Grow up already!
Lasst uns über den Begriff des Erwachsenseins sprechen. Was bedeutet es für euch, liebe Leser, erwachsen zu sein? Betrachtet ihr euch überhaupt als erwachsen?
Für mich ist das Erwachsensein nämlich ein Feld aus Verpflichtung und Tragödie, Bürde und Scheitern, Sorge und Arbeit. Auch aus Unabhängigkeit und tiefer Freundschaft, Liebe und Zukunftsfreude, Ambition und Errungenschaft, Selbstachtung und Reflexion. Ich hasse es und ich liebe es. Egal wie: Es ist erstaunlich, wie unterschiedlich meine Wahrnehmung des Erwachsenseins von jener der Gamestar divergiert. Hört euch das an:
“Auch in Sachen Gewaltdastellung richtet sich das Actionspiel klar an Erwachsene. Menschen werden mit Sägen traktiert oder durchs Auge in den Kopf geschossen. (sic)” (Gamestar 07/2008, S. 83)
Das zum Thema GTA IV. Zu dem Spiel Age of Conan sagt Fabian Sigismund, dass das Spiel ihm genau das böte, was er sich wünscht – “ein erwachsenes Szenario“. Es handelt sich wohlgemerkt um ein Spiel, bei dem man als “Käufer der Pre-Order-Version (…) ein Mammut oder Nashorn als Reittier” erhält. Immerhin: “Wie sich das für ein Erwachsenenspiel gehört, sehen die Boss-Monster teils recht eklig aus.” (Gamestar 07/2008, S. 84/85)
Wer hat jetzt eine seltsamere Wahrnehmung des Daseins als Erwachsener: Die Gamestar oder ich? Ich empfinde das Erwachsensein als ambivalente Herausforderung. Die empfinden das Erwachsensein als den Zeitpunkt im Leben, ab dem man endlich Spiele spielen darf, in denen “eklige” Monster Vorkommen. Was ist das eigentlich? Das Erwachsensein ist für die Gamestar und ihr zugeneigte das Alter ab dem endlich all’ die Verbote der Adolsezenzzeit aufgehoben werden und der pubertäre Geist sich in die Unendlichkeit weiterentwickeln darf. Denn genau das, was von der Gamestar als “erwachsen” oder “als für den Erwachsenen konzipiert” präsentiert wird, ist eigentlich unglaublich pubertär und einzig und alleine auf den aknevernarbten Teil der Käuferpopulation zugeschnitten. Teenager wollen eklige Spinnenmonster bekämpfen, Leute mit einer Kettensäge zerteilen, ein Mammut reiten oder Barbarinnennippel sehen. Erwachsene machen sich lieber Sorgen, ob ihr Kind sicher von der Schule kommt, der Kredit abbezahlt werden kann und die alternden Eltern bei guter Gesundheit bleiben.
Mein Erklärungsversuch: Im vollen Bewusstsein darum, wie entsetzlich peinlich und stigmatisierend es eigentlich ist, sich ein Mammut als Reittier zu wünschen, hat man sich in der Geekster-Schanze ganz einfach einen eigenen Erwachsenenbegriff erstellt: Erwachsen ist man, wenn man gesetzlich Gewaltpornos spielen darf. So einfach ist das. Alter, Desatellisierung und Verpflichtungen haben damit nichts zu tun. Man ist erst erwachsen, wenn man “mit einem Satz auf die Schultern seines Widersachers” springen und ihm “seinen Hammer in die Visage” “schmettern” darf (Gamestar 07 / 2008, S. 36). Und kann.
Moment. Das will ich jetzt so nicht stehen lassen. Petra Schmitz, die Melete der Gamestar-Redaktion, umreisst in ihrer Rezension des Spiels Goin’ Downtown ein etwas differenzierters Feld von “erwachsenen Themen“. Es sind vor allem “exotische sexuelle Vorlieben, Verzweiflung und Einsamkeit” (Gamestar 07 / 2008, S. 108). Mann. Dann sind manche Leute vor allem mit 14 erwachsen.
ich halte es mit dem erwachsen werden wie Peter Pan und seine begleiter
Samson
Juni 21, 2008 um 10:09
Luxus der Jugend! Wart’s ab, bis Parkour dir die Hüft- und Knieglenke ruiniert hat! DANN sprechen wir noch mal!
balkantoni
Juni 21, 2008 um 10:31
Hm, auch wenn ich beim GS-Bashing immer dabei bin, denke ich, dass in zitierten Beispielen wohl eher eine pragmatische Vereinfachung seitens GameStar angewandt wurde: Ich glaube (bzw. hoffe!) nicht, dass obige Attribute für die GS-Redaktion wirklich obligat für “Erwachsenenspiele” sind bzw. deren Erwachsen-Definition darstellt, eher sind diese Phrasen wohl aus dem Krampf entstanden, irgendwie den Jugendschutz einzubauen.
“Das Spiel ist voll geil und super und phatt! PS: Aber nur für Erwachsene, lieber minderjährige Leser .” (Wobei angeblich die Mehrzahl der Leser volljährig sein soll.)
PS: Was zur Hölle ist “Desatellisierung”?! Google findet nichts (!).
HomiSite
Juni 21, 2008 um 11:25
Hahaha! Du findest einen ganzen Eintrag, wenn du “De-satellisierung” eingibst, ansonsten gibt es einige Einträge zum Begriff “Satellisierung”. Ich verwende es hier im pädagogischen Sinne, es soll also in etwa “Abnabelung von den Eltern” heissen.
Ansonsten stimme ich dir zu: Natürlich weiß jeder in der Gamestar-Redaktion, dass diese Art von Spielen und Spielszenen absolut nichts mit Erwachsenen zu tun haben, genauso wie sie mit ziemlicher Sicherheit wissen, WER auf eklige Monsterbosse und Nashornreiten steht: Pickelfressen! Andererseits wird die Kategorie “erwachsen” so gut wie nur bei Gewaltpornographie ausgepackt. So als wären die Sims oder Tetris irgendwie infantil.
Ich wollte mit diesem Text auf den Missstand verweisen und mit dem verklemmten Sprachgebrauch ein bisschen Spaß haben. So. Lacht mit mir.
balkantoni
Juni 21, 2008 um 11:42
Auch wenn ich natürlich verstehe, wieso die Gamestar “Gewaltpornos” als Erwachsenenspiele darstellt, ist es echt interessant, dass sie im Umkehrschluss damit Games wie Die Sims oder das kommende Spore zu Kinderspielen machen. Wenn ich mir aber vorstelle, meine Eltern an ein Computerspiel heranführen zu müssen würde ich natürlich zu den letzt genannten Spielen greifen, weil daran sowohl Kinder als auch Erwachsene lange Spaß haben, während so genannte Erwachsenenspiele bis auf wenige Ausnahmen wohl nur für Menschen zwischen 15 und 25 geeignet sind.
). Ich dachte immer, die würden eher Wirtschaftssimulationen und vielleicht Adventures spielen, bis mir in einem Computerladen ein älterer Herr begegnete, dem ich nicht die mindeste Kompetenz in Sachen PC zugetraut hätte, der sich aber mehr RAM kaufte, damit Kane & Lynch ordentlich bei ihm läuft.
Was spielen Erwachsene eigentlich (und ich zähle mich mit 23 noch nicht dazu
macone
Juni 22, 2008 um 10:28
Was spielen Erwachsene?
Das ist wirklich eine sehr gute Frage – spielt man als Erwachsener bloß weiterhin jene Genres, die man zu seiner Jugendzeit mochte, weiter oder wandelt sich der Geschmack irgendwie?
Ich kenne viele Erwachsene – Mütter und Väter – die allesamt viel Spaß an den Sims haben. Der Vater meiner Freundin spielt vor allem Strategiespiele, während mein eigener Vater eine Stunde am Tag mit Tetris verbringt und inzwischen Monsterscores erreicht. Der Onkel meiner Freundin spielt vor allem Rollenspiele, bevorzugt im D&D-Szenario. Die Mutter einer meiner Schülerinnen erzählte mir, dass sie am liebsten Jump ‘n Runs spiele, es allerding heutzutage keine anständigen mehr gäbe, da alles dreidimensional sei – nur am Nintendo DS eben nicht, wo es noch “Spiele für sie” gibt. Diese Frau ist über vierzig und kam zum Spielen durch ihre Kinder.
Ich glaube, dass Erwachsene ebenso vielfältig spielen wie Jugendliche und es keine Kategorie des “Erwachsenenspiels” gibt – fest steht allerdings, dass jene Spiele, die von der Gamestar als “für Erwachsene gedacht” bezeichnet werden meistens nichts vorweisen, um so kategorisiert zu werden. Wie du es so treffend gesagt hast: Es sind nicht einmal Spiele, die man Erwachsenen zeigen würde, um sie für das Spielen zu interessieren.
Ich glaube, dass so ein Spiel wie GTA IV auf die meisten Erwachsenen, die ich kenne abschreckend wirken würde – der Umgang mit Sexualität und Gewalt ist einfach zu dümmlich, zu sehr darauf bedacht, pubertäre Identitätprozesse der peinlichsten Art zu bedienen. Was will jemand, der “Schuld und Sühne” gelesen hat, mit GTA IV anfangen? Was kann dieses Spiel so einer Person bieten? Wie kann man einer Person, die Proust gelesen hat, vermitteln, dass Spiele wertvoller Zeitvertrieb sein können? Wo bekommt man ein Äquivalent her? Mir fällt einfach keins ein – im Vergleich mit guten Filmen, guten Comics und guten Büchern, sind Spiele, die ich auf sich selbst gestellt, oder nur im Vergleich mit anderen Spielen, als gut bezeichnen würde, immer noch unglaublich blöd und anspruchslos. Wir haben noch keine Äquivalente. Leute, die finden, dass das neue “Metal Gear Solid” eine super Geschichte erzählt, haben noch nie ein Buch gelesen, denke ich.
Das sind Fragen mit denen ich mich in letzter Zeit immer wieder beschäftige.
balkantoni
Juni 22, 2008 um 11:47
So ein Thema lag mir schon lange am herzen, mich hat bisher nur abgehalten, dass ich es als englisches Thema ansah. Da ist das problem noch größer, heisst die höchste tatsächlich vergebene Altersfreigabe doch “Mature” – “reif, geistig erwachsen”.
Als Ergebnis fordern Leute “more mature games” und erhalten mehr juvenilen Gewalmüll, weil dessen Rating “mature” heisst.
Tja, das ist meine Vermutung des Grundes. Aber ich bin ja auch einer von diesen gottverdammten Linguisten, wir müssen sowas sagen
.
Ich denke, letztendlich geht auch die deutsche Diskussion auf Nach/Nebenwirkungen davon zurück. Da fällt mir auf, dass ich einen ungenutzten Destructoid-Blog habe.
shadaik
Juni 22, 2008 um 12:10
Ist euch denn aufgefallen, dass die Begriffe/Sätze “Erwachsenenspiel”, “Spiel für Erwachsene” oder auch”richtet sich eindeutig nur an Erwachsene” in letzter Zeit sehr häufig fallen? Allein schon in der Berichterstattung über GTA IV. Ich denke, das hat weniger mit dem Verständnis der Redakteure etc, vom Erwachsensein zu tun als viel mehr damit, dass man in der Öffentlichkeit nicht Gefahr laufen will, vorgeworfen zu bekommen, man würde ein jugendgefährdendes Game loben. Deshalb fällt jedes Mal wenn es um Gewaltdarstellung und sonstigen “harten Tobak” (Simon in “Game One” über GTA IV) der rechtfertigende Verweis darauf, dass es sich eben um ein “Erwachsenenspiel” handle.
Was dies allerdings mit dem Mammut als Reittier zu tun hat, bleibt mir immer noch unklar,,,
Maggi
Juni 22, 2008 um 12:43
Den Gegensatz zwischen mature approach im Sinne von reif/anspruchsvoll und dann tatsächlichem mature bzw. eher adult content finde ich interessant. Dies ist ja in der Tat der grundsätzliche Fehler.
Bei eher nicht-narrativen Spielen wie Brett-/Gesellschaftsspielen (also kein Pen&Paper) gibt es ja nicht diese zwanghafte Unterteilung, da geht’s nur im Spielmechanik/-anspruch und fast alles ist “von 12 bis 99″. Aber wie gesagt, es sind keine erzählende Medien, während Bildschirmspiele heutzutage ja schon generell sehr komplex von der Mechanik und den Regeln sind, weswegen die Geschichte bzw. im zu kurzen Griff das augenscheinliche Setting dann als “Altersindikator” genommen wird. Und hier scheinen Spiele ja noch anderen Medien nachzuhängen.
Wobei ich es grundsätzlich unfair finde, bei interaktiven Spielen die gleiche Storyqualität wie bei vermeintlicher Hochliteratur oder Filmen zu fordern. Außerdem würde ich sagen, dass die heutige Jugendgenerationen anders sozialisiert werden und nicht mehr Proust & Co. lesen (werden) – ich kenn’s auch nicht -, was aber ja auch eher den Schnitt nach unten ziehen dürfte…
PS: Keiner nutzt Fremdwörter, die nicht mal Google wirklich kennt
.
HomiSite
Juni 22, 2008 um 12:51
@ Homisite: Interaktivität hat nichts damit zu tun – Spiele werden leider von unbegabten Hacks hergestellt, die ihr Anspruchsverständnis irgendwo um Schwarzeneggers “Red Heat” herum ansiedeln. DAS sorgt für die Unterforderung, nicht Interaktivität, die eigentlich viele Türen öffnen müsste. Ansonsten: HAUSAUFGABEN für dich: “Schuld und Sühne” lesen und zwar in der Neuübersetzung von Frau Geier. Danach Proust. Danach “Paradise Lost” von Milton. Dann wird auch dein Revisionismusartikel endlich fertig (suche hier nicht nach Kausistik).
Und denk ja nicht, dass mir dieses gehässige “vermeintlich” entgangen ist.
Was die Fremdwörter angeht: Eitles intelektuelles Profilierungsgebaren meinerseits.
@ Maggi / Shadaik: Ich sitze mit meiner jetzigen Meinung irgendwo zwischen euren Stühlen.
@ Maggi: Was Mammutreiten damit zu tun hat? Fassen wir zusammen: Ein Spiel mit barbusigen Barbarinnen und der Möglichkeit etwas gigantisches und behaartes zwischen den Beinen zu haben = Traum des pubertären Knaben.
balkantoni
Juni 22, 2008 um 2:36
Vor kurzem hatte ich die Gelegenheit, Beyond Good & Evil zu spielen,
ein Spiel, dem immer ein Geruch von Missverstandensein anhaftete,
als würde da noch etwas warten, etwa halbe Gewaltfreiheit und das Fotografieren von Dingen als Mittelpunkt des Spielprinzips.
Nun, es begann mit großen Monstern, pathetischer Musik und führte schnell in einen Dungeon. Uuund … Konsole aus, was jetzt. Ich verspreche mir zu diesem Zeitpunkt viel von einem Blick zurück, zu Interactive Fiction…
Besonders A MIND FOREVER VOYAGING sendet gewisse Wellen aus,
die Prämisse, in einer nur textlich beschriebenen Stadt normale Dinge tun zu müssen, Ins Kino gehen oder Kleidung kaufen, hört sich irgendwie gesund an.
Ich wollte eigentlich nur sagen, dass ich das Gefühl habe, dass Spiele in Textform
von vielen Jahren im Prinzip allen heutigen Angeboten weit vorraus sind.
Das ist zwar leicht am Thema vorbei, aber dann doch nicht, weil Unzufriedenheit ja eines der Leitthemen hier ist.
V
Juni 22, 2008 um 3:36
beyond good&evil ist ohnehin dermaßen überschätzt…putzig, mehr nicht. was an der story so unglaublich tief sein soll, verstehe ich nicht.
marc
Juni 22, 2008 um 3:50
@ V: Ich finde es gar nicht so sehr am Thema vorbei. Interactive Fiction hatte ein paar Spiele, die WIRKLICH außerordentlich clever waren. “Mind Forever Voyaging” habe ich als Grundschüler mit einem Freund und dessen Vater gespielt, der für uns die Texte übersetzen musste – es war eine wirklich unglaubliche Erfahrung, überwältigend, einzigartig! Gleiches haben wir bei “Planetfall” gemacht (allerdings hat hier MEIN Vater übersetzen müssen) und das gleiche erlebt wie der “Underdogs”-Rezensent: Wir mussen weinen! Ich weiss, dass ich selbst als Kind beim Spielen von “Prince of Persia” immer die Story eigentlich füllen musste – ich wurde gezwungen mitzuerzählen, weil Mechener es nicht konnte. Das war bei Text Adventures nie der Fall.
Und ja, bei “Good and Evil” stimme ich zu. Überbewertet. “Rayman” mit Titten. Ich kann nur spöttisch über jene lächeln, die glauben, dass mit dem zweiten Teil irgend etwas Besonderes anstünde.
balkantoni
Juni 22, 2008 um 4:34
Ich habe Mitleid mit Balkan Tonis Schülern, die sicher verstaubt-verklärte Literatur im Wochenrythmus rezipieren und dann noch dank toter Fremdwörter unverständliche Lehrerausführungen dazu entwirren müssen – was nicht in meinem A.M. Textor steht, sollte man einfach nicht benutzen
.
Okay, Scherz beseite (hab mir mal deine “Tipps” notiert, aber sieben Bände Proust – ohne mich):
Ich finde meinen Einwand zur Interaktivität in (grafikbasierten) Spielen berechtigt, denn dies erschwert die Präsenation und Entwicklung einer Geschichte sehr wohl. Ich denke, dass Spielmechanik oft von der Story ablenkt, wodurch diese eben möglichst verständlich sein muss, sprich verflacht, um sie zwischen Jump&Run- und Ballereinlagen noch zu verstehen, ohne den Rythmus des Spiels zu zerstören:
Ein Spiel, dessen Schwierigkeitsgrad unvermittelt hin- und herschwankt, ist schlecht, so ähnlich würde es aber wohl sein, wenn überkomplexe Geschichtsschnipsel eingestreut werden.
Ein Weg wäre vielleicht als zweite Schicht wie bspw. bei Bioshock, wo aber wohl den Anspruch schlussendlich nicht gehalten wird (?) oder auch Fallout mit den Holotapes (wobei dessen Story nun nicht sooo brilliant ist, aber erst durch freiwilliges Lesen und Kombinieren seitens des Spielers komplett erschlossen wird).
HomiSite
Juni 22, 2008 um 4:54
Vielleicht müsste man einfach versuchen, die Mechanik der Erzählung unterzuordnen. “Kane & Lynch” war schon ein Schritt in die Richtung – ich bin mir sicher, dass es profitabel wäre.
Bei Proust reicht der erste Band (ich bin selbst erst beim vierten).
Mit meinen Schülern habe ich letztens “Faserland” gelesen. Ich weiss schon, was ich denen zumuten darf. Was eigentlich schade ist, weil ich als wahnsinniger Quälgeist bei dem nur Kleist gelesen wird sicherlich für immer einen Stammplatz in ihrem Gedächtnis einnehmen würde. Der Traum aller Lehrer. Ah.
balkantoni
Juni 22, 2008 um 5:05
Ich bin zwar eine großer Verfechterin guter Erzählunden in Spielen, sehe die Unterordnung der Mechanik der Erzählung aber eher als einen Schritt in die falsche Richtung. Ist das ausgewogene Zusammenspiel aus Story und gutem Gameplay nicht gerade der Anspruch, den wir an ein gutes Spiel haben? Kane & Lynch hatte eine wunderbare Story, Max Payne zum Beispiel auch, aber was bleibt wenn man die Story wegnimmt? Ein lineares, recht “langweiliges” Gameplay, das weder innovativ noch originell ist (wobei “innovativ” sowieso DAS Schimpfwort der letzten Jahre ist).
Maggi
Juni 22, 2008 um 5:27
Deshalb mein Vorschlag: Das Spiel um die Erzählung herumbasteln. Dann kommt eine völlig neue Mechanik dabei heraus – irgendwas Neues. Egal was!
“Max Payne” war Kitsch.
balkantoni
Juni 22, 2008 um 5:30
Das würde vielleicht aber der Kreativität der Entwickler zu viele Schranken vorsetzen.
Was war zu erst da? Das Spiel oder die Geschichte?
Wäre doch eine spannende Frage für eine Erläuterung (setze ich mal schnell auf die Bachelorarbeit-Ideen-Liste)
Ich hab bei Max Payne 2 zum Schluss fast geweint, ja?
Maggi
Juni 22, 2008 um 5:37
wir waren, was das anbelanngt, mit deus ex , system shock2 und auch half-life (2) schon wesentlich weiter…ich glaube aber, dass eine so unkreative spielmechanik, wie sie 3d-shootern nunmal zugrunde liegt, der interessanten einbettung einer erzählung fundemental im wege steht.
marc
Juni 22, 2008 um 6:07
Ich glaube, dass frühere Spiele, die ein paar völlig unterschiedliche Spielmechaniken vereinten (”Ski or Die”, die ganzen Ocean-Filmumsetzungen wie “Terminator 2″ usw… ) eigentlich viel mehr auf dem richtigen Weg waren – die heutige one-size-fits-all-Methode wird mit jedem neuen Spiel langweiliger.
balkantoni
Juni 22, 2008 um 6:16
Die Spielmechanik in Half Life ist doch schon ein narratives Element selbst, oder nicht? Genau genommen gibt es hier gar keine Erzählung, sondern nur (scheinbare) Entscheidungen, denen Wirkungen folgen…
Maggi
Juni 22, 2008 um 6:29
naja, ich finde schon, dass half-life eine erzählung liefert, ich halte sie sogar für sehr gelungen. die spielmechanik spielt dabei aber keine besonders große rolle ( abgesehen davon, dass man aktiv spielen muss, um die handlung voranzutreiben – aber das ist ja in 99% der spiele der fall…davon sollte man sich mal lösen!)
marc
Juni 22, 2008 um 7:20
Ich bin down mit Marc. Die HL2-Erzählung finde ich übrigens fantastico!
balkantoni
Juni 22, 2008 um 7:51
@ HomiSite: Auch nach extensiver sowie intensiver Recherche wurde ich weder eines verstorbenen Begriffes gewahr, noch trouvierte ich enigmatische Xenoglismen.
Also, um welches Wort geht es?
@Half-Life: Ich habe den Eindruck, grade Shooter mit ihrer Ich-Perspektive sind perfekt für Storys, mir fielen da Bioshock und Prey ein, zwei Spiele, deren Art der Einbindung in die Geschichte ich großartig fand (auch wenn beide Spiele am Ende etwas verlieren, vor allem Bioshock). Was dem im Moment noch im Weg steht ist die Illusion, wir würden nur einen stummen Protagonisten akzeptieren. Von wegen Immersion und ähnlicher Unfug aus der verschwurbeltsten Ludologie.
shadaik
Juni 22, 2008 um 8:44
Ich glaube, Homisite meinte meine Verwendung von Desatellisierung.
Ansonsten: Stimme dem “stummer Protagonist”-Statement zu. Ich glaube, dass diese Immersionsillusion von dem Glauben stammt, es sei irgendwie wertvoller für den Spieler in den Schusswaffenteil des Spiels involviert zu werden, als in den Handlungsteil, bei dem gesprochen wird. Diese Vorrangstellung der Gewalt ist eines dieser seltsamen Dogmen dieses Mediums.
balkantoni
Juni 22, 2008 um 9:25
Wie wärs wenn jemand einen Beitrag zu Erzählstrukturen in Videospielen schreiben würde?
Maggi
Juni 23, 2008 um 11:50
Zu anstrengend, fürchte ich. Im Moment jedenfalls.
balkantoni
Juni 23, 2008 um 3:21
Also ich halte es bei meinem 13-jährigen Bruder so: Spiele wie Halo, Black, GTA IV usw. “darf” er spielen. Aber Spiele wie Silent Hill, Deus Ex, Fahrenheit oder auch Mafia leihe ich ihm (noch) nicht. “Erwachsenenspiele” sind für mich also vorallem Spiele die mich emotional berührt haben oder die mich gefordert haben. Gerade Silent Hill (2) oder DX entfalten ihre wahre Stärke doch erst, wenn man etwas mehr Reife hat. Ansonsten ist ersteres halt nur ein dunkles Horrorspiel und zweiteres ein öder Shooter, in dem man viel zu wenig Ballern kann. GTA oder diverse andere “Metztelspiele” sind für mich keine “Erwachsenenspiele”, da sie auch (oder vllt sogar vorallem) Faszination bei 12-16-Jährigen ausüben. Aber das ist halt die Naivität und Oberflächlichkeit der Spielepresse…
jetsetradio
Juni 23, 2008 um 11:34
Das mit dem 13jährigen Bruder ist interessant, denn ich bin der Meinung,
ein wesentlicher Teil des Aufwachsens ist, sich mit mit Stoffen zu befassen, die eigentlich zu groß sind – um sie später noch einmal betrachten zu können und zu merken, wie sehr der Verstand sich verändert hat.
Deutliche Differenz-Markierung.
Ich bin mir sicher, dass Dark Seed 2 mit 13 zu spielen, hui, kokett, wesentlich war, aber ob es einen guten Einfluss genommen hat? Oder eher was vergiftet…
Es sei also dahingestellt, ob die Stoffe aus dem Horror-Bereich kommen müssen.
Bücher sind da besser, vom Effekt des “Nach 10 Seiten zugeklappt und als ich dann 20 war …” können bestimmt viele Eltern berichten (verziehen sei das Allgemeine)
13jährige sollten die Unendliche Geschichte lesen… und dann was in QBASIC programmieren, har har.
v
Juni 24, 2008 um 6:38
Ich denke sogenannte Killerspiele und andere ab16-Titel werden immer eine Faszination auf “12-Jährige” ausüben. Da dies die einzige Zielgruppe für diese Spiele ist, halte ich für überholt. Für mich verhält es sich ähnlich wie mit den Simpsons. Als Kind schaut man sie wegen dem Slapstik und je älter man wird und je weiter der eigene Horizont ist, desto tiefgründiger wird die Serie.
Vielleicht wird es nie erwachsene Spiele geben, weil Spiele eben nichts für Erwachsene sind….
Maggi
Juni 24, 2008 um 1:09
Das sehe ich anders…der Mensch ist Zeit seines Lebens ein mehr oder weniger spielendes Wesen.
marc
Juni 24, 2008 um 2:59
Ohne den rest gelesen zu haben, da ich davon ausgehe, das er nichts mit meinem kommentar zu tun hat.
Du hast keine vorstellung davon wie mein training aussieht und warscheinlich noch nicht einmal eine korektes bild davon was parkour tatsächlich ist.
Wie kommt es das du glaubst prognossen über die entwicklung meiner gelenke machen zu können?
Samson
Juni 24, 2008 um 4:41
Wieder mal unten mit Marc – gerade der jetzige Firlefanz mit der Fußball-EM zeigt wie verspielt Erwachsene eigentlich sind, wenn auch auf eine peinliche Art. Auch andere sportliche Betätigungen sind auf einer gewissen Ebene Formen des Spielens und Sport wird von Menschen jeden Alters betrieben. Meine Großmutter spielt Karten- und Brettaspiele, ebenso die Großmutter meiner Freundin.
Wenn Computer- und Videospiele noch nicht von Erwachsenen gespielt werden, so eher aus Sozialisationsgründen und nicht, weil sie irgendwie inhärent kindlich sind.
balkantoni
Juni 24, 2008 um 4:49
@ Samson: Ich gehe nur von dem aus, was Skateboart-Fahren den Knien eines meiner besten Freunde angetan hat (Miniskus weg), Kickboxen den Hüftgelenken eines anderen Freundes angetan hat (aua, aua), Ringen dem Nacken-Wirbelbereich eines dritten Freundes angetan hat (knacks, kann nicht mehr nach links schauen), Tennis den Schultern und Ellbogen eines vierten Freundes (nie wieder High-Fives), olympisches Gewichteheben den Bandscheiben eines fünften Freundes angetan hat (kawumm!) und was das Boxen meiner Nase angetan hat (krumm).
Die meisten intensiveren körperlichen Betätigungen verbrauchen den Körper – je Älter man wird umso mehr. Man macht sie trotzdem, weil sie eben Spaß machen und einem viel bedeuten.
Ich habe also nichts gegen dein Training im Besonderen gesagt (ich finde Parkour eigentlich richtig cool, ohne es je selbst gemacht zu haben), sondern nur so einen erfahrungsbasierten Scherz gemacht.
balkantoni
Juni 24, 2008 um 5:02
ich habe auch mal, haha, parkuhr gemacht. hat aber leider keiner geld eingeworfen.
marc
Juni 24, 2008 um 7:43
Interessanter Beitrag. Ich würde Toni gerne mal mit einem gewissen bielefelder Kopfvakuum auf zwei Beinen in eine kleine Kammer sperren. Der vertritt nämlich seit Jahren die Meinung, dass GTA, Gears Of War und Co großartige Erwachsenenspiele sind, in denen er sich mit seinen twentysomething voll als adoleszent verstanden fühlt. Nintendo ist hingegen für Kinder. Is ja klar, weil bunt und so, ne!
Fight!
(P.S.: Ich habe es irgendwann aufgegeben…)
SpielerZwei
Juni 24, 2008 um 8:05
@ Marc: Und, sag’s doch: Es ist dir schon auf die Knochen gegangen, oder nicht?
@ SpielerZwei: Wie hieß es: Never argue with an idiot. He’ll drag you down to his level and beat you with experience. Ansonsten denke ich, dass mein Vater – wenn er sich endlich überreden ließe etwas anderes als Tetris zu spielen – sich viel eher für Super Mario als für Gears of War begeistern ließe. Wurde schon mal gesagt, aber ich finde es immer besser…
balkantoni
Juni 24, 2008 um 8:28
Entschuldigt, ich reagiere, etwas sensible auf das thema, weil wir so viel energie darein investieren das falsche bild das durch das internet und die medien von parkour in der öffentlichkeit geprägt wird gerade zu rücken, dass es mich leicht trifft, wenn ich merke (oder glaube zu merken) das wir mit unserer arbeit trotzdem kaum jemanden erreichen.
Zum thema, dass es keine “proust”-videospiele gibt ist, so glaube ich, ein marktwirtschaftliches problem. Es gibt keine groß genuge nachfrage danach, oder zumindest sehen die die das angebot schaffen keine nachfrage dafür (sonst, da bin ich mir fast sicher, gäb es das). “Gewaltpornos” oder auch unterhaltungsspiele hingegen haben einen etablierten markt.
Interessant wäre der vergleich zu anderen jüngeren medien und ihrer enwicklung. Z.b. dem flim, ich hab nur eine sehr grobe vorstellung davon, wie die filme in ihren ersten jahrzenten aussahen. Aber wenn ich so an charlie chaplin oder buster keaton denke (ich kenne im roß nur film ausschnitt) ist mein erster eindruck, dass die entwicklung hinzu filmen die was zu sagen haben auch seine zeit gebraucht hat.
Dann fällt mir aber wieder “the great diktator” ein, andereseits war das auch schon 1940.
Samson
Juni 24, 2008 um 11:57
Interessanter Artikel, auch wenn die Diskussion in eine andere Richtung gedriftet ist, an der ich kurz einhaken möchte. Balkan Toni hatte vorgeschlagen, die Spielmechanik zugunsten des Storytellings in den Hintergrund zu stellen.
Dem kann ich mich absolut nicht anschliessen. Überspitzt gesagt: bevor ich ein Spiel spiele, das mich nicht fordert, schaue ich lieber einen Film. Wenn man ein Spiel einlegt, möchte man spielen, nicht von einer Geschichte unterhalten werden. Dann würde man nämlich zu einem Buch greifen (von mir aus sogar Proust) oder einen Film gucken.
Der Kernpunkt von Spielen ist nunmal deren Mechanik. Ich will gefordert werden. Ich will bestimmt kein 2tes Fahrenheit.
Holger
Juni 25, 2008 um 12:52
Na na. Wer sagt denn, dass ein Spiel zu fordern aufhören würde, nur weil man die Spielmechanik dem Storytelling unterordnen würde?
Das ist übrigens auch ein wichtiger Unterschied: Ich will nicht die Mechanik in den Hintergrund stellen, sondern hätte es gern, dass die Mechaniken an die Geschichte angepasst werden; Unterordnung statt Ersetzen.
Außerdem fände ich es persönlich super, wenn ich die Wahl eben zwischen Film, Buch ODER Spiel hätte, wenn es um die Erzählung ginge. Nur weil Spiele weitgehend von unbegabten Versagern (was Erzählen angeht) gemacht werden, bedeutet das nicht, dass Storytelling in Spielen nichts verloren hat. Und ja, “Farenheit” war so schlecht, dass es kaum schlechter geht.
Nachtrag: Außerdem finde ich, dass man auch von Büchern und Filmen gefordert wird! Habe letztens “Bend Sinister” von Nabokov gelesen – sehr fordernd, Schwierigkeitsgrad: Für Fortgeschrittene. Natürlich ist es eine andere Art des Gefordertwerdens, aber wenn es bloß um das Prinzip geht…
balkantoni
Juni 25, 2008 um 4:19
Jeder mag beim Spielen seine Schwerpunkte anders setzen. Ich z.B. spiele hauptsächlich Shmups, Versus-Fighter, Racer und anderes arcadelastiges Zeug. Kurz: Titel ohne jegliche relevante Story. Ab und an spiele ich auch ein Final Fantasy Tactics oder Disgaea, die aber auch nicht wegen der Geschichte, sondern wegen der tatktischen Tiefe der Spielmechanik. Bei mir steht einfach nur das Erlebnis des Spielens im Vordergrund, erzählt werden muss mir da nichts.
Sicher wäre es schön, wenn sowohl Mechanik als auch Geschichte funktionieren. Aber das ist sehr sehr selten. Womit ich allerdings sehr gut leben kann.
Holger
Juni 25, 2008 um 5:01
De gustibus… (ahäm)
balkantoni
Juni 25, 2008 um 5:20
Vollste Zustimmung mit Holger. Spiele funktionieren mit ZERO Geschichte, wer fragt beim Schach nach der Story des Weißen und Schwarzen? Das ist doch das Schöne an den Spielen, sie fordern das Gehirn auf andere Art als Film oder Buch bzw. im Dialog mit einem anderen Menschen.
Persönlich finde ich, das die Punkte des Erwachsenwerdens die du ansprichst… Sorgen um dies, Erledigungen da, Verplfichtungen dort genau DIE GRÜNDE sind, warum ich als Erwachsener Leute zersägen möchte, das schnaufende, fellbehangene Fettschwein unter meinen Eiern spüren möchte, und mit dicken Barbarenbrüsten tonnenschwere Zweihandhämmer in die Visagen der Picts oder (nach Howard) anderer untermenschlicher Rassen schwingen.
Das ist Eskapismus den andere mit Kneipenschlägereien, Fußballhooligantum, Koks und Nutten, Drive-Bys oder sonstwas ausleben.
Barbarentitten und Wollnashorn sind Freiheit! (und zwar nicht nur für Geeks, sondern auch all die Familienväter oder Familienmütter die für die Moshpit oder Lederpuff einfach zuviele Bedenken haben, siehe deine Aufzählungen des Erwachsenseins weiter oben).
- just my 2 cents -
Aulbath
Juni 29, 2008 um 10:56
Zuerst dachte ich, dieser Beitrag sei eine dieser altmodischen “ich bin ein Vollmongo und werde mich dafür nicht rechtfertigen”-Geschichten. Ich habe mich jedoch, glaube ich, geirrt. Die Selbsterkenntnis fehlt bei dir.
Ich könnte jetzt anfangen, darauf hinzuweisen, dass Stress > Fettschwein unter deinen Eiern eine Kausistik ist, die bereits zu viel über dich aussagt – ebenso wie Stress > Lederpuff, übrigens. Ich könnte pädagogisch darauf hinweisen, dass Leute, die in Drive-Bys involviert sind, das meistens machen, weil sie mörderische Kriminelle sind – nicht aus eskapistischen Gründen. Ich könnte darauf hinweisen, dass für Howard die Pikten (so schreibt man die) keine “Untermenschen” waren – schau nach, wer Bran Mak Morn war – und du damit nicht mal mit Nerd-Creds punkten konntest. Ich könnte sagten, dass dein Versuch, durch deiner Aufzählung gefährlicher Ähnlichgesinnter (Hooligans, Schläger, koksende Zuhälter und schießende Unterprivilegierte) Authentizität zu stiften, recht deutlich zeigt, wie harmlos und übergewichtig du eigentlich bist.
Ich werde aber auf so eine Diskussion verzichten und dich einfach bitten, deinen Cyberdünnschiss in Zukunft irgendwo anders loszuwerden. Vielleicht bei Antigames, wo dein Gefasel hoffentlich in der schieren Menge der Kommentare aufgelöst und missachtet wird.
balkantoni
Juni 30, 2008 um 12:23
Oh no, Eskapismus – da versteht Toni no fun at all. Mehr: hier (mal sehen, on HTML geht).
Oder hast du die Niederlage Dtld.s noch nicht verwunden
.
PS: Ich habe mir damals Fallout gekauft, weil man in der Demo Leute ziemlich “eindrucksvoll” umnieten konnte. Na ja, da war ich auch 10 jahre jünger – und im Spiel selbst ging’s dann ja um die schöne Story.
PPS: Dieser Comment hat nicht viel Gehalt. Dass ist mir aber egal. Ich spiele jetzt Penumbra weiter.
HomiSite
Juni 30, 2008 um 12:39
@Herr Toni: Oh, die Elite…
Stress ist was, das man hat wenn man so richtig arbeitet… so unter Drecksbedingungen mit witzlosem Ostgehalt. Wenn man also praktisch Neuzeitsklave ist, dann freut man sich schon über kleine Dinge, eben auch das digitale Fettschwein unter meinen Eiern. Weil man leider zu viele Verpflichtungen, zu wenig Geld hat mal “eben den Job zu wechseln, umzuziehen und alles anders zu machen”. Sein
Ich habe Howard noch nie auf deutsch gelesen, und da waren’s immer die Picts… vielleicht habe ich die aber auch mit ‘ner anderen Rasse verwechselt, interessant sind für mich sowieso nur Aesir, Vanir und Hyperborea…
Ein anderes Beispiel, Zahnärzte in den Mittvierzigern die sich ein Motorrad kaufen und auf Altrocker machen… genau die gleiche Chose.
Aber sei’s drum, Leute wie du die ihren Sozialpädagogen raushängen lassen, müßten ja angesichts Mega Man 9 Suizidgedanken kriegen… springen und ballern, mit bunten Robotern…. mehr oder weniger ohne Sinn und Verstand – und dann auch noch in NES-Optik. OMFG! Nur was für übergewichtige Vollnerdfettschweinspackenmongos.
Diese ganze Ludologen-Scheiße geht mir jedenfalls gehörig auf den Senkel, und Spiele wie Audiosurf beweisen eindrucksvoll das dieses ganze Geblubber völlig an der Wirklichkeit vorbeigeht.
Aulbath
Juni 30, 2008 um 8:06
Und ein Nachtrag bzgl. der Selbsterkenntnis; wenn ich mich recht entsinne steht in meinem Blogheader “…Nerdscheiss”. Da ist die Einsortierung meiner Hobbies schon ziemlich klar vorgegeben – und das habe ich auch noch nie verschwiegen.
“Crom curse Picts and Prophets!”
Aulbath
Juni 30, 2008 um 8:27