These nerds are made for zockin'

SEX vs H8

Let’s talk about Sex!

mit 31 Kommentaren

Ja, ja, vorhin im Zug. Meine Freundin und ich kehren von ihrer Oma nach Heidelfornien zurück und müssen in Mannheim umsteigen. Mir ist langweilig, weshalb ich mir die PC Games kaufe (Berta: “Ich esse manchmal aus langweile ein ganzes Nutella-Glas mit dem Löffel.”) und mir dann im Zug die ganze Zeit Frotzeleien meiner Freundin anhören darf: “Gibt es auch ein Spiel ohne Zwerge und Titten?”.

Gute Frage eigentlich – insbesondere, wenn man sich das Interview mit Jürgen Vierheilig, dem Eintwickler des Cinematic-Mods für Half-Life 2 anschaut. Der hat nämlich die Alyx-Figur verändert – um genau zu sein, er hat Alyx durch eine Porno-Darstellerin ersetzt. Jürgens Alyx hat nun Silikonlippen und Whopper-Titten. Man schaue hier:

Und Jürgen begründet die Änderungen auch – ihm sind nämlich “schöne Frauen lieber als hässliche” (PC Games 09/08, S. 39). Perfekt – ich wollte ohnehin über Weiblichkeitsideale in Computerspielen sprechen und unser Jürgen hier findet die Originalalyx hässlich:

Die Änderungen, die er an der Figur vornimmt sind dabei entlarvend, wenn es um die Differenz zwischen schön und hässlich geht: Keine D-Cups = hässliche Frau. Mir persönlich gefällt diese Schönheitsbegrifflichkeit eigentlich überhaupt nicht und zwar weil sie furchtbar generisch ist und in zehn Jahren ein Anachronismus sein wird. Jürgens Tittenalyx wird eine Erinnerung sein an die seltsame Youporn-Zeit, als man mit dem Begriff der sexuellen Revolution das gemacht hat, was man im Internet am besten kann – zur Farce herabdummen. Darüber hinaus finde ich genau diese halbnackte und voyeuristische Darstellung so kennzeichnend für Computerspiele, weil sie letztendlich für Pubertierende hergestellt werden, für die Sex noch ein Mysterium und inzwischen für jedermann verfügbare Pornografie eine ziemlich verzerrte Orientierung zu sein scheinen. Frauen und ihre Sexualität kulminieren wiederholt in Karikaturen, die aus giganischen Geschlechtsmerkmalen zu bestehen scheinen. Beispiele? Beispiele:

Ich fühle mich gerade hingerissen eine pro-feministische Tirade gegen eine Welt, in der Frauen immer noch dermaßen reduziert werden, zu halten aber ich fürchte, dass Feminismus inzwischen gerade bei jungen Frauen total out ist und man sich stattdessen in diesem post-feministischen-negativer-Sexismus-Saustall zurecht gemacht hat, so dass ich ohnehin auf taube Ohren stoßen würde.

Aber etwas anderes fasziniert mich: Die Darstellung der Frauen in Computerspielen verweist auf ein grundlegendes Defizit unseres Mediums, nämlich die Beschränkung auf das Audiovisuelle. Man kann in Spielen keine Berührungen spüren, nichts riechen und auch nichts schmecken. Diese Sinnesempfindungen sind jedoch der Kern der Sexualität! Ich wage es sogar zu behaupten, dass das Sehen und Hören beim Koitus eine untergeordnete Rolle spielen, während das Empfinden der Berührung und der Geruchssinn besonders wichtig sind – vom Geschmackssinn will ich erst gar nicht sprechen. Zu kinky!

Beim Erstellen eines Spieles sind die Designer also gezwungen auf audiovisuelle Reize zu setzen, wenn es darum geht dem männlichen, verpickelten und jungfräulichen Spieler sexuelle Faszination für eine weibliche Figur zu entlocken. Marktforschung, schlechter Geschmack, geringe Vision und die eigene Sozialisation im Moloch der Unterbumsten sorgen dann dafür, dass wir solche Figuren bekommen wie Jürgens Alyx.

Dabei wäre es alles andere als unmöglich attraktive (wenn das schon das Ziel sein soll) weibliche Figuren zu entwickeln, die nicht aussehen wie Jenna Jameson mit einer Perücke – man müsste sich um eine besonders hohe und clever gelöste Interaktion bemühen. Es ginge darum, eine Interaktionssituation herzustellen, bei der eine Berührung durch die weibliche Figur geradezu QUALVOLL erwartet wird, OBWOHL sie nicht gespürt werden kann. Es ginge um Intensität! Surgical Strikes statt Flächenbombardement, ihr entgeistigten Trottel! Früher oder später kommt es! Bis es soweit ist:

Written by balkantoni

August 17, 2008 um 10:36

Veröffentlicht in Flow, Gegenwas

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31 Antworten

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  1. Ich weiß gar nicht was du hast, immerhin sind die Damen doch schon “aufgestiegen” von “in another castle”-rumhängenden damsels in distress zu ernstzunehmenden Spielfiguren. Zumindest bei Sin macht die vollbusige Pornoschönheit als Gegenspieler zum “guten” Helden außerdem auch durchaus Sinn… bei der OP-Tisch-Einstellung mußte ich sogar schmunzeln (yeah, I am simple like that). Die Drogenflash-Szene war allerdings unnötig.

    Und was DOA-Beachvolleyball angeht, das ist ein japanisches und daher schlecht geeignetes Beispiel für Frauen in Videospielen. Man muß da SEHR stark differenzieren zwischen speziell japanischen Titeln und Frauen in westlichen Spielen.

    Immerhin, nenne mir ein Spiel in dem die Kerle nicht mindestens auch alle Porno-Modellequalitäten besitzen bzw. sich an aktuellen Schönheitsidealen orientieren (ich könnte an dieser Stelle nochmal die Barbarian- und Vixen-Cover einfügen…) – sofern sie nicht gewollt “böse, hässlich, anders” sein sollen.
    Insofern sind beide Geschlechter eigentlich immer als übermässig sexuell aufgeblähte Karikaturen der wirklichen Welt zu sehen – und zwar spätestens seit Frau Croft.

    Davon abgesehen, ich persönlich empfinde das Alyx-Design als grundlegend furchtbar (sowohl in der aufgebumsten wie originalen Spielvariante). Wer in einem Krisengebiet / Alieninvasion aussieht wie Half-Lifes Next TopModell stört einfach die Atmosphäre… das werfe ich allerdings auch so ziemlich allen anderen Spielen mit Weibchen vor (ganz aktuelle Dark Messiah of Might & Magic).

    Aulbath

    August 18, 2008 um 10:40

  2. Die Arme Alxy, schien sie mir bisher immer einer der wenigen Computerspielcharaktere (männlich wie weiblich) zu sein die ein wenig mehr “greifbare” Persönlichkeit hatten.

    Ansonsten: Die besondere Relevanz für Spiele erschliesst sich mir nicht so richtig, trifft dasselbe auf die anderen Leitmedien doch ebenso zu. Literatur, Film, Fernsehen, Radio… keines vermag direkte omnisensorische Simulation oder Vermittlung (von Sexualität). Dies ist also keinesfals ein Spezifikum von Computerspielen, sondern eines aller bis heute benutzen technischen Medien. Dennoch gibt es genügend Möglichkeiten Sexualität zu thematisieren, auch feinfühliger als einfach nur Brüste zu zeigen.

    Das passiert bei Spielen natürlich wenig, andererseits erleben wir grade eine Phase, in der sich eine künstlerisch motivierte Independent- oder Hochkulturbewegung von einem rein kommerziell orientierten Mainstream abkoppelt… es besteht also begründete Hoffnung dass zumindest Teile der Gesellschaft in Zukunft etwas reflektierter Spiele konsumieren können. Über Transformers, wo Tittenalxy hervorragend reinpassen würde regt sich ja auch keiner _grundsätzlich_ auf.

    Das gesamtmedial vermittelte Frauenbild könnte natürlich ein paar Korrekturen vertragen, nur schauen selbst gebildete Frauen dafür einfach viel zu viel Topmodel und kaufen Krams der von Magersüchtigen Mädchen beworben wird.

    Ben

    August 18, 2008 um 3:06

  3. Gnarf, den Buchstabendreher bei Alyx schiebe man der Rechtschreibkorrektur in die Schuhe. Wie auch immer die das angestellt hat.

    Ben

    August 18, 2008 um 3:07

  4. @ Aulbath: Ernstzunehmende Figuren? Alter, zeig das Sin-Video deiner Freundin und frag sie, ob sie diese Figur ernst nehmen kann! Ansonsten gebe ich dir in einem Punkt recht: Auch die männlichen Figuren sind ziemliche Karikaturen, wahrscheinlich Projektionen der Wünsche des jungen männlichen Spieler, die sich wünschen große Muckis zu haben. Solche wie meine zum Beispiel, hä hä… Eine Sache, die ich hier betonen möchte: So ein bisschen dicke Ömmies, Big Guns ist völlig ok. Schließlich machen mein Buddy Joe und ich nächste Woche auch einen Abend an dem wir mit unseren Freunden nur Action-Filme der 80er gucken werden (Phantom Commando!!!). Allerdings wünsche ich mir einfach mehr Auswahl. Ich will nicht NUR Pornofiguren und finde, dass das Medium sich sehr gut für andere, flachbusigere (und interessante) Figuren eignen würde.

    @ Ben: Die besondere Relevanz für Spiele ist, dass wir im Gegensatz zu anderen Medien noch nicht soweit sind, das unmittelbar Audiovisuelle zu verlassen. Es gibt viele Filme mit Frauen, die NICHT wie Bombshells aussehen und trotzdem faszinierende Figuren sind (mir fallen jetzt seltsamerweise lauter Tatort-Folgen ein, in denen das der Fall ist… go figure). In der Literatur erst recht (auch wenn da die Sensorik eine vollkommen andere ist), in Comics ebenso. Ich kann auch viele Beispiele liefern, wenn das erwünscht ist. Relevanz ist also in unserem Fall in der Unreife unseres Mediums begründet und der Mangel an Diversität, den andere Medien anbieten, wo man sich eben zwischen “Optic Nerve” und “Lady Death” entscheiden darf (beides Comics). Wie du selbst sagst: Abwarten.

    balkantoni

    August 18, 2008 um 4:48

  5. Ok, wo wir schon so schön darüber reden: Welche Spielefiguren fandet ihr sexy, liebe Leser und Leserinnen? Hosen runter!

    (Ich war immer ein großer Viconia-Fan. Das ist so eine garstige und dennoch reizvolle Hoochie Mama aus der Baldur’s Gate-Reihe. Da, ich bin mit gutem Beispiel vorangegangen!)

    (Marc stand schon immer auf Razor aus Maniac Mansion, wette ich.)

    balkantoni

    August 18, 2008 um 11:44

  6. @Toni: Genauso ernstzunehmende Figuren wie die Männer in den Spielen eben, oder fandest du den Herren rechts in der OP-Szene in irgendeiner Form qualitativ “besser” als Frau Sin links? 1988 hätte der Herr zur Rechten die Szene allein bestritten, und die Dickbusige wäre der Hauptgewinn gewesen, und mich hätte entweder ein Blade Runner oder Arnie aus dem Komplex befreit…

    Pornofiguren will ich auch nicht (nur) – aber ich finde das sich gut bestückt und interessant nicht ausschließen muß… aber wie gesagt, wo außerhalb von sterbenden oder toten Genres wie JnRs oder PnC Adventures findest du denn mal männliche, schlecht trainierte Helden?

    Was sexy Heldinnen angeht… hmm, sexy… also… ich mochte das Design von Tifa aus FF7, Quistis aus FF8 (Rinoa stonk!)… öhmm… da fällt mir eigentlich schon nichts mehr ein… oder bewerten wir nur T&A? Dann könnten’s etwas mehr werden.
    AHH, Moment, zwei habe ich noch Tyris Flare aus Golden Axe und Chun-Li aus SF2!

    Problematisch dabei ist, das schöne Mädchen in Spielen leider immer an quälende Spielelemente geknüpft sind (Eskorten o.ä.) und selbst tollste Boobs nicht darüber hinwegtrösten können das man Gameplay, AI und dadurch auch den NPC denn man dann an der Backe hat einfach nur noch hasst! (RE4, Baldur’s Gate 1, Dark Messiah… you name it)

    Aulbath

    August 19, 2008 um 7:50

  7. Du hast Imoen gehasst?!? Du Arsch!

    balkantoni

    August 19, 2008 um 9:21

  8. Besonders in der deutschen Version… “Du bist aber ein komischer Kauz”
    ARGH!

    Aulbath

    August 19, 2008 um 9:35

  9. Wenn man Bildschirmspiele zumeist mit Hollywood-Filmen gleichsetzt, also das meiste eher allglatte Oberfläche, dann ist’s klar, dass da idealisiertes = wirklichkeitsfernes, oft porno’eskes Figurendesign für weibliche “Charaktere” vorherrscht. (Und natürlich wie oben erwähnt wegen der meist rein männlich-jugendlichen Zielgruppe.)

    Ist auch interessant zu beobachten, dass in Soul Calibur wohl der Brustumfang der weiblichen Kämpfer immer mehr zugenommen hat. Ivy war mal cool :-) .

    PS: Euer neues Design gefällt mir, aber mir fehlt die Seitenleiste in der Detailansicht (also das, was ich via RSS-Feed-Link mir anschaue). Außerdem hättet ihr jetzt mal den Verfasser in die Fußzeile schreiben können.

    HomiSite

    August 19, 2008 um 1:18

  10. für mich gabs keine andere ausser chun-li aus street fighter…

    marc

    August 19, 2008 um 2:49

  11. @homisite: leider benutzen wir nur die templates, die wordpress.com anbietet…da können wir nicht viel an den einstellungen rumbasteln. aber trotzdem danke für die anregungen, vielleicht lernen wir ja irgendwann mal css oder so…

    marc

    August 19, 2008 um 7:03

  12. Also ich bestimmt nicht!

    Ansonsten würde ich sagen, dass Herr Homisite bisher der einzige ist, der um den heissen Brei herumredet und nicht mit seiner ersten digitalen Romanze nicht herausrücken möchte, der Feigling.

    balkantoni

    August 19, 2008 um 8:25

  13. Kann man bei WordPress.com nicht recht einfach die Templates anpassen? Ich kann auch kein CSS, aber bei Twoday kann man sich z.b. viel zusammenbasteln.

    Ich hab doch gesagt, dass ich Ivy cool find (also generell die weniger “Süßen”). An so viele grafikintensive weibliche Charaktere kann ich mich gar nicht erinnern, wohl zu wenig JRPGs gespielt. Cammy (und die Ninja-Damen Kitana und Mileena aus Mortal Kombat) ist doch besser als Chun-Li :-P .

    HomiSite

    August 19, 2008 um 11:23

  14. @homisite: Mileena? Du weißt aber schon das sie wie Baraka eine Tarkata ist? Da wird statt french kissing dann wohl eher die obere Hautschicht deines Gesichtes abgelöst (ach, was sind wir heute wieder daneben nerdig).

    Bei genauerer Überlegung, Ivy aus Soul Calibur (also vor dem Tittenwachstums-Hormon in Teil 4) ist übrigens wirklich ziemlich sexy.

    Aulbath

    August 20, 2008 um 10:32

  15. Ihr habt alle (Marc inklusive) wirklich gar keinen Geschmack! Echte Männer stehen auf Mai Shiranui aus Fatal Fury / King of Fighters. Bei ihr ist nämlich alles animiert. Ohöhöhö!

    balkantoni

    August 20, 2008 um 10:38

  16. Aulbath: Na und, im Spiel sieht man das doch nicht, da sie eine Maske trägt – und als Spieler war ich meist zu schlecht für die Fatalities :-) . Und eigentlich waren die beiden doch eh lahme Klone (+ Jade) wie die Ninjas. Sheeva hatte übrigens auch irgend etwas, lol…

    balkantoni: Leider ist SNK fast komplett an mir vorbei gegangen, aber du hast natürlich recht – Mai war DIE Pionierin des, äh, Bounce-”Features”. Immerhin hatten die SNK-Prügler wohl mehr spielerische Substanz als Tecmos “Dead or Alive”-Reihe.

    HomiSite

    August 20, 2008 um 12:44

  17. @Toni: Mai ist aber mal absolut Andy Bogard verfallen, da braucht man sich gar keinen Illusionen hingeben… und wer die OVAs bzw. den Fatal Fury-Anime gesehen hat, vergisst das auch nie wieder.
    Chun-Li hat wenigstens keinen Freund (das Techtelmechtel mit Guile aus dem SF2 Anime, bzw. die Liebesszenen mit Ken aus der SF2V OVA mal außen vor… die sind eh nicht canon).

    Aulbath

    August 20, 2008 um 1:27

  18. @ Homisite: Ich bin halt jemand, der immer einen Schritt voraus ist, was Technik angeht.

    @ Aulbath: Das alles macht Mai natürlich nur umso begehrenswerter! Terry, dich lasse ich deine Mütze fressen. Bzw. die hässliche Wildlederjacke aus “Garou”.

    balkantoni

    August 20, 2008 um 4:07

  19. Männliche Gamer sollten also mehr Sex haben! ;)

    Was ist eigentlich mit Lara Croft? D-Cups und Schmollmund und trotzdem ist sie wohl eine der wenigen weiblichen Spielfiguren, die 1. sich unter ihren männlichen Kollegen durchgesetzt hat und 2. auch von Frauen ernstgenommen wird.

    Männliche Abziehbildchen Games mögen auch die Frauen nicht (glaube ich jedenfalls, habe noch nie mit einer anderen Frau darüber geredet -.-)
    Die Protagonisten sind da meistens androgyne Blonde mit spitzer Nase oder testosterongeladene Intelligenzverweigerer a la Jack Carver. Doch in letzter Zeit hat sich auch das geändert. Jetzt gibt es Niko Bellic, Gordon Freeman, Solid Snake oder Kane. Viel Sympathischer und alle mit einem gewissen Sexappeal…

    Weibliches Outing Ende…

    Maggi

    August 20, 2008 um 7:11

  20. Auf den ersten Satz fällt mir jetzt nur ein, dass auch weibliche Spielerinnen mehr Sex haben müssten, wenn sie sogar Gordon Freeman einen gewissen Sexappeal zusprechen – der Kerl ist eine schweigsame Brillenschlange! Oder wird ihm das als Introspektion ausgelegt? Ha! Gott sei Dank kam Sam Fisher nicht in der Liste vor! ;)

    Lara Croft wurde ja sogar von Alice Schwarzer geadelt (man müsse “dankbar” für sie sein, hieß es, wenn ich mich richtig entsinne…) – insofern ist sie die große Ausnahme. Ich fand Lara als Spielfigur immer ganz cool – da wurde Girl Power den Kerlen sympatisch gemacht, ohne dass die Figur dadurch billig wurde. Anfangs zumindest nicht.

    balkantoni

    August 20, 2008 um 7:49

  21. Wobei! Petra Scmitz findet Sam Fisher sexy – ungelogen, das hat sie in einem “Splinter Cell”-Test geschrieben.

    balkantoni

    August 20, 2008 um 7:51

  22. Pff! Sam Fisher sieht ja auch nur mit Maske und von hinten sexy aus! Gordon Freeman dagegen macht auf den Artworks einen interessanten EIndruck! Sonst fallen mir nämlich keine anderen Spielfiguren ein, die nur halbwegs als “Männer” und nicht wie die oben beschriebenen Prototypen durchgehen.
    Zum ersten Satz: generalisieren kann man ja pauschal erst mal nix…

    Maggi

    August 20, 2008 um 9:09

  23. es sollte sowieso viel mehr interessante charaktere geben anstelle der ganzen stereotypen.

    bösewichte in filmen sind häufig interessante charaktere… wobei leider da auch nur, wenn die charaktere männlich sind. sind es weibliche bösewichte entsprechen sie wieder jeglichem cliché… einen weiblichen bösewicht, der absolut häßlich und durchgeknallt ist (so wie ein weiblicher joker) gibt es leider nicht… oder fällt euch so eine bösewichtin ein?

    milage

    August 21, 2008 um 10:06

  24. angela merkel

    marc

    August 21, 2008 um 11:17

  25. Wo wir gerade bei Batman sind, fällt mir Michelle Pfeiffer ein. Sie spielt in einer komplett anderen Klasse als die heutigen Jessica Albas und Jennifer Garners und ist böse und auch nicht makellos. Als Bösewicht durchgehen könnte auch Meryl Streep als Chefin in “Der Täufel trägt Prada”.
    Aber milage, du hast schon Recht, die besten Bösewichte sind immer noch männlich…

    Maggi

    August 21, 2008 um 11:34

  26. Weibliche Bösewichte sind meistens sexy, weil ein wesentlicher Teil unserer kulturellen Identität die religiös vermittelte Tabuisierung der Erotik und Sexualität ist – Sexualität ist einer dieser gefährlichen unkontrollierten Triebe. Da Unkontrolliertheit und Triebhaftigkeit seit dem mittelalter weibliche Stereotypen sind, lag die Kombination nahe: Eine böse, gefährliche Frau ist doppelt so böse und gefährlich, wenn sie auch noch sexy ist = femme fatale. Deshalb gab es bei Walt Disney sogar die erotisierte Stiefmutter…

    balkantoni

    August 21, 2008 um 1:43

  27. und wieso sind dann männliche bösewichte nicht gefährlich und sexy? :-k

    milage

    August 21, 2008 um 2:32

  28. Primär weil Männer nicht so stark sexuell konnotier sind wie Frauen (in ihrer eigenen Wahrnehmung… ). Allerdings gibt es genügend Beispiele für attraktive Schurken – angefangen beim Herrn Luzifer. Schau dir bei Gelegenheit Miltons “Paradise Lost” an. Weiteres Beispiel wäre Mr. Cagney in den meisten seiner Rollen…

    balkantoni

    August 21, 2008 um 4:16

  29. Ja, balkantoni, aber genau das ist ja das Problem! Männliche Schurken dagegen können häßlich oder gutaussehend sein, es spielt kaum eine Rolle, wenn sie glaubwürdig sind. Für Frauen gibt es nur die Rolle der femme fatale. Diese Art wie wir Charaktereigenschaften bestimmten geschlechtsspezifischen Merkmalen zuweisen ist also scheinbar im Mittelalter stehengeblieben!

    Maggi

    August 22, 2008 um 3:34

  30. Dieses Phänomen ist aber losgelöst von der Schurkenverkörperung. Schauspielerinnen werden leider generell intensiver nach Attraktivitätsgesichtspunkten beurteilt als ihre männlichen Kollegen.

    marc

    August 22, 2008 um 4:22

  31. Definitiv – letztendlich ist auch die Schurkenbestimmung bei weiblichen Figuren ein weiterer (trauriger) Ausdruck gesellschaftlicher Zustände und des Fortschrittes der Emanzipationsprozesse.

    balkantoni

    August 22, 2008 um 4:33


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