DAT ROUND-UP!

Zeit für ein paar Eindrücke zu Spielen und DLCs der letzten Zeit (ein Zeitraum der etwa bis Mitte Dezember reicht).
Ganz ohne fancy intro geht’s gleich in die Vollen mit ZOMBIE DRIVER.  Missionen machen, Zombies abschlachten und alles so’n bisschen simpel gestrickt? Da bin ich dabei. Dachte ich. Das Teil ist aber lahm, ich wünsche mir ja immernoch ein Twisted Metal X Carmageddon, Zombie Driver ist’s aber nicht. Ich werde nie verstehen warum Westentwickler bei Arcade-Krams immer irgendwelche Limitierungen einbauen müssen, alles ist immer irgendwie begrenzt. Wenn man gerade seinen ganzen Carnage-Gelüsten freien Lauf lässt ist plötzlich die Munition alle, oder die Nitros oder man hat ein Zeitlimit nicht eingehalten oder sonstwas. Hätte was kurzweiligeres erwartet und spiele da lieber Rock’n’Roll Racing oder Death Rally (mein Gott, Death Rally… SO GUT!).

Spielzeit: 20 Minuten.
Motivation: Wenn nun gar nichts anderes mehr da ist fass’ ich es nochmal an. Vielleicht.

Weiter geht es mit ZENO CLASH. Fantastische Art Direction, könnte  direkt aus dem Heavy Metal Magazine sein, ein Comic von irgendeinem französischen Zeichner. Richtig geiler Scheiss eigentlich. Auch die Story fängt ähnlich Banane an wie das meiste Zeug aus besagtem Schwermetallheft. Leider ist das Gameplay so gar nicht mein Ding, die Schusswaffen haben sie meines Erachtens nach vollkommen in den Sand gesetzt (Feeling? Fehlanzeige). Und das SUPERFEATURE Firstperson-Melee ist einfach nur anstrengend. Gerade da die Source Engine superschlecht darin ist mir zu vermitteln wo ich mich nun gerade im Raum befinde und “wieviel” ich bin. Wenn man ein paar dicke Treffer landet ist es schon ganz wuchtig umgesetzt (so muss das!), aber ich mag mich irgendwie nicht ernsthaft damit auseinandersetzen – der Rest flutscht einfach nicht. Lässt sich das Teil in 3rd Person ummodeln? Bitte erleuchtet mich im Kommentarbereich.

Spielzeit: 31 Minuten.
Motivation: Schade um die irre Atmosphäre nebst verrückten Designs, aber spaßbefreit ist nun einmal spaßbefreit. Ein Kandidat für eine ausgedehnte Let’s Play-Videosession zum Frühstück an einem verregneten Wochenende.

Als nächstes haben wir mit WASTELAND ANGEL einen Titel der ähnlich gelagert ist wie Zombie Driver, aber einige Dinger schon entschieden besser macht. Mehr Arcade-feeling, Geschwindigkeit, Explosionen. Dazu Klischee-Endzeitstory um eine Beschützerin der Armen und Schwachen die mit ihrer aufgemotzen Karre quer durch die USA eiert. Das Spiel ist zwar nicht wirklich gut (Stichwort: schwammige Steuerung), aber für den schnellen Explosions- und Minigun-Fix gar nicht verkehrt. “Richtige” Endzeit mit Wüste, Atombomben und Rockabilly-Mädels geht außerdem immer klar.

Spielzeit: 43 Minuten.
Motivation: Nach 43 Minuten bereits 50% der Achievements freigeschaltet, ich denke ich gucke mir an wieviel da noch geht.

Nach dreimal Kleinkram jetzt mal zu einem dicken Brocken; DREADNOUGHT ASSAULT DLC für SPACE MARINE. Wer erinnert sich nicht an die Stelle in der Dawn of War 1 Intro wo die Blood Ravens losstürmen und aus den Nebeln des Krieges ein Dreadnought stapft und erstmal eine dicke Salve aus der Assault Cannon in die Schützengräben der Orks feuert. Heisser Battle-Porno! Gerade im Zusammenspiel mit der Musik eine der Schlüsselmomente dieses tollen Filmchens. Und jetzt kann man das selbst sein – VERSTEHST DU? DU BIST DREADNOUGHT! Das erstaunliche an diesem DLC, es ist der erste der von sich aus bereits unbalanciert ist. Die Truppe die als erstes den Dreadnought bekommt ist klar im Vorteil, denn so’n Dread ist mächtig. Viel HP, übler Geschützarm und heftige Nahkampfmöglichkeiten. Frontal geht da nicht viel. Und das macht die Chose mit einem halbwegs eingespielten Team wirklich großartig. Ich war zwar selbst noch nie Dreadnought, aber den erhabenen Moment diese Monster zu erledigen habe ich nun schon einige Male erlebt. ES IST FVCKING ERHEBEND! Wenn THQ weiter so macht wird Space Marine noch ein legendäres Multiplayer-Spiel welches definitiv mit den großen Namen des Genres in einem Atemzug genannt werden muss.

Spielzeit: 12 Stunden (am PC / nur Multiplayer, auf PS3 habe ich lockerst das 5-6 Fache dieser Zeit drin).
Motivation: Morgen abend sind Toni und ich wieder am Start. Steht absolut mit meiner Begeisterung für Online-Beat’em Ups auf einer Stufe. Wir suchen noch treue Diener des Imperators (oder natürlich Auserwählte Krieger der finsteren Chaosmächte) die mit uns die Schlachtfelder des 41. Jahrtausends erobern wollen!

Ähnlich heiss her wie in Space Marine geht es auch in TITAN ATTACKS. Sehr gelungener Mashup aus diversen Uralt-Shmups der 80er. Galaga, Galaxian und Space Invaders vereint in einem saustylishen Grafikstil und motivierendem Aufrüsten/mehrGeldkriegen/mehrAufrüsten/HIGHSCORES!-Gameplay. Der Glücksfaktor ist manchmal etwas hoch und verbuggt ist das Dingen derzeit auch noch (wer ‘ne schäbige Computermaus hat sollte es erstmal lassen, Frustgefahr!) aber wenn das behoben ist, ein Pflichttitel für Retros.

Spielzeit: 3 Stunden.
Motivation: Highscores reizen schon (ich wäre auch fast in der Top 100 gelandet), aber ohne Pad fass ich’s nicht mehr an. Ist besser so für meine Maus.

SPACE PIRATES AND ZOMBIES erinnert ebenfalls an eine fantastisches Retroserie, und zwar mein geliebtes StarControl (2). Wer sich für Top-Down Weltraumkampf, zusammenfrickeln neuer Raumschiffe und einer galaktischen Zombieinvasion begeistern kann kriegt hier exzellenten Code zum Zeit verschwenden. Bonuspunkte gibt es für das Verwursten des Antriebssoundeffektes aus “The Jetsons”. Wirklich cooles Teil und von der Bedienung her angenehm simpel. Und das Gefühl wenn eine der großen Raumstationen “besiegt” wurde, ist großartig – das geht dann richtig dicke ab, mit Jägereskorten, Geschützen und laaaangen, durchgehenden Laserstrahlen. Also eher so zzrrrrbbbttt statt pew pew. Das Spiel kann was!

Spielzeit: 5 Stunden.
Motivation: Ich müsste schon längst mal wieder, will ehrlich gesagt wissen wie die Kampagne weiter geht (ja, das Dingen hat richtig Story!).

Dritter im Bunde der an andere Retrotitel angelehnte Weltraumspielchen ist SATAZIUS. Richtig geiles, oldschooliges Shmup im Stile von Gradius und Darius. Recht ansehnliche Optik und klassisches Gameplay wie ich es im Shmup-Bereich so sehr vermisse. Absoluter Pflichtkauf für Fans der alten Garde lange vor fliegenden Schulmädchen und pinkfarbener Bullett-Hell. Spiel dürfte auch für Leute die nur mal ein bisschen Arcade-Luft schnuppern wollen machbar sein, beim Probeflug auf Easy bin ich gleich mal direkt in die vierte Stage gedüst, also auch was für Freunde der bildschirmfüllenden Spriteexplosion ohne die nötigen, motorischen Fähigkeiten (wir werden ja auch alle nicht jünger, nech?).

Spielzeit: 13 Minuten.
Motivation: Am Wochenende wird das richtig angegangen, dann auch mal auf richtigen Schwierigkeitsgraden, ich werde berichten!

Nach soviel “angelehnten” Spielen kommen wir jetzt zu einem Original – Schlag’ Dich durch – die MORTAL KOMBAT HD COLLECTION ist da. Selbst wenn ich das Ding nicht empfehle, kauft es trotzdem, vielleicht kommt Mortal Kombat 9 dann doch noch für den PC. Die HD Collection der MK-Oldies ist allerdings eher Rom Error als würdiges Bitmap-Spektakel. Zum einen haben wir da eine fixe Auflösung von 1280. Leute mit Full-HD Screens sind also mit schwarzen Rändern unterwegs. Erstaunlicher Quatsch, wo die Grafiken sowieso skaliert und gefiltert werden als ob es kein Morgen gäbe. Aber nicht nur das wir doof in die Röhre gucken, auch Steuerungstechnisch ist das Teil ein undurchdachter Scheißdreck für den die Verwantwortlichen harte Bestrafungen in THE PIT verdient hätten. Wer alles andere als ein Xbox 360 Pad hat, ist schon mal gekniffen. Ohne Internetlösung mit Pad-Emulator hätte ich meinen Hori Stick schonmal komplett vergessen können. Zwei Spieler-Spiele mit Pad kann ich allerdings immernoch vergessen, ich habe es ehrlich nicht hinbekommen dieses Spiel ein zweites Pad auch nur in Erwägung ziehen zu lassen. Mit anderen Mängeln wie alles andere als Arcade-perfekter Grafik (und unschönen Slowdowns, beim “MERCY” in UMK3 hatte ich plötzlich den geheimen “Online-Lag-Slowmo mit ca. 10 FPS”-Modus freigeschaltet, leider im offline Singleplayer – WIE GEHT SOWAS?), heftigen Soundaussetzern (manchmal spielen keine SFX oder Digi-Samples) und bescheidenem Lag in Online Matches (ich geh rein in die Lobby, grüne Latenzanzeige, ich bin im Spiel Latenzanzeige wurde zwischenzeitlich via DATENÜBETRAGUNGS-FATALITY in den rotesten Bereich gebombt) leben. Hatte mich echt drauf gefreut und sofort zugeschlagen, in der Nachbetrachtung kein sehr kluger Schachzug von mir.

Spielzeit: 4 Stunden.
Motivation: Mir fehlen noch eine handvoll schaffbarer Achievements. Die hole ich mir. IRGENDWIE! Und danach gibt’s wieder Midway Arcade Treasures 2 oder gleich MAME. Diese asseligen Ports von MK nerven langsam.

And now for something completely different, ein Hack & Slay zum Thema Lord of the Rings namentlich: LOTR WAR IN THE NORTH. Hatte ich erst gar nicht auf dem Schirm, aber wurde dann so’n 70er Wertungskandidat wie ihn diese Nörds lieben. Und in der Tat, ich mag das Spiel echt gerne. Dieser Mischmasch aus Simpelgekloppe, Loot und LOTR-Setting ist erstaunlich motivierend. Während mein Arbeitskollege das Dingen sauöde fand, sind mir neue, mächtigere Rüstungsteile (DAT GRIND!), fiese Schnetzelmoves (DU HAST ZWEI ARME, EINER MUSS WEG!) und Plattencover High-Fantasy Umgebungen (*AIR GUITAR*) vollkommen ausreichend. Inhaltlich ist es ziemlich doof, und die ganze Story ist ein albernes Reinwurschteln der 3 Heldencharaktere in die Handlung der Filme. Aber es funktioniert um die einzelnen Sworcerey-Arenen und Gebietserkundung Lite miteinander zu verknüpfen. Coop hat es auch. Für einen bierseeligen Abend mit langhaarigen Freunden und deutschem Powermetal Marke Blind Guardian ist War in the North ein ganz heisser Kandidat. “There on the battlefield he stands, down on the battlefield he’s lost and on the battlefield it ends”.

Spielzeit: 15 Stunden.
Motivation: Hier alle Achievements zu holen scheint in greifbarer Nähe. Und ich habe jetzt schon Bock als Max. Level-Überwarrior  nochmal alles Kleinzeug aus den ersten Welten zu zerhackstückeln. Them simple things in life, y’know!

Ahhhh, Steam. Du Quell kostengünstiger Zockage die ich dank der low-low prices entspannt nach 20 Minuten abwatschen kann und nie wieder spielen brauche ohne ein schlechtes Gefühl dabei zu haben. DAS IST DIE ZUKUNFT, LÖSUNG ALLER PILE OF SHAME PROBLEME! HÖLLE JA!