Archiv für die Kategorie ‘Rezension’
Kurzrezensionen sind wieder da!
Hier, die jungen Sprosse der Rainbow Six… die Rainbow Five:
Kurzrezensionen never go out of fashion!
Adventures sind die Hängetitten unter Spiele-Genres: Bis auf ein paar Perverse mag sie keiner. Bei The Whispered World hängen sie so tief, dass man über sie stolpern könnte.
Klassiker kurz rezensiert – Teil 3
Prince of Persia – Jordan Mechener gestand einst in einem Interview, ein bestimmtes Lied habe seinen Geist für das ‘“Orientale“ geöffnet wie eine Sprengladung den Zugang zu einer noch verborgenen Goldader – woraus dann das bekannte Spiel entstand. Welches Lied genau, das wollte er nicht verraten; erst der unnachgiebige Journalismus von uns beiden brachte die famose Komposition zutage. Indem wir also dieses Lied mit euch teilen, stoßen wir zugleich den Genrekönig des Computerspielejournalismus, Mick Schnelle, von seinem Thron. Roll over, Mick, tell Jörg Langer the news!
Klassiker kurz rezensiert – Teil 1
Mario Kart – Wenn dieses Spiel ein Klassiker der Spielgeschichte ist, so erkläre ich sofort dieses Lied zum Klassiker der Musikgeschichte. Gib’s ihnen, MC Dübel (kein Witz, der nennt sich wirklich so!):
KURZREZENSIONEN sind der heiße Shizzle, sagen die jungen Leute!
Daher:
Sins of a Solar Empire – Man könnte meinen, dies sei ein Spiel für solche bemitleidenswerten Honks, die einst an „Jugend Forscht“ teilnahmen und heute Terrarien besitzen. Aber nein! Dies ist ein Spiel für die seltene Spezies Mann, die ihre evolutionäre Nische im marodierenden Piesacken eben dieser Honks gefunden hat. Pausenbrot her, du Arschgeige!
Too Human – Wer dieses Spiel nicht mag ist ein Riesenarschloch und spielt bei Peggle immer mit dem Einhorn.
Resident Evil 5 – Üblicherweise soll die Phrase „so ein Spiel kann nur aus Japan kommen“ ja adeln, doch hier nicht; hier geht es um die einzigartige Mischung aus Ignoranz und Rassismus, die Resi 5 auszeichnet, eine Mixtur, die nur in dem perfekt isolationistischem Klima Nippons entstehen kann. Ich könnte mir vorstellen, dass man sich bei Capcom überlegt hat, die rasende Negermeute mit Diskusscheiben in der Unterlippe auszustatten, sich dann aber dagegen entschied, weil die Engine die entsprechenden Schatten immer falsch renderte. Die ursprünglich angepeilte Sprache (sie bestand ausschließlich aus Schnalzlauten) wurde auch gestrichen, weil sie nicht gruselig genug klang. Das ist Ethnografie und Spielspaß zugleich!
Zeno Clash – Ja, ja, das Team ist noch jung und hätte gerne den Eindruck vermittelt, a) Drogen zu nehmen, b) auch sonst total crazy zu sein, c) trotz allem als Kollektiv eine enigmatische, nachdenkliche Deepness zu besitzen. Das Ergebnis ist eher: Scheiß langweiliges Vollmongo-Spiel. (Diese Formel lässt sich übrigens auf 99% von ALLEM was „indie“ sein soll und von Nille rezensiert wird anwenden.) Ich bleibe also bei Richard Corbens Comics, wenn es um nackende Kämpfe auf Leben und Tod geht.
Wii - What’s the hardest part of owning a Wii? It’s finally telling your parents.
Coming soon: Kurzrezensionen von Klassikern!
The return of KURZREZENSIONEN!
Da wir heute die 2000-Comments Marke gebrochen haben und ihr gar so oft danach gefragt habt (insbesondere nachdem die Drakensang-Besprechung für den Tod von Antigames gesorgt hat):
Call of Duty 4 – Ein Spiel für nicht ganz so erlebnisorientierte Neo-Nazis (also für die Admins entsprechender Foren). Man darf radebrechende Untermenschen im Schlaf ermorden. Wer dieses Spiel mag, findet auch, dass Hitler Gutes für die Deutschen getan hat (Autobahnen, zum Beispiel).
Neverwinter Nights 2: Storm of Zehir: Sieht manchmal aus wie Zelda, ist aber was für richtige(also geschlechtsreife und muskulöse) Männer.
Sacred 2: Die letzten Seufzer des bäuerlichsten aller deutschen Spielehersteller. Unter dem bloßen Klang der Agonie glaubt man Dünger und Schweinegrütze riechen zu können.
Die drittbeste Rezension aller Zeiten
Lieber Leser, wenn deine Spiele so wie deine Frauen sein sollen – bäuerlich, plump und träge – dann bist du bei DSA: Drakensang richtig.
Die zweitbeste Rezension aller Zeiten
Bei Mass Effect hat man 5 Möglichkeiten, seine Waffe zu ziehen, aber nur eine, um sie wieder wegzustecken. Das finde ich blöd. Ansonsten: Humanity = Deutschland, Galactic Council = NATO UN-Sicherheitsrat. Normandy Ende.
Die beste Rezension aller Zeiten
Ich habe Braid noch nie gespielt, habe mir aber, ausgehend von den Leuten, denen das Spiel gefällt, ein Urteil gebildet. Festhalten:
Braid ist das Äquivalent der unerträglichen Telekom-Werbung, bei der dieser britische Fettsack Pol Pot Paul Potts alle mit seinem Operngesang zu Tränen rührt.
World of Warcraft: Keltenkitsch-Sweatshop
Ja, ich weiß – es wird Zeit, dass ich Word of Warcraft mehr als nur ein bisschen abfälligen Sarkasmus widme. Dass sich in erster Linie eine Chance dazu ergibt, habt ihr meinem Bruder zu verdanken, der mich überredet hat, mit ihm zu spielen. Also habe ich World of Warcraft gekauft, die wohl längste Installation meines Lebens durchgemacht (NOCH länger als jene von Schleichfahrt, die etwa eine Woche zu dauern schien) und dann angefangen zu spielen.
WOW bleibt ein Mysterium für mich. Einerseits hat es ein tolles Skill- und Ausrüstungssystem und eine schöne große Welt, die alle erschlossen und erforscht werden möchten, andererseits wird man von hunderten eigentlich identischer „Töte 15 Knöchehauer von Pimmeldorn“-Quests erdrückt. Man macht bei jeder Session das Gleiche, in der Hoffnung, bald gut genug zu sein, um eine der infamen Instanzen zu spielen. Diese Instanzen sind wiederum unvernünftig langwierig und zeitintensiv. Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, jemals (wie mein Bruder) 7 Stunden in ein Raid zu investieren. Das sind 7 Stunden in denen ich im Fitnessstudio pumpen, Gitarre spielen, Freunde treffen und noch nebenbei ein bisschen Computer spielen könnte. Ich finde diese implizite strukturelle Forderung der Selbstaufgabe an / für das Spiel seitens Blizzard jedenfalls wirklich verstörend.
Mein Interesse an WOW ergibt sich daher vor allem aus der Tatsache, dass ich mit meinem Bruder gemeinsam spielen kann – letztens hat er mir geholfen, einen Ort namens „Die Todesminen“ (sehr originell, Mr. Blizzard) zu plündern und wir haben dabei einen Typ getötet, der so heißt wie ein Westernschauspieler. Das war eigentlich ganz cool – nur Schade, dass ich danach erst einmal „leveln“ musste, weil mein Bruder sagte, dass ich stärker werden müsse, um die richtig tollen Instanzen zu erleben – dabei fand ich die odesminen schon ganz gut. Es gab ein Piratenschiff! Aber nun zum „leveln“: Das ist ein Wort, das für mich fast Synonym ist mit der brutalen Arbeit, die chinesische Immigranten an der Nähmaschine in irgendeinem kalifornischen Sweatshop verrichten müssen. Man macht IMMER. WIEDER. DAS. GLEICHE. Man drückt IMMER. WIEDER. DIE. GLEICHEN. KNÖPFE. Es ist eigentlich entsetzlich – es fehlt wirklich nur noch ein Triade, der mich von hinten anschreit, wenn ich mal umkomme und zwei minuten lang zu meiner Leiche laufen muss, um wiederbelebt zu werden. Überhaupt: Dafür dass man in WOW immer wieder das Gleiche tun muss, dauert dieses „das Gleiche“ – ob es nun das Töten oben genannter „Knöchelhauer“ oder das Sammeln von Weizen für ein hungriges Pferd (sehr aufregend, Mr. Blizzard) – sehr, sehr lange. World of Warcraft ist druchaus auch eine unglaublich übergewichtige, langsame und unangenehme Erfahrung. Wie Knutschen mit einer Opernsängerin (fragt nicht). Ich würde fast sagen, dass man sich in einem Saint Vitus-Song gefangen glaubt, aber diese sind zumindest hypnotisch und faszinierend. WOW ist in schlimmsten Momenten einfach nur saulangweilig und repetitiv. Jetzt mal ehrlich: Wie sehr muss einem die Welt die Sensibilitäten erodiert haben, damit man von World of Warcraft süchtig wird? Das kann doch nur Leuten passieren, die nie etwas anderes als Robert Jordan gelesen haben und glauben, Geisteswissenschaften seien „Laberfächer“. Das kann doch nur jemandem passieren, der ebenfalls bereit wäre von der Arbeit am Fließband süchtig zu werden – insbesondere wenn er für diese mit Erdnüssen belohnt worden wäre. Und einmal – stellt euch das mal vor – alle paar Wochen, wäre unter den Erdnüssen eine grüne Erdnuss gewesen. Und unser insensitiver Junkie wäre der König des Fließbandes gewesen, weil kein anderer die GRÜNE ERDNUSS DES FLIEßBANDS gehabt hätte.
Kein Wunder, dass man da eine Sucht entwickelt.
Abschließend will ich sagen: Auch wenn es bei meinem Spielepensum noch ein paar Jahre dauern wird, bis ich stark genug bin, um mit meinem Bruder irgendwelche richtig aufregenden Kerker zu plündern, werde ich WOW nicht so intensiv spielen wie ich müsste. Ich habe nicht die Zeit und dafür ist das Spiel auch nicht aufregend genug. Jedenfalls finde ich es persönlich aufregender UNTERSCHIEDLICHE Sachen zu machen. Und nicht nur immer das Gleiche. Wenn ihr allerdings Tipps habt, wie man die eigene Spieleerfahrung aufpeppen kann, dann bitte her damit.
Oh ja – noch ein note to self: Auf keinem Fall um 14:00 spielen. Da kommen die ganzen Kids aus der Schule. Das Zeug, das sie erzählen ist so behämmert, das es fast schon eine psychedelische Erfahrung ist. Originalzitat aus Sturmwind heute: „lol, gibt keine schlechten pornozzz ^^!!1!“ Tja. Jetzt wisst ihr es. Noch ein Grund WOW nicht zu oft zu spielen – wer will schon seine Zeit mit solchen Imbezilen verbringen?