Shadowmarch“-Tetralogie und Robin Hobbs erste Trilogie um den Meuchelmörder FitzChivalry. Beide Autoren hatten schon in meinen Schülerjahren einen enormen Eindruck hinterlassen – Williams mit der „Memory, Sorrow and Thorn“-Reihe und Hobb mit eben dieser Trilogie, die ich 95 im Rahmen meines Spracherwerbfandoms bei Erscheinen gelesen, und die in meiner Erinnerung einen sakralen Wert angenommen hatte, den ich durch eine Neulektüre überprüfen wollte. Beide Reihen zeichnen sich durch ein Spiel mit dem häufigsten (auch hier mehrfach geäußerten) Kritikpunkt an der Fantasy, nämlich ihrem Konservatismus, indem sie die scheinbare Natürlichkeit der hierarchischen Weltentwürfe dieses Genres  für Ambivalenz öffnen; zentrale Figuren beider Serien – dies kann ich ohne Spoiler sagen – scheitern nämlich an der aristokratischen Hierarchie, der sie ausgesetzt sind und diese Figuren sind keineswegs nur der am Unverständnis und der Führungsverantwortung verzweifelnde Hochadel (ein sehr typisches Topos des Genres – und eins, das in beiden Reihen auch vorhanden ist). Das Private ist aufs unangenehmste politisch (verzeiht, verzeiht!) und in beiden Buchreihen werden diese Konflikte durch love interests eigeführt, um sich dann zu einer enormen Verästelung hin zu verselbstständigen; so ist es wirklich spannend, dem Meuchelmörder bei seinen Erörterungen darüber zuzhören, wieso er seine Opfer für die volonté générale zugleich gerechtfertigt und verdammenswert findet, insbesondere, weil es bis zum Schluss keine Versöhnung zwischen opferndem Individuum und dem fantastischen Gesellschaftskonstrukt, das von ihm diese Opfer fordert, gibt. Kurzum: Keine der beiden Reihen bietet Fantasy der schlichtesten Antworten.

Assasin's Apprentice

Und das ist der Punkt, an dem die Probleme von „The Witcher 2“ anfangen, denn hier endet das Streben nach „anderer“ Fantasy häufig ganz einfach in schlichter und schlechter Fantasy. Der Versuch einer „ruppigen“ Welt wurde ja schon angesprochen, doch auch das ordobrecherische Unternehmen, eine multikulturelle Revolte darzustellen, die sich genau gegen den gebräuchlichen Fantasy-Feudalismus und Rassismus zu behaupten versucht resultiert, den Autoren scheinbar vollkommen unbewusst, in genau den gleichen Mustern, die man eigentlich entblößen möchte: Die rebellierenden Bauern werden als abergläubische Imbezile dargestellt, deren Wohl ausschließlich von der Führung durch eine aristokratische (und dies nach Fantasy-Logik sogar im Höchstmaß) Jeanne D’Arc-Figur abhängt – und diese wird dann auch noch damselhaft entführt und muss vom weißhaarigen Mann der Runde gerettet werden. Auch der Versuch, „starke“ und „selbstbestimmte“ Frauen zu zeichnen treibt einem die Tränen in die Augen: Die Selbstbestimmung der weiblichen Figuren dieses Spiels fängt und hört bei ihrem Körper auf – sie packen ihre Ömmies aus und reiten auf Geralt herum. Das ist dann stark und emanzipiert, da diese Figuren schließlich selbst aussuchen, auf welchen Penis sie springen. Dies geht so weit, dass man ab einem Zeitpunkt alle Frauen des Spiels als Karikaturen des mittelalterlichen Konzepts weiblicher Unbeständigkeit und Triebhaftigkeit wahrzunehmen anfängt, denn wenn sie nicht gerade Geralt ihre Ömmies zeigen, werden sie entführt und er muss sie dann retten, damit sie ihm zur Belohnung wieder ihre Ömmies zeigen. Und ich erfinde das nicht einmal: Das ist das Muster von mehr als einer Quest! Zusammenfassend: Es liegen Welten zwischen den regierenden Müttern und guten Freundinnen der beiden Buchreihen und den tollwütig libidinösen Titten auf Beinen in „Witcher 2“.

***

Was, also, sprich für „Witcher 2“? Diese Frage ist sehr schwer zu beantworten, denn jenseits des thematischen Schwerpunkts dieses Texts ließen sich zahllose weitere Schwächen finden: Die Narration ist gelegentlich so chaotisch, dass man überhaupt nicht weiß, wer eine plötzlich aufgetauchte und scheinbar wichtige Figur sein soll. Auch der gamestar’sche „RPG-Unterbau“ ist (ich setze das Bild bewusst nicht mit „quietschenden / morschen Dielen“ fort) mangelhaft, da bestimmte Spielelemente wie Mutagene und Fernwaffen überhaupt keinen Sinn machen. Und das Kampfsystem? Dieses musste durch den Enhanced-Patch überhaupt erst spielbar gemacht werden und ist nun gerade mal erträglich, finde ich.

Um die Frage also zu beantworten: Es ist die Grafik. „The Witcher 2“ ist eine stundenlange Wanderung durch die besten Fantasy-Cover, die man sich vorstellen kann. Wenn jenseits des Polycounts auch so etwas wie ein besonderes Gefühl für das Generische und Konsistenz gute Grafik auszeichnen, so ist „Witcher 2“ wirklich nicht nur in meiner Top 5 der schönsten von mir gespielten Spiele – es ist die unangefochtene Eins. Solange man nur herumläuft und mit seinem phallischen Riesenschwert durch die Luft wirbelt, ist „Witcher 2“ das reinste, potenteste Destillat des ästhetischen Phänomens Fantasy. Der Genuss hört dann halt auf, wenn die asoziales und offenbar völlig unterprivilegiertes Personal zu reden anfängt.

Die erstaunliche Welt der Wechtiere: Diablo III

Man kann das Problem von Diablo III in einem Satz zusammenfassen: Es ist ein gutes Spiel. Ich möchte nicht einmal anfechten, dass man es sogar sehr gut finden kann, aber so viel ist sicher: Nur ein vollkommen spieleunerfahrener und irregeleiteter Mensch kann Diablo III einmalig finden.

Diablo III – wir segeln nun im semantischen Ozean – ist das spielgewordene, frankenstein’sche Gegenteil von Einmaligkeit. Es ist der Versuch, den Kern eines Genres in spaßigster Perfektion herauszudestillieren und das Ergebnis spielt sich absolut flüssig und unterhaltsam, nur unterbrochen von zahllosen Momenten des Wiedererkennens der en facon blizzardesque zusammenplagiarisierten Ideen anderer Studios, welche man sich im Verlauf der ungefähr Fünfzigjährigen Entwicklung abgeschaut hat. Die Satyre aus Titan Quest treten in nahezu unveränderter Form auf, ebenso dessen Heiltrank-Cooldown. Tolkien’sche Ents als Gegner, unberrechenbare Blitzangriffe, welche schlangenartig über den Boden auf die Gegner Zurasen und fokussierte Feuer- und Eisstrahlmagie wurden aus Torchlight entführt. Diablo III ist nicht originell und natürlich ist man ein Narr, wenn man es erwartet hat – schließlich ist es von Blizzard, einem Studio, das Kung-Fu-Panda weiterverwerten kann, ohne durch eine schambedingte Implosion ein jähes Ende zu finden. Das ist nicht postmodern, sondern einfach schäbig.

Es ändert natürlich nichts an der Vergnüglichkeit der Spiele dieses Studios, doch das Problem ist, dass Blizzard gerade während der Entwicklung von Diablo III die eigene Ambition, dem Spiel eine charakteristische Note zu verleihen, recht ausführlich dokumentiert hat. Genauer gesagt: Man dokumentierte das Scheitern an dieser Ambition. In der Gamestar ließ sich Monat um Monat nachlesen wie Ideen, die man so tatsächlich in anderen ARPGs noch nicht gesehen hatte, gestrichen wurden, bis man bei einem Spiel angekommen war, das für sich nur noch implizit beanspruchen konnte, alles für das Genre Wesentliche besser zu machen als die Konkurrenz – und nicht einmal dies stimmt, ganz abgesehen davon, dass es ein Hogwash von Planeten Gargantuon ist. Andere ARPGs machen Vieles besser als Diablo III: In entwicklerverwandten Torchlight und der Fate-Reihen hat man einen putzigen Hund oder ein kleines Kätzchen, die man mit Fischen (welche es selbst zu fangen gilt) in Spinnen oder Drachen verwandeln kann. Diablo III hat keine Hunde oder Putzelkätzchen und kann den von Zeit und Wetter gegerbten Genrehasen und Spieleveteranen Balkan Betoni Zementovic wirklich nicht annähernd so begeistern wie die zuvor genannten 10€-Indies. Und die schaffen es sogar besser zu erzählen, als Diablo III, denn dessen (von wirklich sehr dilettantischen Zeichnungen begleiteten) Textfenster sind der eiskalte Mord an der Kinderseele.

Auch das neue Talentsystem ist nicht der pralle Wunderstrauß des Fortschritts, den manche mir verkaufen wollen, da die Hälfte der Talente schlicht und einfach unbrauchbar oder langweilig sind (Oder spielt jemand diesen idiotischen Scherenzauber / die flachbusigen Kettenblitze des Zauberers wirklich gerne? Was der Fuck ist wrong mit euch?) und die mit ehrfürchtigem Flüstern beschriebenen Runen, welche das Spiel ganz anders werden lassen, die Talente bloß – festhalten! – verstärken oder ihre Farbe (im Ernst) verändern – jedenfalls machen sie nichts, was man nicht schon in Titan Quest haben konnte, wenn man ein Talent auf 4/8 hochlevelte. Ihr merkt, wohin die Reise geht: Diablo III traut sich wirklich überhaupt nichts – nicht einmal, ein Talentsystem anzubieten, dessen Inhalte durchwegs interessant und spielbar sind (wie bei Titan Quest – just sayin‘), so dass der Spieler tatsächlich eine dieser von Sid Meier berühmt gemachten „interessanten Entscheidungen“ treffen darf.

Der Umkehrschluss ist vernichtend: Das ARPG-Genre hat den Metabolismus einer Fledermaus. Es kommen jährlich mehrere Spiele, die einen so charmanten, originellen und spielerischen Umgang mit der grundlegenden Idee des Looters mitbringen, dass die krasse, durchkalkulierte Biederkeit von Diablos frigidem meat and potatoes-Bausparertum einem ganz einfach scheußlich vorkommen muss. Es muss einem den für rückgratlose Kriechtiere vorbehaltenen Schauer über den Rücken jagen, y’all.

Es ist mir klar, dass es very 2007 ist, hysterisch Innovation in unserem Medium einzufordern, doch seid beruhigt: diesen Begriff überhaupt in die Nähe von Diablo III zu bringen, ist mit Laserkanonen auf Spatzen zu schießen. Charakter hätte gereicht. Eine besondere Bildsprache. Ein Moment der Enthemmtheit.

Wie schläft man als Entwickler dieses Spiels? Wie schläft man in einer Welt, in der es schon 1999 Dark Stone und 2002 Divine Divinity gab? Wie schaut man in den Spiegel, wenn man weiß, dass es Spiele wie Restricted Area gab? Wie traut man sich vor die Kinder, wenn einem bewusst ist, dass Torchlight, das in einem Jahr entwickelt und für zehn Euro verkauft wurde, besser und origineller ist*, als der 50 Millionen Dollar teure und in einem Jahrzehnt entwickelte Sputum, den man selbst zu verantworten hat? Und die Leute lieben Borderlands, obwohl es ein bisschen schmutzig und irre ist! Unglaublich! Das muss doch an einem nagen. Das macht einen doch fertig. Man schämt sich sicherlich und läuft konzentrische Rillen in den Teppichboden des mit “kultigen” Simpsons-Postern behangenen Eigenheims voller DVDs in Steelboxen und BluRays, welche auch ohne Steelbox nach grabbeltischiger Bumsmongoscheiße aussehen.

Und dies alles völlig zu Recht. Es gibt Grund zur Scham.

 

* Weil es Kätzchen und Hunde hat.

Kickstart my heart

Kickstarter!! – Hype explodiert gerade in unermessliche Dimensionen denn eines dieser Spiele (welches wir wahren Brüder und Schwestern des Shodanismus verehren) beziehungsweise deren Entwickler betteln gerade um deine und meine Kohle.

UND SIE SOLLEN DIESE AUCH VERDAMMT NOCHMAL BEKOMMEN, DENN ES HANDELT SICH BEI BESAGTEM TITEL UM NICHTS GERINGERES ALS CARMAGEDDON, GOTTVATER DES SCHNETZEL-O-GEMETZELS AUF VIER RÄDERN!
Das Endergebnis einer wilden Orgie aus Heavy FÜCKING Metal (der legendäre erste Teil startet in der Intro mit FEAR FACTORY’S ZERO SIGNAL (von wiederum einem der besten Metalalben aller Zeiten, namentlich “Demanufacture”)), Roger Corman’s THE DEATH RACE 2000, DEMÖLITION DERBY und einem respektlosen, anarchistischen Humor der nur von rausplatzenden Kuheingeweiden hin zu blutigen Schleifspuren reicht. CARMAGEDDON WAR, IST UND WIRD IMMER WAHRE LIEBE SEIN!

Besinnen wir uns also noch einmal kurz und denken an die schönen Zeiten zurück. In sekundenlanger Kleinarbeit habe ich dazu ein paar Links rausgesucht.

Wunderschön, oder? Gerade wenn ich Teil 1 und Teil 2 sehe juckt es mir direkt in den Fingern die Spiele wieder zu installieren. Doch dafür gibt es ja nun KICKSTARTER. Bei dem Gedanken daran wie ein modernes Carmageddon sein könnte, gerade nach all den Burnout-Teilen, Trackmanias, Split-Second und Blur erwarte ich GROSSARTIGES!

Akzeptiert keine Imitate wie das kühle Blood Drive

wenn mit eurer Hilfe ein echtes, richtiges, neues Carmageddon erscheinen könnte.

Ich weiß das ihr schon für Shadowrun Returns, Wasteland 2 und die Turrican Soundtrack Anthology Geld verbrannt habt, ich tat es auch – dennoch sind diese Kickstarterprojekte nichts gegen die Realisierung des in jedem Manne wohnenden Traumes einer Festung auf vier Rädern mittels derer er den Asphalt dominiert und all jene Gewaltfantasien auslebt zu denen er im Berufsverkehr nicht fähig ist (oder vielleicht schon fähig aber Kleinigkeiten wie die Gesetzeslage zum Thema “Roadkill” ihn davon abhalten).

In diesem Sinne:

Achtung: Der Kommentarbereich zu diesem Artikel kann neben der Abfeierung von Carmageddon, euren besten Roadwarriorgeschichten und dem Protzen mit euren MEGAPLEDGES für das Carmageddon-Kickstarterprojekt auch dazu genutzt werden eure Brüder und Schwestern des realen Zockalismus von weiteren Kickstarterprojekten in Kenntnis zu setzen deren Unterstützung Pflicht für ehrenwerte Mitglieder der Shodanarmee sein sollte. Toni hat beispielsweise Böcke auf: GRIM DAWN weil wegen den TitanQuest-Machern, Open-World und Zerhacken, Schlitzen und Zeug plündern!

What a mess… effect (Spoiler!)

Einhundert Stunden später. Die letzten Zeilen der Credits von Mass Effect 3 laufen über den Bildschirm. Mein erster Gedanke ist “Hmmm…!”.

Weiterlesen

Get your Hibbel on, Dude!

Yeah, Longaz! Es gab keinen Vorfreude-Artikel im April, aber ich möchte den Mai mit einem eröffnen. Es ist der Tag der Arbeit und es ziemt sich, dass wir uns auf die schönen, zutiefst erfüllenden Aspekte der Arbeit besinnen: Man kann sich davon Computerspiele und Busenhefte kaufen! YEAH, LONGAAAA!

Awrighto, dann: Ich habe nicht den Fehler wiederholt, den Kauf meines Geeksterblättchens meinem Weibe zu überlassen – die hätte nur wieder die programmatisch benannte und daher für Laien so verlockende PC Games gekauft statt der in kunstvoller abstrahierung feinsinnig betitelte GAMESTAR! GAMESTAR! GAMESTAR! IÄ, IÄ, GAMESTAR!

Worauf freut sich also euer Buddy Betoni Zementovic? Zunächst:

Rebellion sind mal ein richtig, richtig gutes Studio gewesen, verloren sich aber nach Rogue Trooper irgendwie ein bisschen und machten Kackspiele wie Aliens vs. Predator 3. Eins meiner liebsten Rebellion-Spiele bleibt natürlich Sniper Elite. Jedes Spiel, in dem man Nazi-Hurensöhne töten darf überschreitet sofort meine 50%-Hürde – und in Sniper Elite konnte man (internationale Version vorausgesetzt) der dem Stahlhelm entgegeneilenden Kugel hinterherfliegen und sein blutiges Befreiungshandwerk aus nächster Nähe bewundern. Außerdem hatte das Spiel verschiedene Tempi: Vom Schleichen hin zu frenetischen Fluchten vor SS-Motherfuckern, alles war dabei. Liebe Österreicher unter unseren Lesern: Wer von euch schenkt Betoni eine ungeschnittene Steam-Version und bekommt dafür das Geld überwiesen. Love me tender!

Dann:

Ich habe es schon mal gesagt: Camerons Aliens-Film ist irgendwie schlecht gealtert. Bei meiner letzten Sichtung empfand ich ihn jedenfalls in so ziemlich jeder Hinsicht – vom Overacting, über die Effekte bis hin zu den Dialogen – als Übercheesy und als eine recht misslungene Fortsetzung. Aber hier kommt der Kick: In den 80ern und 90ern stellte Aliens gerade wegen seiner Käsigkeit ein so prägnantes und unübertroffenes on-the-point-Destillat des Weltraumabenteuers dar, dass ich trotz der retrospektiven Entzauberung des Films immer noch superheiß auf alles mit Aliens drin werde. Die Möglichkeit diese schleimigen Tentakelhurensöhne mit fetten Wummen zu Säurebrei zu passieren versetzt mich in einen Zustand solch elysischer Hibbeligkeit, dass ich nur sagen kann: Bringeth on zer Äilien! Betoni ist ready for ze LASERKRIEG!

Next up:

Seien wir ehrlich: EIgentlich müssen Arkane Studios erst noch beweisen, dass sie richtig fette Zockage machen können. Arx Fatalis? War ok. Dark Messiah? War ok. Dishonoured? Wird wahrscheinlich auch ok – es ist als offensichtlicher Half Life 2/Thief/Hitman-Hybrid jedenfalls ein willkommenes Methadon bis die Fortsetzungen zu diesen steiliziösen Oberknallern endlich erscheinen und dann tatsächliche Überhämmer vor dem Herren Zementovic werden. Arkane werden das Spiel sicherlich mit ihrer üblichen Revolutionsmasche – think: kalorienreduzierter Molyneux – vermarkten, um dann solide Genrehasen-greifen-zu-Zockage zu liefern, ohne die Rakete dabei in jizzologische 70er-Spähren zu schießen. Egal, ‘sch bin dabei!

So, lieber Leser! Worauf freust du dich und wie heiß bist du auf meine drei Favoriten?