Der letzte Podcast des Jahrzehnts

These nerds machen Weihnachtswünsche wahr!

Ein Podcast!
Mit Gewinnspiel drin!
Und Kühe!

Rhinestone Cowboys

Es tut so gut zu geben.


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25 Kommentare

  1. Aulbath

    Ihr solltet das viel regelmäßiger machen! Erstklassiges Hörgut – interessant übrigens auch wie ihr es immer schafft das ich mich schlecht fühle Zeit mit unserem “Hobby” verbracht zu haben, wenn ich auch etwas Sinnvolles hätte tun können (wobei dieser Podcast bislang den Höhepunk darstellt).

    Nun ja… Bürtal Legend +1 immerhin.
    Hoffe auf einen Text von Toni der das Teil in Stücke hackt – wie weit bist Du denn jetzt?

  2. onkl

    Mal wieder sehr amüsant. Paar Anmerkungen von mir:

    1. Dein technisches Problem hört sich nach CPU Throttling an. Hilft evtl. schon die Staubbatzen aus dem Kühler zu saugen.

    2. Ihr sagt Spiele spielen und entwickeln ist weiter voneinander entfernt als es bei anderen Medien der Fall ist. Da würde ich wiedersprechen. Sicher wird man kein GTA 5 selber programmieren, aber genauso wird auch ein Klavierspieler nicht mal eben etwas zusammenklimpern was an Beethovens Sonaten heranreicht.
    Früher gab es die Garagenentwickler, heutzutage gibt es Mods/Totalconversations und Flashgames. Alles Sachen die von Einzelpersonen oder kleinen Gruppen einfach realisiert werden können und aus denen immer wieder Perlen hervorgehen. Das berüchtigte Counter-Strike hat auch nicht anders angefangen.

    3. Dragon Age ist natürlich Geschmackssache und ich selbst war auch lange skeptisch bis ich es mir einfach mal für die Wintertage geholt habe und positiv überrascht war. Zumindest im Podcast klang es so als ob ihr es nur doof fandet weil die Gamestar es so hochgelobt hat. Aber wenn man mal über die 0815 Fantasy und die unfreiwillig komischen Modelle und Bluteffekte hinwegsieht findet man doch ein sehr fesselndes Spiel mit Tiefgang. Mir hat vorallem die Vertonung der Weggefährten sehr gut gefallen (zumindest in englisch).

    4. Generell beim Podcast ist mir aufgefallen das er mit konstanten 192kbit daherkommt. Ich würde empfehlen da evtl. auf Lame mit variabler Bitrate umzusteigen. Ich hab ihn einfach mal mit -V 7 transcoded und es kam eine 64kbit Datei raus die kaum schlechter klang.

  3. El Quapo

    Für mich die wichtigste Aussage im gesamten Podcast: “Vor zehn Jahren war ich ein idiot!”. Weise Einsicht – jetzt fehlt nur noch die Erkentniss, dass ihr in zehn Jahren zurückblicken und feststellen werdet, dass ihr aus der Perspektive auch jetzt Idioten seid.

  4. balkantoni

    Oder ich werde mich melodramatisch fragen: “Was ist aus mir geworden? Ich hatte dieses coole Blog, jetzt habe ich Rückenprobleme!”

  5. balkantoni

    @ Onkl: Zu der Sache mit der Entfernung zwischen Erstellung und Genuss – es ist MÖGLICH, Spiele selbst zu erstellen, doch das Know-How dazu ist unabhängig vom Spielen selbst. Man wird nicht ein besserer Programierer, weil man viel spielt. Retrospektiv betrachtet hast du aber in deiner Kritik recht: Diese Analogie und Beobachtung stinken beide, weil eigentlich der einzige Bereich bei dem ich aus dem Stand einen Zusammenhang zwischen Spielen und Komponieren herstellen kann eben die Musik ist. Ansonsten gilt aber: Wer viel liest wird nicht ein besserer Autor, wer viele Filme schaut kein guter Regisseur. Wertloser Gedanke, passiert mir immer wieder gerne.

  6. onkl

    Ja der Gedanke kam mir auch, aber andererseits sind gute Spiele nicht unbedingt immer gut programmiert. Die Essenz des Mediums, wenn ich es mal so hochtrabend nennen soll, erfährt man doch eher wenn man es erlebt. Wer viel Klaviersonaten hört, bekommt einfach ein Ohr für die Details und wird zugang zu komplizierteren Werken finden. Genauso ist deine “Expertise” in Sachen Computerspielen auch erst über die Jahre gereift. Basierend auf deinen Erfahrungen könntest du doch bestimmt ein ganz vernünftiges Konzept entwerfen. Die Umsetzung ist dann nur reines Handwerk für die Programmierhandlanger verantwortlich sind.

  7. balkantoni

    Volle Zustimmung.

    Übrigens erinnere ich mich an ein Interview mit Sid Meier in der (alten) PowerPlay: Es ging um den damaligen Release von Alpha Centauri und Sid hat sich beschwert, dass die “heutigen” Designer nicht mehr coden können. Für ihn war Programmieren und Designen untrennbar verbunden. Interessant zu wissen, dass dieses Modell aber bereits vor einem Jahrzehnt überholt war.

  8. m.a.

    Grrr, du kriegst gleich “Programmierhandlanger” hinter die Ohren! Gah, ich hasse es, wenn Programmierer als Automaten angesehen werden wo man vorne Geld reinsteckt und hinten kommt Code raus. Programmieren ist kreativ, denn wenn man einfach nur existierende Module zusammenstecken müsste könnte es ja jeder machen.

    Ich möchte behaupten, dass ich durch mein Videospielen durchaus ein besserer Programmierer geworden bin, obwohl ich nicht mal Videospiele programmiere. Aber es gibt immer wieder Spiele, wo ich mich frage “hm, wie haben sie das wohl gemacht?” und mir entweder im Kopf ne Lösung zusammenreime oder online nachkucke was für Vorgehensweisen es zu dem Thema gibt (Gamasutra hat früher sehr schöne Artikel zu sowas gehabt). Da ist schon so manches mal was interessantes für ne Animation auf einer Website abgefallen, auch wenn es kein Spiel war.

    Was Sid angeht kann ich seine Einstellung sehr gut verstehen. Ich denke niemand kann heutzutage mehr einen “Rennaisance-Mann” erwarten, der alles kann, von der grundlegenden Konzeptionierung bis zur kompletten Ausführung, aber es hilft gerade bei Designern und mehr noch bei Projektleitern, wenn sie zumindest eine ungefähre Vorstellung haben, was tatsächlich für Aufwände hinter irgendwas stecken. Sonst kommen nämlich Aussagen wie oben mit dem “Programmiererhandlanger” zustande und Wunschprojektierungen die einfach nicht realistisch sind (“Bau mir mal was wie God of War, du weißt ja wie das aussieht, haste doch bestimmt nächste Woche fertig, oder?”)

  9. Ben

    Ich glaube vor allem, dass euer Musikinstrument->Videospiel-Vergleich mächtig hinkt.
    Beides hat zwar mit Fingerbewegungen zu tun, aber ein Musikinstrument in die Hand zu nehmen ist in meinen Augen schon der zweite Schritt. Der erste wäre Musikrezeption, egal ob Konzertbesuch oder Radio hören wo Kreativität auch maximal auf der kognitiven ebene ausgelöst wird. Die meisten Menschen werden hören Musik allerdings genau so, wie ihr Videospielekonsum beschreibt, zum Ausspannen oder für den schnellen Endorphinfix. Wenn ich die Backstreetboys höre komme ich da intelektuell auch nicht besonders weit, ausser vielleicht die Kenntnisse der Produzenten über die Funktionsweise von Popmusik zu würdigen.

    Der Anteil der Menschen, die den zweiten Schritt wagen und selbst Musik machen ist kulturell bedingt sicherlich höher als der Anteil derjenigen, die Kurzfilme drehen oder Spiele programmieren, aber deutlich geringer als der der Musikhörer.
    Und ob mich das Instrumentespielen gleich kreativ macht? Drei Nirvana-Akkorde greifen und Alle Meine Entchen klimpern kann man in nem Viertelstündchen lernen, genau so wie ich mir auch drei Space Marines im Starcraft-Leveleditor zusammenklicken kann… der Weg zum selbst komponieren ist doch ein langer, wenn man überhaupt so weit kommt.

    Einfach weil es so schön ist, das wäre meine Half-Life 2 “Coverband”:

  10. Ben

    So wie ihr die wirkliche Interaktivität von Spielen beschreibt, nein. Es ist Rezeption, man tut ja eh nur, was das Spiel von einem Will. Im Extremfall drückt man ein paar Quicktime-Events durch damit der Film weiterläuft.
    Den CD-Spieler bedienen zu können macht mich auch nicht unbedingt zu einem Musiker.

  11. marc

    Natürlich nicht. Aber der erste Schritt ist zuzusehen, wie andere spielen. Und wer schon mal versucht hat, seine Mutter zum Videospielen zu überreden, und sei es nur Wii Sports, weiß, wie groß dieser zweite Schritt sein kann. Ich glaube, wir nehmen ihn überhaupt nicht wahr, weil wir alle, unterstelle ich mal, spielen, seitdem wir spätestens 6 oder 7 Jahre alt sind.

  12. Ben

    Ich würde das unter den spezifischen Vorraussetzungen des Mediums Videospiel verbuchen, vor allem dann wenn ich mit eurer These mitgehe, dass die Interaktion in den meisten Fällen geheuchelt ist.

    Gegenbeispiel:
    Meine Mutter kann die Bourne-Filme nicht sehen, weil ihr die Schnittfrequenz zu hoch ist. Wir nehmen gar nicht mehr wahr wie komplex Filmrezeption heutzutage ist, weil wir alle, unterstelle ich mal, Filme sehen, seitdem wir spätest…

  13. marc

    Ich finde, dass das eigentlich ein Beispiel ist, das meine Behauptung unterstützt. Natürlich sind Videospieler keine Musiker. Aber wenn du dir die Existenz und den Erfolg von Guitar Hero und dem ganzen Scheiss anschaust, dann behaupte ich: sie wären es gerne. Und Guitar Hero ist nur das Spiel, das diesen Wunsch visualisiert und zum zentralen Bestandteil der Spielmechanik erhebt.

    edit: okay, denkt euch die differenzierung casual gamer / pro gamer dazu. ansonsten bin ich leider erstmal von deutschland nach holland unterwegs, kann die diskussion also erst heute abend wieder aufnehmen. toni, rette unseren arsch. ben is on fire!

  14. Ben

    Dass Spiele so tun als seien sie “Sandkisten” oder Gitarrensimulatoren bestreite ich gar nicht. Aber sie tun eben nur so. Vielleicht kann es ein “Sims” in seiner Komplexität mit einer Kiste Legosteinen aufnehmen, das war’s dann aber meist.

    Ich denke nur dass der Vergleich “Musik machen” mit “Videospiel-Spielen” nicht ganz fair für die Videospiele ist. Wenn man Virtuosität mit Reiz-Reaktions-Knöpfchendrücken vergleicht, verliert das Knöpfchendrücken per Definition. Wenn man “Musik machen” (vom schematischen Lieblingsband nachspielen über Improvisieren bis hin zur mehrstimmigen Komposition) mit “Spiele machen” (vom einfachen Little Big Planet Editor über Modden bis hin zum Programmieren) gleichsetzen würde hinkt das natürlich immer noch, spiegelt aber den tatsächlichen Gebrauch und die notwendigen Vorraussetzungen eher wieder.
    Problem ist denke ich vor allem, dass Spieleentwicklung immer noch als recht mechanische Angelegenheit verstanden wird, denn als kreative, sowohl von Produzenten als auch von Rezipientenseite. Spielmechanik sticht alles, müsste sie aber nicht.

    Und nix mit “on fire”. Ich bin gleich auch unterwegs, also keinen Stress.

  15. marc

    ich bin völlig down mit deinem letzten kommentar. möglicherweise haben wir die ganze zeit das gleiche gemeint. der vergleich musikmachen / videospiel ist unfair, aber dass er unfair ist, liegt auch an der ambitionslosigkeit von videospielen.

  16. balkantoni

    Ich glaube, wir müssen in Zukunft auch weniger mit solchen Analogien arbeiten – später erscheinen sie mir immer etwas willkürlich und, gerade wenn ich an unsere Studiengänge denke, “unprofessionell”. Sie bieten sich bloß immer so an, weil wir eben rezeptiv vorgehen und unsere Eindrücke mit denen, die wir aus anderen Medien haben, vergleichen.

  17. HomiSite

    Hm, ich habe komische weiße Artefakte – ist mein Browser kaputt? :-)

    Zum Podcast: Der holprige Vergleich mit Spiele spielen vs. machen wurde oben in der Diskussion ja schon gerade gebogen. Ich kann ansonsten auch wieder nur auf die Geißel Interaktivität verweisen: Chance und Fluch zugleich.

    Interessant, dass ihr 2009 als schwaches Jahr verbucht, wo doch viele Publikationen es als eines der stärksten Jahre seit langem verbuchen. Ich selbst habe die Highlight wie Batman oder Dragon Age leider noch nicht gespielt, aber das MW2 simpel und Grütze ist, ist logisch. Aber im Multiplayer ist es einfach super (und nochmals ein unfassbares Zeitgrab, insb. weil man ja nicht mal im klasssichen Sinne im Spiel weiter vorankommt).

    Hier möchte ich anschließen, dass im Mehrspieler bzw. Koop-Modus ich in den letzten Jahren sehr wohl emotionale/fesselnde Momente hatte (Gears of War 2!). Inwiefern es nun allein vom Spiel ausgelöst wurde oder vom Zusammensein mit Freunden, sei dahingestellt. Mich packen Gruselspiele in entsprechender Umgebung immer noch (weswegen ich sie auch nicht oft spiele :-), genauso wie ich auf extrem konstruierte Schockmomente trotz Vorhersehbarkeit in Filmen reagiere.

    Noch was zu Dragon Age: Ich werde es mir erst als GOTY-Edition irgendwann gönnen, aber sicher habt ihr wie onkl meinte noch nicht weitgenug gespielt. Auf die simple Hauptaufgabe darf man das/solche Spiele wohl auch nicht reduzieren; zumindest meine ich gelesen zu haben, dass eben viel interessantes in Nebenquests passiert. Dass EA wohl beim Style reingeredet hat, ist klar. Gab ja bei Idle Thumbs oder Gamers With Jobs auch Diskussion über die merkwürdige Ausrichtung von ME2 und DA:O.

    PS: Ludicity war kagge!
    PPS: Das Anschauen eines Films ist IMO in vielen Fällen mindestens genauso viel “Zeitverschwendung” wie das Spielen eines Spiels. Kreativ im Sinne von “schöpferisch” sind sicher wenig spiele, aber das Herumspielen mit verschiedenen (natürlich allermeist vorgedachter) Lösungswegen finde ich auch schon befriedigend.

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