Überleben
Ernst Jünger schrieb in einer der 5000. Fassungen des “Abenteuerlichen Herzens”, das Entsetzen sei “etwas ganz anderes als das Grauen, die Angst oder die Furcht”; dies geht dann einher mit dem einmaligen Bild eines durch zahllose dünne Bleche stürzenden Lesers. Dieser Fall bringt die Bleche zum Bersten und dieses Getose wird immer intensiver, der Sturz immer schneller. Das ist Entsetzen.
Ich eröffne mit dieser Paraphrase, weil ich in letzter Zeit immer wieder an eine Aussage denken muss, die ich in den Anfangsjahren unseres Blogs von mir gab und die ich wohl idealistisch und klug fand: Ich bemängelte, Spiele könnten nur Gefühle von Aggression oder Furcht evozieren. Ja, ja, der naive Toni auf der Suche nach sophistizierteren Stimulationen seines empfindsamen Seelchens. Seit meiner konservativen Wende und klaren Bekenntnis zum Primat von Wummen und Boobage fühle ich mich nicht nur männlicher – ich schreibe auch viel bessere Texte. Etwa diesen hier, über das Genre des Survival Horror, welches – und hier schließe ich den Kreis, indem ich aufs eröffnende Zitat anknüpfe – mit allen Nuancen des Großgefühls Angst spielt.
Es gab in der Entwicklung des Genres zwei wichtige Zäsuren: Die erste hieß Resident Evil und ersetzte das Abenteuerliche durch das Grauen (der Name des Genres stammt übrigens aus einem Resi-Ladebildschirm). Zwar hatte man mit Alone in the Dark bereits alle wesentlichen Merkmale des Genres (wie Horror-Motive, die Einschränkung von Raum und Inventar, die Flucht als oberstes Ziel einer Spielerfigur, die schwächer als viele Gegner war) eingeführt, doch würde erst mit Resi Numero Uno der Schrecken unentbehrlicher als Dreidimensionalität werden. Die AITD-Serie zeigte mit dem zweiten und dem dritten Teil vornehmlich ein nostalgisches Interesse am 20/30er-Pulp, das mit der Lovecraft-Referenz bereits für den ersten Teil konstituierend war und weniger am Horror selbst – nach H.P. waren Voodoo-Piraten und der Western dran.
Bereits diese Frühzeit des Genres hatte einige fantastische Spiele zu bieten: Über Bioforge schrieb ich bereits, wohingegen ich über Ecstatica unbedingt mal schreiben sollte, alleine schon dem slawischen Diakritikum im Titel zuliebe. Neurobiologischer Fremdsteuerungsimpuls: Echte OGs holen den Shizzle nun aus der Sammlung und dosboxen ihn til 5 o’clock in the morning!
Nach 1996 folgte ein Jahrzehnt voller zockalistischer Wonne: Ein Berg von Spielen in dem der Ton des Schreckens zusammen mit den Kompetenzen des Spielers ausgehandelt wurde. In Clockwork, Siren oder Hellnight konnte man nur davonlaufen. In Fatal Frame konnte man wehrhaft fotografieren (ein frühes Hipster-Spiel, also). In Galerians konnte man sich mit seinen Gedanken wehren. In Silent Hill konnte man sich zwar konventionell wehren, doch war der Feind dermaßen out there, dass man sich oft fragen musste, ob man überhaupt kämpfte oder nicht vielmehr in einer dieser ambivalenten Handlungsschleifen gefangen war, die Fieberträume manchmal auszeichnen.
Die zweite Zäsur erfolgte mit Resi 4 und zeichnete sich durch die Aufhebung der zuvor fixen Kamera und eine allgemeine Actionisierung aus. Ich hatte in einem meiner kernigen Momente diese Wandlung zum Ende des Genres erklärt aber Dead Space hat mir gezeigt, dass ich falsch lag, denn – Toni, alter Mann – das Geschehen kann trotz freier Kamera und dicker Wummen ganz schön furchterregend sein. Ich gebe es zu: Dead Space fuckt mich vollkommen ab. Ich kann nicht mehr als eine Stunde am Stück spielen, jedoch kehre ich immer zurück (ihr wisst schon: Wie dieser Affe zum Stein unter dem die Schlange poft) – etwas, das andere (und indizierte) Spiele nicht schaffen, weil bei ihnen die Anstrengung, der Angst zu begegnen keine entsprechende Gratifikation erfährt und daher eher tedious als steilgeilious ist.
Wieso macht mich Dead Space so fertig? Ganz einfach: Es sind diese Monster, die Necromorph. Ich reagiere auf alles, was semi-menschlich und doch monströs ist – etwa Zombies – mit BLANKEM ENTSETZEN (schwupdi-wupp: schon wieder ein Anknüpfen ans einleitende Zitat). Riesigen Würmern, Drachen, Spinnen oder Insekten sage ich nur: Bring it, Longa. Aber schon Orks machen mich queasy. Ich hoffe, wir haben keine Psychologen unter unseren Lesern. But I digress:
Dead Space beherrscht das Entsetzen. Ich habe kein zweites Spiel erlebt, das mich so häufig schaudernd innehalten und in burke’schem sublime denken ließ: Was zur Hölle ist hier eigentlich passiert? Der Alptraum eines vollkommen fremdartigen Lebens, das uns weniger vernichten als wiederverwerten will ist ein häufiges Topos der Science Fiction und dieser Prozess kann als “saubere” und schleichende Unterwanderung (ein Unterhaltungsausflug ins Capgras-Delta) oder Verwertung nach Unterwerfung dargestellt werden. Spiele entscheiden sich auffallend häufig fürs Letztere und inszenieren den körperlichen Schrecken der Verwandlung effektiv – in Quake 4 darf man das Tranchiertwerden sogar aus der Figurenperspektive miterleben. Ich vermute, dass gerade der digitale Charakter unseres Mediums zur Simulation des Fleischlichen drängt, weil diese zugleich die naheliegendste Simulation der Stofflichkeit als solchen ist – und somit auch der Verbindlichkeit der Erfahrung.
Dead Space stellt für mich den absoluten, heiser schreienden Höhepunkt dieses besonderen, organischen Schreckens dar: das zweckentfremdete Fleisch muss durch tactical dismemberment zerstört werden, was die übliche Makroperspektive der Spiele auf solche Wandlungsprozesse umgeht indem es zur ständigen Auseinandersetzung mit dem genauen Charakter der Veränderung zwingt. Natürlich ist Dead Space auch brilliant, weil es wesentliche Merkmale des Survival Horror-Genres erkennt und potenziert – wo ist denn Isolation höher, sind Flucht und Überleben schwerer als im Weltall? – doch es ist erst die Bereitschaft des Spiels, das Einfinden im Genre mit einer Auseinandersetzung mit der Universalie des gesamten Mediums, der Körperlichkeit, zu verquicken, die es tatsächlich einmalig macht.
Und der zweite Teil steht mir erst noch bevor.
Posted on August 3, 2011, in Flow, Rezension and tagged Alonie in the Dark, Bioforge, Dead Space, Ecstatica, Horror, Resident Evil, Silent Hill, Survival Horror. Bookmark the permalink. 96 Kommentare.
Weichei.
OOOH! DER HARTE KAMPFHUND! OOOH!
Bin ja auch so eine Gaming-Pussy, halte mich daher dezent zurück.
Dead Space habe ich nie zu Ende gespielt. Und hatte eine Scheißangst.
Echt mal, Dead Space ist ungefähr eine halbe Stunde lang creepy, aber dann hat man sich daran gewöhnt! Von der Sache her ist es ähnlich gestrickt wie Doom³, welches ich wiederum, im Gegensatz zu vielen anderen Spielern, als unerträglich gruselig empfand. Der vom Spieler empfundene Schrecken in Videospielen ist wohl genauso subjektiv wie der individuell empfundene Spielspass.
Ich bin seit Jahren ein bekenneder Fan des Horrorgenres in jeglicher Form. Am liebsten grusele ich mich aber in toll gemachten (Survival) Horror Games. Neben Silent Hill 2 und dem Resident Evil Remake auf dem Gamecube empfinde ich immer noch Condemned als tiefste Stelle im Sumpf des Schreckens. Mehr Terror und Angst geht für mich nicht.
Dead Space 2 hingegen wird Dich garantiert wahnsinnig machen! Alleine die Eröffnungsszene des Spiels ist blankes Entsetzen in seiner reinsten Form. Ich wünsche unangenehme Unterhaltung
Ganz übel ist übrigens auch die Horrorshow eines gewissen Fabu drüben im untoten GEE Blog…
If it bleeds, we can kill it!
Der Anonymous Heini da oben war übrigens ich, der Trap Kit…
Scheiss Einhackerei da immer
Pascal, ich bin nun in meinem dritten Anlauf und ES LOHNT SICH! Du schaffst es! Stell dich deiner Angst! Uff! Uff! (Das ist kämpferisches Durchatmen)
Anonymous / Trap Kit: Also ich habe mich jetzt immer noch nicht daran gewöhnt! Ich zitter und bibber schon im Menü! Condemned 2 war purer Terror – ich sollte mich mal trauen, es zu beenden.
Und gebt Fabu doch mal ‘ne Chance, sich als Admin zu beweisen! (P.S. Ich muss doch fragen: Was genau ist denn passiert? Du bist ja mehr oder weniger ausgewandert. Oj-Vej, würde meine Großtante dazu sagen! D:)
Ah ja: Her mit euren Top-5-Listen der steilsten Survival Horror-Zockage!
Bei Spielen wie Dead Space treten für mich die game mechanics derart in den Vordergrund, dass so richtige Angst nicht mehr aufkommen mag. University ruined me.
Wobei die Fokussierung bei Dead Space ein guter Punkt ist. Tactical dismemberment zwingt zum genauen Hinschauen. Diese Art von Wahrnehmungslenkung sollte öfter praktiziert werden.
Diesen Reflex unterdrücke ich beim Spielen – ich weiß aber genau, was du meinst.
@Tonez: Ausgewandert worden trifft die Sache genauer. Fundierte direkte Kritik am Heft bzw. ungewünschte freie Meinungsäußerung gepaart mit einem andauernden “Streit” zwischen mir und einem sozial inkompetenten Hipster waren der Grund. Das soll reichen.
@Topic: Condemned 2 fand ich eigentlich nicht mehr ganz so schlimm. Technisch war es besser, aber aufgrund einiger Storyschnitzer und dem Fokus auf Balleraction konnte ich es bei weitem nicht so ernst nehmen wie den “In Your Face” Terror des Vorgängers. Außerdem gab es diese hammergeilen Schockmomente nicht mehr. Ich sage nur Kaufhaus, Schule und Apfelplantage!
Meine Top Five:
Condemned
Silent Hill 2
Resident Evil Remake
Eternal Darkness
Forbidden Siren
Kennt übrigens einer hier den Wii / PS3 Move Spin Off Dead Space: Extraction? Das Ding ist der wohl atmosphärischste Lightgun Shooter ever. Absolut dramatische Shootouts gegen Nekromorphs und wirklich toll gespielte Zwischensequenzen machen einen heissen Staffellauf durch die Ishimura. Die Übergänge zwischen diesen beiden Spielelementen sind wirklich meisterlich umgesetzt. Das Ding ist quasi ein angsteinflössender “Spielfilm” der den Namen wirklich verdient. Ich mochte Extraction beinahe mehr als den großen HD Bruder.
Amnesia
Penumbra
CoC: Dark Corners of the Earth
Silent Hill 2
Siren
erwähnenswert: Hotel-Level in Vampire: Bloodlines
In Reihenfolge des Schreckens, Man merkt, ich bin weniger Freund der RE4-Schule.
Hmm, jetzt muss ich doch glatt mal in meinem Hinterstübchen kramen, was mein Psychologie-Studium zu durch virtuelle Orks induziertes Muschitum sagt. Chrrr chrrrr.
Ben, bitte berichte mal etwas detaillierter über Call Of Cthulhu! Das Spiel habe ich lange auf dem Radar, aber immer wieder aus den Augen verloren. Ist es wirklich so gut?
Weiss jemand hier wie gut die XBOX Emulation auf der 360 läuft?
Ach ja, Thief 3 ist auch ganz schön gruselig! Shalebridge Cradle anyone?
Shit, als Konsolenzocker entgehen mir natürlich die guten PC only Creepers…
CoC war in der Tat sehr cool – die erste Verfolgungssequenz (der Spieler ist dabei natürlich der Verfolgte) fand ich unheimlich eindrucksvoll! Es ist ja vom Simon-Woodruffe mitgestaltet worden, witzigerweise, als Rückblick auf Horror Soft-Tage!
boah thief, ey…schon der erste teil war zuviel für mich….ich hatte buchstäblich albträume von dem spiel.
Ich auch. Brauchte für jedes Level 100 Anläufe, einfach weil ich aus blanker Angst aufgab. Marc, ich weiß, dass ich dich dafür bewundert habe, dass du den zweiten Teil durchgespielt hattest! :O
JA, ICH BIN EIN SENSIBELCHEN!
Und ich erinnere mich noch daran, wie wir die späten Levels des ersten Teils auch beim gemeinsamen Spielen so gruselig fanden, dass wir lieber wieder Fernsehen geguckt haben, um runterzukommen.
I remember!
Man muss sagen, dass der dritte Teil auch sehr gut war aber mir nicht mehr ganz so effektiv das Gefühl vermitteln konnte, als einsame Sissy in einer Welt voller Irrer und irrer Magie herumschleichen zu müssen.
Gegen Ende wurde Thief 1 echt ecklig. Ich habe mich dieser Anspannung größtenteils dadurch entzogen indem ich massenhaft Pfeile mitnahm und alles mit Kopfschüßen niederstreckte und dann solange im Dunkeln ausgeharrt habe bis wieder alles ruhig war. Also ein schäbiger Exploiter der die Schwächen der KI ausnutzte.
Das Waisenhaus ist aber unerreicht und vorallem wirklich gelungen in die Spielmechanik eingebaut. Schlechtes Spielen wurde bestraft indem man immer wieder in die gruseligen Bereiche musste und zunehmend schwerer zubeschaffene Gegenstände brauchte.
Selbst meine Schwester, die mir beim Spielen zusah, war am Ende ganz erleichtert. Ich konnte die kühle Nachtluft der wiedergewonnenen Freiheit förmlich spühren. So intensiv hatte ich das bisher bei keinem Spiel.
Geiler Text! Macht immer mehr Spaß hier zu lesen. Wie sagen die Kinder heutzutage? THUMBS UP!
Bei mir hat folgender Polygonhaufen ziemlichen Eindruck hinterlassen:
http://images.wikia.com/quake/images/d/d8/Shambler_1.png
Keine Ahnung warum, vielleicht weil ich einfach noch jünger war. Vielleicht aber auch, weil dieses scheiß Ding KEINE AUGEN HAT! KEINE AUGEN!! Da müssen Augen hin!
Scheißding.
hm, thief war gruselig? dachte das wäre so ein schleichspiel in dem man als dieb unterwegs ist? muss ich mal ausprobieren. erstaunlich dass viele doom3 gruselig fanden, dafür aber dead space umgekehrt öde…dead space hab ich noch nicht gespielt, aber es sieht sehr nach “uaah!” aus…doom3 dagegen fand ich ziemlich fade. egal, meine top5:
1. system shock 2
2. nightmarehouse (HL2 Mod)
…und die restlichen plätze kann man auch wieder mit system shock belegen.
meine fresse, das spiel kann ich bis heute nicht länger als ne stunde maximal am stück spielen…danach brauch ich ne pause. geht bei mir auch übrigens nur mit no spider patch (im gegensatz zum tonez, menschliche gegner => ja bitte => riesige, fette, zischende spinnen => uaah!).
der grund warum system shock 2 so hart sind nichtmal gruseleffekte. sondern einfach diese unglaubliche gefühl alleine zu sein auf diesem riesigem schiff, mit dem wissen, dass menschliches leben komplett ausradiert ist oder bald wird, und du nie mit einem menschen angesicht zu angesicht sprechen kannst.
und diese einsamkeit evoziert dann dieses entsetzen, dass man auf dem verdammten kahn…ehm…verdammt ist.
bei dead space steht man glaub ich im funkkontakt mit anderen menschen, die man wohl auch mal inner zwischensequenz trifft…das tut bei mir voll auf die atmosphäre.
wobei ich bei dead space auch nicht absprechen will gruselig zu sein. aber teilweise sind dann doch schockeffekte zu simpel und zu abgenutzt, etwa wenn man weiß dass gleich was kommen wird.
was condemned angeht: wie seit ihr da rangekommen? als ich das damals mal haben wollte fröhnte ich noch der minderjährigkeit…und dann wars indiziert
Wow, ich dachte schon, ich wäre relativ ängstlich bei unheimlichen Games. Dead Space habe ich auch meist nicht länger als eine Stunde gespielt und war froh, wenn ich danach zu meiner Freundin ins Bett krabbeln konnte;-) Man steht zwar mit anderen Menschen in Funkkontakt aber 1. trifft man die nie von Angesicht zu Angesicht und 2. haben sie immer nur schlechte Nachrichten für einen. In keinem Spiel hat man so ein Gefühl von totaler Isolation wie in Dead Space. Das Coole ist aber, dass man die volle Kontrolle hat, wenn man konzentriert spielt. Dann sagt man sich, “wenn ich alles richtig mache, kann ich hier jeden Kampf gewinnen und lebend aus dem Mist-Schiff ‘rauskommen.” Man spielt viel ökonomischer als in anderen Spielen (besonders, wenn man nur den Plasmacutter benutzt).
Den Zweiten spiele ich gerade leider auf einem zu hohen Schwierigkeitsgrad, wenn man eine Stelle zum 20. Mal probiert, ist irgendwie jeglicher Grusel weg.
Thief war auch gruselig, besonders der erste Teil, die Kathedrale und die Mine, OMG! Die Spinnen waren auch nicht gerade sehr schnuckelig. Den Zweiten fand’ ich dagegen eher beklemmend als gruselig, besonders wegen dieser dämlichen Maschinen. Als ich den Dritten gespielt habe, war ich schon wesentlich älter, da bin ich nicht mehr so völlig in der Welt versunken aber Shalebridge ist natürlich Grusel deluxe. Insgesamt halte ich Thief I und II für zwei der genialsten Spiele aller Zeiten, da stimmt einfach so vieles!
Einer meiner ersten richtigen Gruselmomente in einem Spiel war in Lands of Lore 2 in der Bibliothek, wenn einen Stimmen verfolgen, die unheimlich seinen Namen hauchen (Luuuther, Luuuuuuuuuther!).
Resi 4 hat dagegen mit Grusel und Entsetzen nichts mehr zu tun, dass sehe ich eher als Spieleäquivalent zu Army of Darkness.
Bei Dead Space hat für mich auch ein grosser Teil der monströsen Sound Kulisse und ich nenne es mal simpel “Schiffs Mechanik” zum grandiosen feeling beigetragen. Die Beleuchtung, der Part wo der Sauerstoff knapp wird, die gewaltigen Schotts, diese riesige “Halle” mit der Glasdkuppel und den drumrumschwebenden Meteortrümmern…Scheisse-bei jedem Schritt dachte ich “Was zum fukk mach ich wenn jetzt einer durchs Glas knallt und der Sauerstoff raus geht?”
Auch irgendwie extrem verstörend: Die Ragdoll Physik die es einem erlaubte massig Leichen in grotesker Körperhaltung aufeinanderzustapeln und zum Abschluss ganz oben auf den Berg noch nen Stuhl zu stellen. Die “Monster” waren natürlich auch Klasse, die eigenen Todesszenen unglaublich brutal aber unterm Strich denke ich es war die erschreckende Szenerie, die blutigen Hilfe Krizzeleien an der Wänden, der Sound-kurzum die klaustrophobisch verloren ausweglose “Gesamtsituation” die mich bei DS am meissten fertig gemacht hat.
Aber gespielt hab ich den Alien/Event Horizon Mix schon recht gerne. Viel mehr Probleme hab ich da mit den alten Silent Hills-DIE machen mich echt fettisch. Das ist für mich kein Spiel mehr…das sind kranke Phantasien in die ich weder eintauchen kann noch will
Hat jemand von euch eigentlich “Blue Stinger”, “Illbleed” oder “The Note” gespielt? Die waren allesamt recht ungewöhnlich und hatte nie richtigen Fame.
Erstmal einen Song für all die Angsthasen hier:
Ja, Blue Stinger habe ich angespielt. Eigentlich ist der Titel OK, aber da jeder erledigte Gegner Unmengen an Goldmünzen um sich schmeisst, denke ich eher an Super Mario oder Sonic als an alles andere
Die Musik- und Soundkulisse in Horrorspielen ist meist der Hauptgrund für angenehmes Unwohlbefinden. Die tiefen Bassteppiche in Condemned oder die verstörenden Industrialklänge in den Silent Hill Spielen sind das Öl, welches die Flammen der Angst am Brennen hält.
Wer hat eigentlich Demon’s Souls gespielt? Der Tower of Latria ist einer der gruseligsten Orte in einem Action RPG. Auch das Ende der Valley Of Defilement Kampagne hinterlässt einen verstörten und von Grauen geprägten Nachgeschmack. In diesem Spiel wird Spannung unter anderem durch sehr authentische Umgebungsgeräusche erzeugt. Fackeln knistern, der Wind pfeifft durch die alten Gemäuer und in der Ferne hört man ein unheimliches Stöhnen oder den Klang rasselnder Ketten. Die Geräuschkulisse ist dabei so abwechslungsreich wie die 13 Hedgehogs Compilation von Melt Banana
@predo: Wenn Du PayPal nutzt ist Ebay eine gute Quelle. In UK werden die beiden Games quasi verramscht
Hier eher so:
Mehr später.
Der Höhepunkt meiner Videospielangst aber findet sich in exakt dieser Szene (3:03) :
“Herzrasen” wäre noch untertrieben.
@TrapKit:
Grade der Anfang von CoC ist fantastisch. Man hält sich ziemlich gut an die Lovecraft Formel… baut ganz langsam Atmosphäre auf, kippt sie an dem Punkt an dem man fast beginnt sich zu langweilen und inszeniert dann die vielleicht intensivste Fluchtszene überhaupt.
Im Mittelteil fällt es leider stark ab, bis hin zu 1-2 wirklich unfassbar schlechten Levels die wie eine Langweiler-Interpretation von Half-Life 1 wirken, sprich in grauen Fabrikarealen graue Maschinen in Gang bringen. Der Dialog- und Exploration-Teil wird leider auch zunehmend der Ballerei geopfert. Das letzte Drittel hat dann noch mal einige wirklich starke Momente, die ich so noch nicht wieder gesehen habe, bis es auch hier wieder öde Gänge, unklare Levelstrukturen und zu viel Blei gibt.
Das große Problem des Spiels sind dass ist der fehlende Feinschliff. Tonnenweise tolle Ideen treffen auf tonnenweise Bugs, bis hin zum Showstopper. Eine Tür müsste sich öffnen die verschlossen bleibt, ein Sprung gelingen der vor einer unsichtbaren Wand endet etc. Mit viel Glück funktioniert der dritte Levelneustart, falls dein Auto-Savegame nicht auch noch korrupt ist.
Stealth, Springen, Schießen… alles ist nicht präzise genug. Nicht selten ist absolut unklar wo man hin muss oder was man zu tun hat. Da kann die Atmosphäre noch so gut und das Insanity-System noch so aggressiv sein, irgendwann kippt Grusel in Ärger und man macht entnervt die Kiste aus. Ich habe damals die PC-Version gespielt, ich weiß nicht ob die Xbox-Version sich besser schlägt.
Ich muss für mich sagen, es hat sich gelohnt. Kann aber auch jeden verstehen der das Spiel nicht lange durchgehalten hat und würde es keinesfalls uneingeschränkt empfehlen.
http://youtu.be/K01aMe09_Rw?t=1m
Dieser Moment hat mich in jungen Jahren schwer getroffen. Kühlschränke waren die nächsten Wochen wirklich problematisch.
@Tonez: Blue Stinger, check… das Spiel war großer Mist. Illbleed war lustig, aber ebenfalls superscheiße zu spielen (habe mich da durchgequält). Warum hat hier eigentlich niemand D bzw. D2 erwähnt? Letzteres hatte ne’ Tentakelrape-Szene (und auch ansonsten war’s ordentlich abgefuckt)!!
Oh, und wo wir gerade bei “horror through abbgefuckedness” sind:
Harvester ist… krank.
Ebenfalls durchwegs unheimlich empfand ich Darkseed (die Babypuppe!) und Shadow of the Comet (der ganze langsame Anfang und dann geht’s Schlag auf Schlag). Letzteres das BESTE was es in digitaler Form zum Thema Lovecraft zu zocken gibt – ganz, ganz eigenartige Atmosphäre.
“I have no mouth and I must scream” ist auch ziemlich verstörend irgendwie.
Es muss also nicht wirklich FPS oder 3PS sein um zu gruseln, und es ist auch nicht minder unangenehm oder weniger involviert.
Aule, haben wir beide uns nicht mal vor Jahren hier bereits über Harvester unterhalten? Es bleibt für mich jedenfalls DAS weirdo-Spiel vor dem Herren, an manchen Stellen unglaublich creepy bis krank an anderen ganz einfach behämmert – und dann erst das Cyberspace-Ende… Die wilden 90er, Alter!
Darkseed hat mich übrigens auch fertig gemacht. Als ich noch jünger war machte mich überhaupt alles mit Giger drin “uneasy”.
harvester ist nicht gruselig…harvester ist einfach nur krank…90er man! (erinnert mich an diese lustigen bei windows mitgelieferten point-and-klick adventures…auch mit echten schauspielern…man waren das noch zeiten
).
hab am wochenende bioshock 2 durchgespielt…auf meinem neuem vaiolaptop (hab auch nur 2 stunden gebraucht um diese verfickte windowslivegamesonlyscheiße zu installieren)…hast recht gehabt tonez, ist steil das spiel…auch wenn ich die grafik runterregeln musste, da die so unglaublich bunt/flimmerig/schimmerig/blinkend…etc. war.
um nun einen konnex zum thema hinzubekommen: bioshock 1 wurde auch als geistiger nachfolger von system shock verkauft…aber dieses gefühl des alleineseins hat nicht wirklich wieder funktioniert…und das ende des zweiten teils (je nachdem welches man hat) ist einfach nur traurig.
bzw. trauer im sinne von stimmung die es hervorruft. also nicht traurig im sinn von scheiße.
was kaufberatung angeht:
demnächst werden thief 3, condemned, und dead space geordert…man ich werd nachm examen nur daddeln glaub ich.
Ich hatte meinerzeit nach dem Examen ca. ein halbes Jahr bis zum Referendariat – diese Monate füllte ich nur mit ZOCKAGE! Grrargh! Good times!
Aufpassen, Männer: Ab heute gibt’s “Call of Cthulhu: Dark Corners of Earth” bei Steam im Rahmen der Quakecon-Aktion günstig für 7,49€. Wer sich gruseln will sollte zugreifen! TONI SEZ: NEUROBILOGICAL OVERLOAD ENGAGE!
(Und den ersten “Commander Keen”-Teil gibt’s für 3 Öcken. Just putting it out there!)
http://www.gog.com/en/gamecard/realms_of_the_haunting
6 sehr gut investierte Dollar.
Aber hallo! War ein extrem gruseliges Spiel – und geiler 90er-Schauspielshizzle in den Zwischensequenzen (allerdings deutlich besser als das, was man sonst vorgesetzt bekam).
Neeeee, Realms Of The Haunting kann man sich heute echt nicht mehr ernsthaft ziehen! Ich fand das damals schon zu weird und übermäßig kompliziert. Manche Rätsel waren einfach nur unfair und die Grafik löste bei mir schlimme Motion Sickness aus…
Dann lieber Call Of Cthulhu!
Ph’nglui mglw’nafh Cthulhu R’lyeh wgah’nagl fhtagn!
Es ist jedenfalls kein Spiel, das man ohne Gamesfaqs spielen sollte, doch ich fand die Kämpfe geil-o und die Stimmung absolut steil-o. Und gerade unsere jüngeren Leser (häufig Autoren von diesen Contentschleudern, die hier heimlich mitlesen und anonym bleiben möchten) wünschen sich häufig Tips zu älteren Spielen. Hört auf Aule, Kids, der weiß bescheid!
Übrigens hätte ich, lieber Trap Kit, den Tip des Gee-Admins angenommen und mich beim Maniac-Forum angemeldet (jaha, ich habe spioniert). Ich habe zwar keinen einzigen Post dort geschrieben, aber wenn du Leute suchst, die richtig – und ich meine RICHTIG richtig – Ahnung (geradezu einschüchternd Ahnung) von Zockage haben, wirst du sie dort finden.
Realms war an sich schon schön unheimlich und die Schauplätze waren auch richtig toll gemacht. Ich fand es aber damals schon scheisse ein Spiel mit ner Lösung auffem Schoß durchspielen zu müssen. Ich bin irgendwie bis zu einem Level mit einem großen Brunnen gekommen. Da war Sense und ich hatte keine Ahnung wie es weitergehen sollte…
Naja, damals ging man die Spieleentwicklung eben noch etwas leichtfüssiger an.
Das alte Maniac Forum strotzt tatsächlich nur so vor geballtem Wissen, ich weiss! Mit fast 30 Jahren Spieleerfahrung wäre ich bei den Maniacs sogar recht gut aufgehoben, allerdings herrscht dort auch ein ziemlich rauher Ton der mir nicht so zusagt (hab mich da mal eingelesen).
Letzten Endes habe ich aber meinen hipsterfreien Special Place schon lange gefunden
Hier finde ich es übrigens auch sehr schön Dude(s)!
Sehr gut!
Übrigens weiß ich genau, welches Level du meinst, denn da hing ich auch fest. Ist bei GOG nicht sogar ein Screenshot davon zu sehen?
Da mir beim Anblick des Sceenshots das Gesicht eingeschlafen ist meine ich: JA!
Kennt Ihr schon den Shizzle?
Ja, es ist stumpf, aber ich finde es *hust* steilongo! “Kung Fu Hustle In The Hostel of the Dead”
Dieser over the top Shit ist zwar grenzdebil, aber immernoch besser als die Crytec Ritterklopperei. Wenn ich Geld zum Verbrennen hätte würde ich jetzt “Kinect me to the Nightmares!” rufen.
Meine erste Begegnung mit einem Horrorspiel war “Elvira 2 – The Jaws of Cerberus”. Und mein zähneklapperndes Durchschleichen dunkler Nächte des viktorianischen Londons in “Waxworks” werde ich auch nie vergessen.
Mir hat der erste “Elvira”-Teil das Mark aus den Knochen gegruselt. Ich spielte ihn in Sarajevo während der Kriegszeit – es gab nur gelegentlich Strom und mein Vater musste dann den Rechner verwenden, weil er für eine Hilfsorganisation Aushilfe leistete. Nun, ich kam an den rationalisierten Tagen recht kurz dran, meistens hatte ich eine halbe Stunde Zeit zu zocken, eine ganze Stunde, wenn ich richtig Glück hatte! Ich spielte Elvira damals also immer nur kurz an, kam nicht richtig rein, starb und sah die GRAUSIGEN Todesdarstellungen. DAS HAT MICH DERMAßEN ABGEFUCKT!
Ich bin damals meinen Eltern ziemlich auf die Nerven mit meinem Gemecker gegangen: “Ich hab’ Angst, weil ich dieses Spiel gespielt habe!” Dabei wurde vor dem Wohnblock geschossen und Granaten schlugen ein, haha! Elvira fand ich halt beeindruckender!
Eltern: “Selber schuld wenn du immer so was spielst und liest!” (Mit “lesen” meinten sie italienische Horrorcomics á la Dylan Dog). Hach, dieses laissez-faire meiner Eltern hat mich zu dem gemacht, der ich heute bin!
P.S. Los, OGs, gimme two more! Fuffies im Blog!
Um mal etwas terminologische Erbsenzählerei ins Spiel zu bringen: Kann es sein, dass wir ein wenig vom ursprünglichen Thema abgekommen sind? Mir kommt es nämlich so vor, als ob der Terminus “Survival Horror” hier schleichend um das “Survival” erleichtert wurde.
Nicht, dass es mich stört. Just sayin’.
Rückblickend war Resident Evil wohl mein erstes “richtiges” Horrorspiel. Und dabei handelte es sich nicht um die Sissy-Version mit den geschnittenen, schwarz-weißen Zwischenfilmchen, oh nein. Die Sauce war rot, Digger! Gezeigt hat mir das Spiel mein Cousin, da ich selbst zur damaligen Zeit 13 oder 14 Jahre alt und somit eigentlich viel zu jung für das Spiel war. Das heißt, zumindest vom Jugendschutzstandpunkt aus betrachtet.
Damals hatte ich bereits einige Medien konsumiert, die unter dem Label “Horror” geführt wurden – Filme wie Alien oder Stephen Kings Es – doch ließen die mich völlig kalt. Das lag mitunter daran, dass mich Gore in (fiktiven) Medienerzeugnissen ganz allgemein ziemlich kalt lässt. Schon als Jungspund war mir bewusst, dass das Gezeigte nicht echt war, womit es seinen Schrecken verlor. Und obwohl ich emotional durchaus in der Lage war, mich in einen Charakter hineinzufühlen, übertrug sich sein Grauen niemals auf mich selbst.
Ganz anders bei Resi. Die Wahl des Mediums (Videospiel) eliminierte die Passivität, die wohl ein weiterer Grund dafür war, dass ich mich nicht gruseln konnte. Als purer Rezipient ist es irgendwie so, als ob stets eine Barriere zwischen mir und dem Geschehenen besteht – weshalb sollte ich mich gruseln, wenn all diese furchtbaren Dinge jemand anderem passieren, der nicht mal existiert? Videospiele bringen da eine gewisse Unmittelbarkeit rein – schließlich bin ich die Spielfigur.
Resi also. Zum ersten mal in meinem jungen Leben hat mir Fiktion das Fürchten gelehrt. Neben den offensichtlichen Schrecksekunden (Zombie im Wandschrank, durchs Fenster springende Zombiehunde, etc.), habe ich mich besonders vor dem gefürchtet, was gerade nicht zu sehen war.
Ich glaube, das zieht sich auch so ein bisschen durch meine Liste. Mir scheint, als ob eher physischer Horror die Kommentare hier ziemlich dominiert.
Silent Hill (stellvetretend für die Teile 1-4)
Doom 3
Penumbra (stellvertretend für Black Plague und Overture)
Amnesia: The Dark Descent
Resident Evil (stellvetretend für die Teile 1-3)
Positive Erwähnungen gehen raus an Condemned, Alien vs. Predator 2 (Marine Campaign) und die Untergrundsektionen im ersten STALKER.
Btw, habe ich das nur überlesen oder hat hier wirklich noch niemand Phantasmagoria erwähnt? Habe das persönlich nie gespielt, höre aber oft, dass es ziemlich dope sein soll.
Du hast sicherlich Recht: Die Kommentare sind vom Genre zum Überbegriff des Schreckens in Spielen gewandert, was aber ja nicht schlimm ist. Übrigens weiß ich, Resi bei einer PS1-Demonstration gesehen und als unglaublich brutal empfunden zu haben (auch das Splatter-Video trug dazu bei) – ich war für diesen körperlichen Schrecken schon immer sehr empfänglich! :O
An Phantasmagoria erinnere ich mich kaum (was nichts zu bedeuten hat). Nur zwei Sachen fallen mir ein:
1. Das Spiel kam auf ca. 27 CD-ROMs.
2. Der zweite Teil hatte eine Unga-Bunga-Szene mit Schauspielern und Boobz. Schlabber!
Um mal wieder den Survival Aspect zurück in den Raum zu werfen nenne ich mal ein Spiel der weniger brutalen-, jedoch ziemlich gruseligen Art in den Hexenkessel:
Echo Night Beyond (PS2)
Das Abenteuer eines Astronauten, der mutterseelenallein auf einer verlassenen Mondstation nach seiner Frau sucht. Die Technik war toll! Es gab Schattenspiele in Echtzeit. Gegen die vielen Geistererscheinungen konnte man sich nicht wirklich wehren. Manchmal half nur die Flucht… Manche der verlorenen Seelen verlangten “Erinnerungsstücke” aus ihrem vorangegangenen Leben um endlich Ruhe zu finden. Mir hat das Spiel großen Spaß bereitet, auch ohne Splatter und Gewalt.
Ahhh, it’s the Moonlight Sonata!
Kenne ich – leider! – nur aus Rezensionen und Kommentaren. Hört sich eigentlich cool an.
Shit, warum kann man seinen Hirnschluckauf nicht editieren…
I am with RaZe, der unsichtbare Horror ist der schlimme Horror (und unsichtbarer Horror der durch motion tracker hörbar aber nicht sichtbar gemacht wird). Bzw. der Moment in dem das was man die ganze Zeit erwartet dann ENDLICH passiert… auf so billig Tricks wie Zombie durch Fenster falle ich jedes Mal rein (übel war in dem Zusammenhang Dino Crisis, wo die Viecher erstmals auch durch Türen konnten, aber megagut der erste encounter mit dem T-Rex).
Ansonsten sind es selten die Monster die wirklich gruselig sind, sondern eher der Fakt das man sich nicht vernünftig wehren kann. Diverse 16 Bit Spielchen bieten üble Biomatschmutationen direkt aus der Urotsukidoji-18er Abteilung – aber da wir mit fetter Hightechausrüstung, Spreadshot und oft unbegrenzter Munition unterwegens sind macht uns das nichts oder nur wenig aus. Oder hat sich jemand bei den Gigergatsch-Levels in Contra gegruselt?
Für mich hebelt Survival Horror leider das aus, was mir an Spielen Spaß macht… das sinnbefreite Empowerment um richtig Arsch zu treten. Ich mag die Limitierung durch Munition, Lebensenergie usw. nicht – absurd dabei ist, das ich einen Metal Slug Run mit nur einem Leben versuche aber Survival Horror wo es genau darum geht, macht mir keinen Spaß… ist eigenartig.
Könnte eventuell an der stets mangelhaften und zu ungenauen Steuerung liegen die nie präzises Spielen ermöglicht und gerade in älteren Vertetern auf mich immer den Eindruck eines zusätzlichen Klotzes am Spielerbein machte. Die Resis dieser Welt haben mich jedenfalls wahnsinnig gemacht. Und auch ein Resi 4, wenngleich schon besser als die ganz alten Teile, war immernoch irgendwie Klump im Vergleich zu bspw. der Eleganz eines Vanquish
Insofern grusel’ ich mich wirklich lieber bei Adventures oder Rollenspiel-artigen, da wo die Steuerung und Limitationen nicht so ins Gewicht fallen, der Rest aber mehr oder weniger identisch bleibt.
Richtig Survival Horror Spiele gucke ich lieber als Let’s Play – zum Spielen sind mir die einfach zu anstrengend und gehen so gar nicht mit meiner “shoot first, ask questions later”-Einstellung klar.
Oh, und Phantasmagoria war crap. Afair gab es schon im ersten Teil irgendwas mit Sex, der zweite hatte allerdings eine Vergewaltigungsszene.
Wenigstens der gore-Gehalt stimmte:
Aule, dein Kommentar zum Thema Empowerment ist wichtig: In SH-Spielen ist man ja nicht schwach, weil die Gegner in so einer Übermacht gegenüberstehen, sondern weil man ganz einfach die Mittel zum Überleben in Tröpfchenmengen zur Verfügung gestellt bekommt -> Survival. Ich mag das ja!
Und ja, die Steuerung ist in der Regel GRAUENVOLL, durchs gesamte Genre hindurch. Ich gehe davon aus, dass es zum Teil beabsichtig sein muss, denn häufig (bei Dead Space oder Bioforge) korreliert die Kacksteuerung mit einer Bemühung die Bewegungen besonders lebensecht und beschwerlich zu simulieren, wo wir wieder beim Thema der Verweigerung von Lebensnotwendigem wären, haha!
survival ist immer so eine sache…wenn ich z.B. auf ein militärraumschiff untersuchen soll, aufm schiff aber kaum munition finde, ist das schon seltsam.
richtig guter horror kommt auch dann zum tragen, wenn man waffen und munition hat, sich aber trotzdem in die hosen scheißt…bis jetzt gaben mir aber knarren immer ein seltsames gefühl von sicherheit…komisch sowas.
Kacksteuerung bei Dead Space? Die ist doch eigentlich recht gängig, jedenfalls im direkten Vergleich zur “Tank” Steuerung eines Resident Evil.
In zwei Silent Hill Episoden ist man den durchgepeitschten Gegnern auch eher schutzlos ausgeliefert, nämlich in Teil 3 und 4. Heather findet im dritten Teil einfach zu wenig Munition und nimmt daher lieber die Beine in die Hand und in “The Room” gibt es diese Migräne verursachenden Schwebegeister, gegen die kein Kraut gewachsen ist. Diese fliegenden Kadaver konnte man nur kurzzeitig außer Gefecht setzen oder mit einem rostigen Schwert am Boden festnageln. Aus diesem Grund hat mir dieser Gegnertyp immer große Angst eingejagt. Verstärkt wurde die Angst noch durch die genialen Bildstörungen und Rumbleeffekte, welche die Anwesenheit dieser Wesen begleiteten.
Survival Horror Spiele waren früher immer heiß begehrte Titel für gemeinsame “Dude Zockabende”. Es machte unheimlichen Spass dem spielenden Freund bei seinem Überlebenskampf über die Schulter zu schauen. Vor allem das unheimlich schwere Hunk Bonusspiel in Resident Evil 2 brachte Stimmung in die verrauchte Bude. Nicht selten löste Hunk Reaktionen bei den Zuschauern aus, wie man sie sonst eher von Übertragungen eines Fußball WM Endspiels kennt.
Das gemeinsame Zuscheuen bei Metal Gear Solid und den Resident Evil Games war stets eine beliebte Alternative zum sonstigen Hot Seat Gefetze bei diversen Brawlern, Action- oder Sportspielen.
Zählt eigentlich das Space Hulk Game auch zum Survival Horror Genre? Ich spiele das hin und wieder ganz gerne auf meiner Playstation, weil mir der Dude für das im Schrank stehende Tabletop fehlt. Angst löst der aussichtslose Kampf der Space Marines in den dunklen Korridoren der Raumschiffe zwar nicht aus, aber hochspannend finde ich das allemal! Beim “echten” Space Hulk, also der Tabletop Variante, kommen einige Elemente der virtuellen Survival Horrorwelt meiner Meinung nach richtig gut zur Geltung. Wenn man sich ein wenig gehen lässt und in das Spiel eintaucht, verspürt man fast genauso hektische Panik und Beklemmung wie in so manchem Videogame. Voraussetzung hierfür ist allerdings die Verwendung der Sanduhr (Die Space Marines haben pro Zug lediglich 3 Minuten Zeit) und das ausnahmslose Beherrschen des Regelwerks auf beiden Seiten. Ansonsten gerät die Partie überhaupt nicht ins Rollen und jegliche Spannung wird somit im Keim erstickt.
Bei der Steuerung von “Dead Space” empfinde ich stets eine gewisse Verzögerung zwischen meinem Input und Isaacs Reaktion – das ist besonders beim Nachladen in Stresssituationen hart, denn der Nachladebefehl wird nur wahrgenommen, wenn man gerade nicht zielt. Allerdings ist das Spiel nicht fix genug, um einen nachladen zu lassen, wenn man nur kurz die RMT loslässt, R drückt und sofort wieder zielt. Der Dude lädt wirklich nur nach, wenn er die Waffe zum Boden gesenkt hat! Das macht mich ganz schön fertig, wenn gerade fünf Monster über mich herfallen! :O
(Gamestar-Tonez sagt also: BUTTERWEICHE STEUERUNG GEHT ANDERS!)
Space Hulk? Aule, this one’s yours!
Ach ja, Du spielst das Ding am PC. Das erklärt natürlich einiges. Mit dem Pad lässt sich Isaac wirklich wunderbar durch die Ishimura manövrieren. Das taktische Nachladen ist natürlich das A und O für das erfolgreiche Überleben. Die trägen Bewegungen sollen wohl den schweren Kampfanzug simulieren. Es dauert eine Weile bis man dieses “störende” Element beim Spielen berücksichtigt.
Aber auf der anderen Seite wird es Dir auch gefallen, dass die Entwickler das bewährte Konzept nochmal mit frischen Ideen und guten Designentscheidungen verfeinert haben.
Teil 2 bringt übrigens einen noch größeren Shitload an Stresssituationen mit sich. Du wirst Dir die Haare raufen!
Ich zittere vorfreudig!
Space Hulk hat auf jeden Fall eine Survival Horror Komponente – ist ja nichts anderes als die suspense von Aliens auf 40K und Brettspiel umgemünzt. Durch die taktische Komponente ist es natürlich noch ein Stück weit anders als das übliche SurvHor-Spiel. Atmosphärisch geht aber kaum was über eine zünftige Runde Space Hulk.
Ich empfehle übrigens das hier:
http://www.teardown.se/alienassault.html
In der aktuellen Version leider ohne Space Hulk-Anleihen mehr, weil GW ein Haufen dummer Huren sind… aber im Netz finden sich noch ältere Versionen.
Ach so, wer übrigens keinen Bock auf Minis und viel Geld ausgeben hat:
http://www.brueckenkopf-online.com/?p=12745
Ich habe da mal was zu diesem netten Spielchen namens “INCURSION” geschrieben (und mich sogar mit Jim Bailey, dem Chef des Ganzen unterhalten
)
D und enthält einiges an Shitshitshitshit-Momenten. Klar von F.E.A.R insziniert aber z.T. wesentlich clevere Huibuh-Momente.
Es gibt diverse Let’s Plays and Spielszenen Videos bei Youtube, aber die sind leider alle sehr spoiler-lastig.
Aber wie wär’s mit dem Half Life 2 Mod Nightmare House 2?
(es gibt auch diverse Spielszenen und Let’s Plays aber leider alle etwas spoilerlastig, daher nur der Trailer)
Klar inspiriert von F.E.A.R. liefer NM2 auch vor allem HuiBuh und shitshitshit-Momente, z.T. aber wesentlich cleverer inszeniert.
@alphabro: hab ich oben schon erwähnt, die mod ist eigentlich schon ziemlich steilgeil. vor allem teilwesie auch von fear und condemned inspiriert (ich sach nur puppen
).
wie fandest du den ersten teil? der war auch schon ziemlich fies
Mensch Aule, Du bist wohl auch ein begeisterter Tabletop Spieler? Incursion sieht interessant aus. Wenn ich doch blos einen Freund für spannende Tischgefechte zur Hand hätte!
Meine Space Hulk Neuauflage liegt daher noch immer unangetastet im Schrank…
Das ist ein altbekanntes shodannews-Problem: Jeder hat Tabletop-Spiele und Rollenspiel-Regelwerke im Haus, aber keiner die Dudes zum Spielen.
Die Welt ist eine Wüste!
@TrapKit: Meine Space Hulk Neuauflage habe ich für -ichtraueesmichnichtzuschreiben- knapp 1000€ professionell bemalen lassen… und nicht einmal gezockt, und das ist leider kein Witz.
Generell habe ich Unmengen an Tabletop-Krempel rumliegen, noch viel altes 40K Zeug (2. Edition) und Warmachine sowie Infinity (natürlich Aleph und Yu-Jing, um beim Cyberpunk/Anime/Japan-Zeugs zu bleiben).
Liebäugele mit Heavy Gear, den Anime-esquen Flotten aus Firestorm Armada, habe Super Dungeon Explore schon fest auf dem Einkaufszettel und versuche mir noch Street Fighter Heroclix schlecht zu reden… mein Geldbeutel weiß von all diesen Dingen noch gar nichts :/
Lange Rede, kurzer Sinn… ich mag Tabletop sehr, weniger das Basteln, mehr das Bemalen… bin aktuell aber in einem totalen Motivationstief und hätte eigentlich Dudes zum Zocken da. Aber ne’ DVD oder aktuell Super Robot Wars auf dem GBA bringen schnell und stressfrei in etwas dasselbe. Nun ja, wenn der Winter wieder kommt…
Was die Freunde zum Spielen angeht, tarne es als Brettspielabend, und nach einer Runde Risiko droppst Du HeroQuest… wenn die Leute nur ansatzweise für die Minis zu begeistern sind = smooth sailing from there. Falls Du niemanden kennen solltest, in fast jeder Gegend gibt es Läden wo man Mitspieler finden kann.
Spielerzentrale.de dürfte auch sehr hilfreich sein. Und die Hamburger Tactica kann ich empfehlen – wenn Du da Space Hulk “hostest” kannste das ein ganzes WE gegen neue Gegner spielen. Viele davon wahrscheinlich sehr gut.
Anderer Rechner, Daten nicht drin… Anon bin ich
Alter, 1000Euro! Hast Du irgendwo Bilder von der Truppe? Ich habe (für kurze Zeit) mal selber gemalt. Die ersten Genestealer sahen gar nicht so schlecht aus. Wenn man sich nicht allzu dumm anstellt, kann man durch das Inken und Drybrushen ne Menge wieder ausbügeln. Als Vater von zwei Kindern fehlte mir allerdings die Zeit um meine Skills zu vertiefen. Dann lieber abends ein Stünchen Daddeln. Leider gibt es heute einfach keine guten Rundenstrategietitel in der Art eines Jagged Alliance, Incubation oder Silent Storm mehr…
Hey, ich bin ein Landei! Hier halten die Leute Space Hulk für ne Comic Figur und Warhammer 40K für nen Werkzeughersteller!
Das mit dem Brettspielabend habe ich auch schon versucht. Allerdings habe ich meine “Gegner” wohl immer zu hart rangenommen. Irgendwann wollte keiner mehr mit mir spielen. Und ehrlich, jemanden gewinnen lassen oder absichtlich schwach spielen macht noch weniger Spass, als sich die schonen Minis “nur” hin und wieder mal anzuschauen
Ich werde mir die Spielerzentrale mal ansehen. Gibt es in Deutschland eigentlich Händler die Incursion im Angebot haben?
Sorry Tonez für den massiven Off Topic!
Bilder: http://sigur.tabletopgeeks.com/space-hulk/
Wenn Du Kinder hast, ist es doch prima… da kannst Du Dir doch deine Mitspieler ranerziehen
Rundestrategie, dude… zocke FROZEN SYNAPSE. Das ist BESTE! Wenn gleich auch etwas anders.
Landei ist keine Ausrede, als ich aufgewachsen bin hatte unser Dorf 1200 Seelen
Außerdem, dann habt ihr viel Platz – lade die Stadtkinder ein
Nun ja… wenn Du längerfristig was von deinen Gegnern haben willst, dann solltest Du nicht gleich den Pwnage-Hammer rausholen, musste ich auch erst lernen. manchmal ist ein bisschen “Narrative-gaming” und Zurückhaltung mehr wert als allen zu zeigen was für ein bärtiger Powergamer Du bist
Alternativ, greife deinen Gegnern unter die Arme wenn Du merkst sie sind überfordert. Allerdings braucht es schon ein bestimmten Typ Mensch um wirklich voll einzusteigen – da könntest Du geographisch Pech haben.
Battlefield-Berlin haben Incursion und mehr: http://www.shop.battlefield-berlin.de/
Sind allerdings auch die teuersten Vertreter in ganz Germanien, haben dafür aber wirklich fast jeden Scheiß.
Trap, du musst dich für nichts entschuldigen: Nerd Stuff ist in jeder Kommentarleiste willkommen.
Ich will schon seit Ewigkeiten mal wieder in einen Laden in meiner Nähe zum Battletech-Spielen (mein Gift) gehen, schiebe es jedoch immer wieder auf. Irgendwann muss ich ran. In diesem Schuljahr war ich zum ersten Mal vollwertiger Klassenlehrer und meine Klasse war voller 40K-Spieler (es war Erwachsenenbildung, was bedeutet, das die jüngsten Schüler in den mittleren Zwanzigern waren) – von denen habe ich immer noch ein paar ausstehende Einladungen zu Zockabenden, was eventuell einen 40K-Einstieg bilden wird. Mal schauen.
Aule, die bemalten Figuren sehen supergut aus (sagte selbst meine Verlobte, die mit Tabletop nichts zu tun hat, aber bei meiner Sichtung kurz vorbeigelaufen ist)! Ich frage mich mit welchen Mitteln da gearbeitet wird, damit die Details so fein werden. 1000€ sind zwar viel aber Geld ist für die guten Sachen im Leben da, haha!
Frozen Synapse muss ich mir irgendwann reinziehen. So ziemlich jeder, dessen Meinung ich achte ist davon hellauf begeistert! Trap: Hast du die russischen King’s Bounty-Neuauflagen gespielt. Das ist pure Rundenstrategiegoodness! Es herrscht hier Uneinigkeit, ob Disciples 2 oder diese Spiele besser sind, doch antesten solltest du sie, glaube ich.
Heavy Gear is the new Battletech
Beim aktuellen 40K haste nicht viel verpasst… irgendwann kommt man dahinter das die Regeln auf massiven Verkauf von Figuren ausgelegt sind, und dann macht es keinen Spaß mehr (bzw. man merkt das bestimmte Formationen einfach nicht ohne entsprechenden backup funktionieren – unter 250€ für eine Startarmee braucht man IMO nicht anfangen). Warmachine und Infinity kann man mit 60€ Einsatz durchaus sehr lange spielen. Bei Warmachine tauscht man für 6-10€ den Warcaster (sozusagen der Armee-Führer) aus und schon spielt sich das alles ein bisschen anders. Also wenn ich was spielbares und relativ Geldbeutel-schonendes empfehlen sollte – dann def. Warmachine.
Der Typ verdünnt Farbe, und nimmt ‘nen feinen Pinsel (0 bis 000), der Rest sind washes und Airbrush. Alles andere ist Können / Gefühl / Geduld.
Was Frozen Synapse angeht, es ist praktisch Tabletop in Computerform. Das einzig was fehlt sind Höhenunterschiede innerhalb der Level (soweit ich bisher weiß) – “higher ground to gain the advantage” ist nicht drin. Es ist ansonsten ein kniffelig-geiles Spielchen. Und der Soundtrack ist ebenfalls absoluter Hammer! Teilt euch doch eine Doppellizenz?
Ich habe eben “Infinity” und “Warmachine” gegoogelt und muss sagen, dass beides sehr geil aussieht, insb. “Warmachine” (alleine schon der coole Name, haha!). Dass Heavy Gear das neue Battletech ist, weiß ich – Battletech soll sich ja seit der Abgabe durch FASA auf dem absteigenden Ast befinden.
Infinity hat die krassesten Metal-Miniaturen die der markt derzeit hergibt. Style-technisch absolute Sahne… und was noch wichtig ist, das Spiel dazu ist ebenfalls die unangefochtene Tabletopspitze. Gibt derzeit kein besseres Tabletop-System am Markt. Leider ist das aber auch das große Problem, es ist kompliziert zu spielen und benötigt weitaus mehr Gelände als bspw. 40K.
Klick dich mal durch: http://www.infinitythegame.com/
Warmachine hingegen spielt sich fix (kleine Spiele so 30min-1h) und heftig (schmeißen, prügeln, hacken… und das alles als klotzige Warjack-Dampfmaschine), sieht man ja schon an den Modelle das es da eher derb zur Sache geht. Macht mir großen Spaß und kommt mit relativ wenigen Modellen aus (wie Infinity übrigens auch). Es gibt übrigens auch noch eine richtige “dark fantasy”-Variante von Warmachine, gänzlich ohne Maschinenkrieger – nennt sich Hordes und hat ebenfalls viel ruppigen Charme zu bieten. Beide Spielen lassen sich übrigens kombinieren und gegeneinander spielen.
http://privateerpress.com/.
Übrigens, Ulisses Spiele bietet für beide Quickstartregeln zum Download an, also falls Du oder TrapKit mal reinlesen wollt.
Nachtrag zu Battletech: Afaik kam oder kommt zu Battletech das 25th Anniversary Boxset, also wenn Du nochmal einsteigen willst – jetzt wäre kein so verkehrter Zeitpunkt.
wär ich eine frau würd ich sagen : männer und ihre spielzeuge.
da ich mir aber wahrscheinlich meine ersten gehälter in dvds und evtl. bioshock special edition verblasen werde, sollte ich wohl doch besser ruhig sein…
daher: weitermachen
Waaaaaaaah!!!! Jungens, zum Glück habe ich gerade Urlaub. Woher sonst sollte ich jetzt die Zeit finden um mich über all die steilen Sachen zu informieren
Aufgrund meines unwissenden und “spießigen” Umfelds habe ich nicht so einen großen Tabletop Backround. Ich habe mal angefangen ein wenig 40K Zeug anzusammeln und die komplette Space Hulk Serie mit all ihren Erweiterungen, dem Campaigns Buch sowie etliche Metall Miniaturen (Patriarch, Genestealer Hybrids, Space Marines mit allerlei schwerem Geschütz) zu kaufen. Da das Zeug aber einfach nur im Schrank rumflog habe ich vieles wieder verkauft. Zum Glück für gutes Geld! Ich bevorzuge übrigens kleine Komplettsysteme wie eben Space Hulk, Starquest oder dieses Doom Boardgame, weil ich die Geldschneiderei der verfluchten GW Kapitalisten aufs tiefste verachte. Incursion ist daher ein heißer Kandidat zum “wieder mal schwach werden”
Die Minis sind fantastisch bemalt! 1000 Euro sind viel Geld, aber die Stunden verfliegen beim Bemalen wie im Flug. Ich habe für jeweils fünf Miniaturen locker 8 Stunden Zeit benötigt. Dabei waren die nichtmal ansatzweise so toll bemalt wie Aules edlen Space Marines! Mehr als Grundfarben, kleine Details wie Zähne, Augen und Totenköpfe mit abschliessendem Inken und Drybrushen war bei mir nicht drin. Ich war allerdings überrascht, wie gut meine ersten Ergebnisse geworden sind. Der pure Wille versetzt eben Berge!
Jetzt, wo Aule hier offizielles Mitglied ist, wäre doch ein großer Tabletop Bericht mal ne feine Sache. Ehrlich, ihr habt mich mit all dem gedroppten Hot Shit voll an den Eiern gepackt! Ich muss jetzt schnell weg und große Internetrecherchen durchführen…
Dann noch mal von mir ein paar Worte:
Ich bin kein großer Fan von Survival Horror bzw. nicht mehr (weich geworden?). RESIDENT EVIL (Remake) und ETERNAL DARKNESS für GameCube waren teils echt gut, aber sich zwingen zu müssen, solche Spiele (im Dunkeln) zu spielen, kann auch nicht richtig sein. In den Comments schon angesprochen wurde, dass viele Spiele ihr Potential untergraben. Sei es durch gigantisches Waffenarsenal oder durch Spieldesign, bei Eternal Darkness eben das Blinken der anvisierten Trefferzonen eines Gegners und generell das nicht ganz zu Ende gedachte Sanity-System. Beim atmosphärischen Penumbra (nicht durchgespielt) labert – minor spoiler – bald auch ein Typ via Funkgerät, was das Isolationsgefühl beschädigt.
SHADOW OF THE COMET war echt ganz cool, hatte eine wunderschöne Pixelgrafik und ein interessantes Spielsystem (auch wenn die eingeblendeten weißen Linien, die Objekte anzeigen, die Immersion stören). Zum Ende wird’s leider wirr-abgehoben
, aber die Entfaltung des Grauens war ganz gut, soweit ich mich erinnere. Bei Eternal Darkness gab es auch ein paar Levels, die das im Ansatz gut hinbekamen. DEAD SPACE, mit dem ich bisher nicht warmwerde, versagt da ja völlig, weil es quasi sofort die Monster einführt.
PHANTASMAGORIA war echt Grütze. Hatte ich damals mit ‘nem Kumpel nur gekauft, weil’s eben Splatter in Spielfilmgrafik bot bzw. bieten sollte. Ein paar der nicht allzu zahlreichen blutigen Szenen kann man dann aber verpassen. Und auch wenn sich das jetzt abseitig anhört: Eine Vergewaltigung gab’s im ersten Teil auch schon quasi. Wayne.
1000 Euro für bemalte Space-Hulk-Figuren (noch nicht mal “richtiges” Tabletop) – Aulbath erklimmt ganz neue Nerdsphären
. Ich fing damals mit WH40K an, als es auf Deutsch erschien. Hab eine Orkarmee gehabt, weil ich da einen Großteil der Plastikminiaturen aus der Startbox nehmen konnte und haben nicht eine einzige Figur bemalt, harhar! Take this, Games Workshop Hobby! Warum sollte ich auch, Hero Quest und Co. haben wir doch auch so “pur” gespielt
. Die späteren WH40K-Regeleditionen ohne Ausrüstungskarten etc. waren dann eleganter, aber da hatten wir kaum noch gezockt (wie Toni meinte: Haufen Nerdkram am Start, aber keine Mitspieler). Und natürlich sind die Preise jenseits von Gut und Böse, aber mittlerweile gibt es ja wie oben erwähnt einige gute Alternativen.
Holmes, ich würde sagen, dass der Unterschied zwischen “Shadow of the Comet” und dem (früh Monster einführenden) “Dead Space” genau der von mir angesprochene Unterschied im angestrebten Angstbereich ist – gruseln, erschrecken usw…
Beim googeln stellte ich fest, dass sowohl “Shadow of the Comet” wie auch der semi-Nachfolger “Prisoner of Ice” direkt von Chaosium entwickelt worden waren – ich dachte, dass Chaosium nur Tabletops und Brettspiele machen. Selbst auf Fan-Seiten der Firma wird keins der beiden Spiele erwähnt. Weiß jemand diesbezüglich Genaueres? Infogrames hatten dann wohl gewisse Kontinuitäten zwischen den Erzählungen des ersten AITD und Shadow of the Comet eingeflochten. (Nachzulesen hier: http://en.wikipedia.org/wiki/Alone_in_the_Dark_%28video_game%29)
Ah ja, wer seine Lowecraft-Kicks noch nicht befriedigt hat: http://pr-if.org/play/anchorhead/
Okay, Dead Space ist sicher mehr, äh, Survival Terror wie damals Resident Evil 4. Trotzdem war ich überrascht, dass die Monster wirklich sofort angreifen. Danach folgt ein paar Sekunden tatsächlich einen hilflos-panische Flucht.
Hm, also direkt verifizieren lässt sich Chaosiums Teilnahme nicht an SotC und PoI (will ich spielen, wenn ich’s in die Finger bekomme – soll als Adventure aber nicht so doll sein):
MobyGames listet für die Credits lauter Franzosen (von Infogrames Europe), während Chaosium eine US-Firma ist. In der bei Wikipedia verlinkten inoffiziellen Historie findet sich auch nix. Fehlinfo, würde ich sagen.
Da hast du Recht – mehrere der SOC-Programmierer haben sogar an verschiedenen AITD-Teilen mitgearbeitet, ebenso der für Musik- und Sounddesign verantwortliche Dude (wie man an seiner Internetseite erkennen kann: http://pvachey.free.fr/) oder der Projektleiter Charpenet (den Namen kannte man tatsächlich in den 90ern). Man kann Wikipedia nicht trauen, Longa!
Beim Stöbern bin ich übrigens über Time Gate: A Knight’s Chase gestolpert, einem Titel der (unmittelbaren) prä-Resi-Ära, den ich immer noch aus einer der Gold Games-Compilations auf CD-Rom besitzen durfte. Ich fand ihn seinerzeit ganz gut, wenn auch natürlich weniger gruselig als action-abenteuerlich – siehe Text.
Erinnert sich jemand an den Namen eines weiteren solchen Titels: kam aus Frankreich und hatte ein einigermaßen originelles Fantasy-Setting mit verrückten Klingen zum Kämpfen. Dark Sun, Dark Night?
Schade das es mich gerade mit übler Rotze ans Bett fesselt… nur kurz zu Chaosium, afair haben Chaosium die Rechte an der Marke (Call of) Cthulhu – deshalb werden die so prominent erwähnt. Inwieweit sie in die Handlung involviert sind, vermag ich nicht zu sagen – denke aber das SotC und PoI was mit dem Chaosium Pen & Paper zu tun haben. Der Rest ist Infogrames, inkl. dreist abgepauster Schauspieler-Gesichter
Bei SotC gab es als “Dreingabe” übrigens noch das saucoole interaktive Lovecraft-Museum mit jeder Menge gepixelten Reliquien und Artefakten aus Äonen der Unendlichkeit.
Also bei Wikipedia und so hab ich nix gefunden, was auf Involvierung von Chaosium schließen lässt – ich glaub eher, Toni hat sich verlesen
. Chaosium waren IMO die ersten, die ein offizielles Rollenspiel zum Lovecraft’schen Mythos rausbrachten (1981) und in diesem Universum daher auch die Lücken füllten. Sicher haben dann Spiele auch auf diese Arbeit Bezug genommen.
Mir fällt Tonis gesuchter Titel nicht ein, da klingelt nix. Dark Sun ist ein etwas abgefahrenes AD&D-Setting mit Psionikern, Insektenmenschen und Wüsten; gab auch ein paar SSI-Rollenspiele dazu.
Wenn Toni Dark Earth meinte: Mann, war das gut.
Hoi! “Darkl Earth” war es und, ja, es war richtig cool (bestes Boobage-Artwork auf der Box, Schlabber! http://images.idgentertainment.de/images/idgwpgsgp/bdb/1820094/127×173.jpg). Es erschien 97, also post-Resi – war trotzdem kein Survival-Horror, sondern viel eher in the vein of Bioforge etc… Kalisto waren der Entwickler – die hatten doch auch “Nightmare Creatures” gemacht, bevor es dem Gaume vor Gericht an den Kragen ging.
Holmes, schau dir den englischen Wikipedia-Eintrag zu POI an, da ist auf rechter Seite eine Box in der unter dem Box-Bildchen Chaosium als Developer genannt werden: http://en.wikipedia.org/wiki/Prisoner_of_Ice
(Bei SOC habe ich mich wohl verlesen – da stehen Infogrames. Es war spät, haha!)
Ah, Dark Earth! Das hatte ich Jahre, nachdem ich in GameStar davon las, mir mal gebraucht gekauft und auch recht ausführlich gespielt (gab auch ‘ne Variante mit der Hauptfigur auf dem Cover – wer soll die Frau eigentlich sein?). Irgendwann hab ich dann aufgehört und nicht mehr weitergespielt, ich glaube, kurz bevor – Spoiler – man die Stadt verlässt? War das nicht ein Game, wo man kurz vor Ende endgültig scheitern konnte, weil man mittendrin Items zu früh zu sich nahm (gegen diese “Finsternis”)?
Und um die SotC/PoI-Verwirrung abzuschließen: Die beiden Spiele wurden Infogrames in Europa/Frankreich entwickelt mit der Lizenz von Chaosium, die zumindest damals für Call of Cthulhu die Rechte besaßen. Deswegen ist auch deren Logo auf den Verpackungen zu sehen. Und in USA speziell wurden die Spiele von I-Motion veröffentlicht, was wohl ein bloßes Label von Infogrames war. MobyGames forever! PS: Hab die englischen Wikipedia-Artikel entsprechend editiert.
Haha, Holmes greift durch!
Die Frau auf dem Cover ist ne Bartänzerin ohne großen Bezug zur Story: Ich hab auch die Version mit der Hauptfigur drauf. War auch mehr postapokalyptisch als Fantasy, wenn ich mich recht erinnere, und verkacken konnte man das Spiel meines Wissens nur, wenn man seiner dunklen Seite zu oft Ausgang gab (was einen mehr oder minder unbesiegbar in Kämpfen machte). Ähnliche Dynamik gabs doch auch in irgendeinem Breath of Fire-Teil.
Moment: Ihr hattet die Wahl zwischen steilo-Boobies und dem Protagonisten (in seiner dunkle-Macht-Orkform, wohlgemerkt) und habt euch fürs letzte entschieden? WAS DER FUCK IST WRONG MIT EUCH??!?
Als ob beide Versionen im Geschäft gelegen hätten. Außerdem: Schön ist anders.
Am besten seht ihr daß aus einer naiven, pubertären Phase heraus! Dann ist die Alte da geil! Bei mir war das früher auch so und das weckt doch immer wieder die freudige Erinnerung. -Seufz-
Ok, Fabu’s meistkommentierten Gee-Blogeintrag haben wir hier ja wieder locker überboten! Die 60 Comments schafft ihr ja auch mit sinnvollen Inhalt!
Und ganz ohne “emotionale Intelligenz”, haha!
Wie ist eigentlich die Änderung deiner Einschätzung bezüglich Dead Space im Laufe von 3 Jahren von “generisch, trivial, unkreativ, visionslos, dümmlich, prätentiös” zu “steilgeil” und brilliant” zu erklären? http://shodannews.wordpress.com/2008/12/23/showdown-keen-or-dull-its-all-the-same-to-me/#comments
Mir ist klar, dass die beiden Texte verschiedene Perspektiven haben aber wenn man den älteren liest, hört es sich nicht danach an, dass Dead Space für dich irgendwelche redeeming qualities hat;-)
Habe heute den 2ten Teil zu Ende gezockt und du kannst dich auf jeden Fall freuen, die zero-gravitiy-Szenen sind jetzt auf jeden Fall besser und man wird noch gnadenloser gehetzt als im ersten Teil, wenn auch in einigen Abschnitten dadurch das Grauen der Panik weichen muss (gegen Ende leider zu häufig).
Haha, gute Frage – ich schätze, dass ein Teil dieser Kritik ja stimmt. Dead Space ist nicht besonders originell. Ich habe im Laufe der Jahre ganz einfach gelernt, was ich von Spielen zu erwarten habe. Ferner habe ich das generische, das mich früher furchtbar als “unkreativ” gestört hat auch mögen gelernt, so wie man Krimis mag und sich an den Feinheiten erfreut, die sie voneinander unterscheiden und sich nicht über das Grundmuster ärgert, dem sie alle folgen. Es ist ein erfreuliches Moment meiner konservativen Wende, dass ich weniger streng zu spielen bin und nun viel mehr von ihnen genießen kann. Etwa “Dead Space”.
Zusammenfassend: Es ist vielleicht nicht “Dead Space”, das weniger prätentiös geworden ist, sondern ich.
Und alles, was ich vom zweiten Teil höre stimmt mich vorfreudig!
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