Archiv für Mai 2007
Kann. Nicht. Warten!
Jaja, natürlich wurde ein wenig gescriptet (der Granatenwerfer auf dem Balkon etwa), um den Trailer noch fetziger aussehen zu lassen. Wer aber deshalb bereit ist über die Atmosphäre und die unglaubliche Technik hinwegzusehen, braucht ernsthaft ein Leben. Ich finde vor allem die Sounds unglaublich gut gemacht. Die (ohne Zweifel großartige) Grafik würde nicht halb so sehr beeindrucken, wenn der Sound nicht so ein gutes Fundament böte.
Mir würde es ja reichen, wenn Bioshock nur halb so gut werden würde wie System Shock 2. Mann, das war ein Spiel bei dem ich mir SO RICHTIG in die Hosen gemacht habe. Danach war Silent Hill voll der Spaziergang.
Imperium gegen Kleinstadt
Ich bin wirklich ein komischer Kauz. Seit ich gehört habe, dass Jade Empire auch für PC kommen würde, habe ich sehnsüchtig darauf gewartet und es mir auch gleich in der wahnsinnig edlen Special-Editon gekauft, die wahrscheinlich jeder hat (Ich glaube in Wahrheit ist die normale Edition die Special Edition).
Ich habe es gespielt, bis die Piraten kamen. Für alle die Jade Empire nicht gespielt haben: das sind etwa die ersten 15 Minuten.
Versteht mich nicht falsch, Jade Empire ist vermutlich ein tolles Spiel, zumindest hat mich die erste Viertelstunde überzeugt.
Die Atmosphäre ist stimmig, die Dialoge gut getextet und es steuert sich fantastisch. Es ist auch nicht so, dass „der Funke nicht überspringen“ wollte. Alles cool zwischen JE und mir.
Aber ich spiele gerade Gothic 2: Die Nacht des Raben.
Man kann viele Vorbehalte gegen die Gothic-Reihe haben und ich würde den meisten Vorwürfen wahrscheinlich auch zustimmen. Fast alles was Jade Empire auszeichnet, macht Gothic nämlich falsch. Es ist ( und das ist es nicht erst seit Teil 3) verbuggt ohne Ende. Die Dialoge sind mies. Die Sprachausgabe ist ein Witz. Die Steuerung ist so unkomfortabel, wie es nur geht. Man bekommt keine Tips, wie man kämpft. Und eigentlich ist die gesamte Handlung derart abgeschmackt und ausgeleiert, dass man sich schämen müsste, es überhaupt zu spielen. Aber: es macht einfach sehr viel Spass.
Was ich an Gothic unglaublich schätze, ist die Tatsache, dass man das Spiel als Vollopfer beginnt und diesen Status für lange Zeit auch beibehält. It’s a struggle to survive.. Wenn es dann aber mal aufhört, dass ein einzelner Scavenger eine Bedrohung apokalyptischen Ausmaßes darstellt und man ernsthaft daran denken kann, es mit zwei jungen Feldräubern auf einmal aufzunehmen, dann hat man wirklich das Gefühl, dass man sich das hart verdient hat.
Was mich aber in Gothic 2 am meisten fasziniert , ist das Design dieser kleinen Welt. Ich halte die Welt von Gothic 2 bis heute für die beste und glaubwürdigste frei begehbare Umgebung, die je in einem Videospiel geschaffen wurde. Gerade im Verzicht auf eine möglichst große Welt zugunsten einer Wiedererkennbarkeit der Umgebung liegt die große Stärke des Weltendesigns. Es gibt genau eine Stadt, „und dieser Großbauer, der ist doch da an der Taverne, wo dieser eine See ist, mit der Insel auf der Mitte“. Versucht mal so eine Ortsangabe in in Oblivion…da nutzt man doch eh nur die Schnellreisefunktion.
Gothic löst dies übrigens sehr elegant- erst wenn sichergestellt ist, dass man die Welt questbedingt genug bereist hat, um sie einigermaßen verinnerlicht zu haben, kommen die Runensteine und Portale ins Spiel, die einem überflüssige Wege abnehmen. Aber davor hast du dich mit dieser Welt auseinanderzusetzen. Und das ist völlig in Ordnung.
Und wenn man ehrlich ist: die Handlung ist auch nicht dümmer als in jedem x-beliebigen RPG.
Jade Empire wird noch etwas warten müssen. Ich hatte nämlich im ersten Drittel den legendären Lares-Bug, der bewirkt, dass man das Spiel einfach nochmal (fast) von vorn beginnen muss, weil ansonsten die Handlung nicht weitergeht. Sowas verzeihe ich aber auch nur Gothic…
Unholy Alliance: Crytek, Realschulenglisch, Quo Vadis
Ich habe mir heute die neue PC Powerplay-Ausgabe (Juni 2007) gekauft. Darin ist ein Artikel namens „Quo Vadis Deutschland?“. Da geht es um die gleichnamige Versammlung deutscher Spieleetnwickler. Natürlich kommt so ein Happening nicht ohne Crytek aus. Bernd Diemer, der Lead-Designer der Firma, stellte nämlich auf der Quo Vadis 5 Punkte vor, die gutes Spieledesign auszeichnen. Und er tat es, sehr zu meiner Freude, auf Englisch.
Die Punkte lauteten folgendermaßen:
- Good design can be understood.
- Good design is accesible design.
- Good design is redesign.
- Good design is when all good things come together.
- Good design is when you can take nothing more away from it.
Tja. Man braucht kein abgeschlossenes Anglistikstudium, um zu sehen, dass Cryteks Anspruch „kein klassisches Deutsches“, sondern ganz und gar „ein internationales“ (PC Powerplay, Juni 2007, S. 105) Entwicklungsstudio zu sein, sich ganz sicher nicht darin manifestiert, dass sie die Sprache des internationalen Verkehrs beherrschen. Ich habe allerdings ein abgeschlossenes Anglistikstudium und will jetzt kurz auf den halbartikulierten Nonsens da oben eingehen:
- Good design can be understood. > Auf Englisch würde man aber eher so was sagen wie: Good design is comprehensible. Der Original-Satz ist einfach total schief.
- Good design is accesible design. > Es reicht, wenn man „Good design is accesible“ sagt. Man klingt dann nämlich nicht, wie jemand, der sich ausschließlich von Kartoffelsalat ernährt.
- Good design is redesign. > Ich habe keine Ahnung, was dieser Satz bedeuten soll. Vielleicht so was wie: Good design is founded in the analysis of its past? Keine Ahnung.
- Good design is when all good things come together. > Hier musste ich zum ersten Mal so richtig lachen. Das ist einer dieser klassischen Danglish-Sätze, die entstehen, wenn man glaubt, es würde reichen einen deutschen Satz lexikalisch 1:1 in die Fremdsprache zu übertragen, um ein Äquivalent zu haben. „Gutes Design ist, wenn alle guten Dinge zusammenkommen.“ Hahaha! Was sollen diese „good things“ denn sein? Mildtätigkeit? Familiensinn? Hier verweigere ich einen Gegenvorschlag.
- Good design is when you can take nothing more away from it. > Das ist das grand finale der Danglish-Hölle. Ursprünglich wohl: „Gutes Design ist, wenn man nichts mehr wegnehmen kann.“ Bernd Diemer hat sich in diesem Fall entschlossen auf internationalem Niveau gleich mal die Verneinung zu verballern – „can take nothing away“. Mann, ist das ein schlechtes, schlechtes Englisch. Mein Vorschlag (ich kann mich ja nicht zwei mal verweigern): There are no superfluous elements in a well-designed game.
Crytek ist ein global player, keine Frage.
Will you do the Fandango?
Ich habe hier ja schon auf den großen Peter McConnell verwiesen. Als ich ein wenig auf seiner
Seite stöberte, fiel mir ein Link ins Auge, der mich vor Freude jäh aufjauchzen ließ.
Man kann tatsächlich den kompletten Soundtrack von Grim Fandango kostenlos runterladen.
Pfingsten ist gerettet.
Tender Pervert
Erinnert sich jemand an das deutsche Rollenspiel The Fall? Dieses Spiel hat mir eine Lektion erteilt. Ich hatte zu jener Zeit nämlich gerade Fallout 1 und 2 innerhalb von ca. 5 Tagen durchgespielt (und es waren nicht einmal Semesterferien) und war total heiß auf was Ähnliches. Als ich dann The Fall im Heidelberger MediaMarkt sah, sah ich gleich mal auch großzügig über die Paranomasie im Titel hinweg und kaufte das Spiel. Dabei weiss jeder, dass Paranomasien bei Computerspielen nur Unheil bringen – bei Spielen, die sich schon namentlich an einen großen Cousin anlehnen, ist es so wie mit Büchern, bei denen auf der Rückseite steht, sie seien „Horror in der Tradition von Stephen King“. Übersetzt bedeutet das in etwa: Dieses Buch ist uninspirierter Schrott. Entsprechendes gilt für paranomastischen Spielen.
The Fall war eines dieser Spiele, die es schaffen einem bereits im Hauptmenü jede Illusion zu nehmen. Wieso? Weil im Hintergrund ein superschlechtes Melodrama-Goth-Lied vor sich hinwieherte. Und das schon im Hauptmenü. Wirklich, es war so: Ich hörte dieses Lied und wusste, dass „The Fall“ schrott war. Dass das Spiel FUBAR-mässig verbuggt war hat mich dann nicht überrascht. The Fall und ich, wir hatten uns nichts mehr zu sagen.
Was war nun die Lektion, die mir The Fall erteilt hat? Es war Folgendes: „Balkan Toni, beobachte sorgfältig die Spiele, die du dir kaufen möchtest!“ Wenn ich ein Spiel kaufen möchte, lese ich zunächst einmal die Rezensionen. Ich schaue bei Gamespot vorbei, kaufe mir eins der Geek-Mags. Und dann, wenn ich mich amüsieren will, besuche ich die Foren des Publishers. Ich mache das aus leicht voyeuristischen Gründen, ich geb’s zu. Publisher-Foren sind nämlich der Ort der Extreme.
Wenn das Spiel einigermaßen ok ist, hat man da die diametrale Feindschaft der Fanboys und Hater. Die ersten haben das Spiel gekauft und trauern ihren 40€ so sehr nach, dass sie bereit sind jedes noch so offensichtliche Vergehen der Entwickler zu verteidigen; die zweiten haben die 40€ nicht übrig und machen den Fuchs, der die Trauben eh’ sauer findet. Sehr spannend, das Ganze.
Wenn das Spiel aber so RICHTIG in die Hose gegangen ist, dann gibt es das (von mir so getaufte) transsylvannische Szenario. Die enttäuschten Verbraucher formen einen Mob, der mit Heugabeln und Fackeln den Publisher in seiner Burg belagert. Der Mob ist enttäuscht. Der Mob will Blut sehen. Der Mob will den Publisher enthaupten und seine Dienerinnen und Töchter lebendig einmauern. Der Mob hat sogar die Guillotine dabei.
Es gibt nur wenige Spiele, die es schaffen so sehr zu enttäuschen, als dass sich ein Mob bildet. Selbst Gothic 3 hatte unzählige Fanboy-Honks im Forum, die ein eigentlich völlig indiskutables Produkt verteidigten, als sei es ein Familienmitglied. Oh, vielleicht kommen wir damit dem Problem tatsächlich näher, als wir möchten. Ich kenne ganze zwei Spiele, die nach Transsilvannien gereist sind: David W. Bradleys infamen Bauchklatscher Dungeon Lords und das kürzlich erschienene World of Chaos.
Dungeon Lords ist lange her und ich will nicht zu viel darüber sagen. Herr Bradley ist gescheitert – und das nicht einmal in Würde. Viel interessanter ist das aktuelle World of Chaos. Ich hatte mir ernsthaft überlegt, ob ich das Spiel kaufen soll – alle Rezensionen sprachen von rundenbasierten Kämpfen (mag ich), einem coolen Protagonisten (find’ ich gut) und einer guten Synchro (hör’ ich gerne) – und verschwendetem Potential. Und
Bugs. Ich war unschlüssig. Schließlich hatte Neverwinter Nights 2 auch viele Bugs zum Releasezeitpunkt und war trotzdem ein cooler Ritt. Es blieb mir also nichts anderes übrig, als die Publisherforen zu besuchen. Und diese befanden sich in Transsylvannien.
Der Mob belagerte den Publisher (und tut es immer noch). Das Ganze war ein gigantisches Fiasko! Zunächst wurde das Spiel angegriffen, dann vornehmlich der Produktmanager (der dann angebliche einige Posts löschte, was nicht wirklich für Ruhe sorgte) und dann, wie es sich für einen Mob gehört, fingen dessen Mitglieder an, sich gegenseitig zu zerfleischen – und zwar genau dann als der Produktmanager urlaubsbedingt aufhörte in den Foren zu posten. Ich kann diese Forumseinträge jedem Soziologen empfehlen. Vielleicht hat ja jemand „enttäuschte Massen“ als Forschungsschwerpunkt? Der Konflikt kommt langsam zur Ruhe, zumal die Publisher Xider und bhv entschieden haben den Mob zu beschwichtigen indem sie kostenlose Exemplare von The Ship an jeden schicken, der Probleme mit World of Chaos hat. Kein schlechter Deal, eigentlich.
Ich werde mir das Spiel trotzdem nicht kaufen. Aber meinen Spaß hatte ich. Also Kids, wenn ihr das nächste Mal feststellt, dass ihr euer Geld aus dem Fenster geworfen habt und deshalb in die offiziellen Foren stürmt, um euch zu ärgern, vergesst nicht: Balkan Toni beobachtet euch heimlich und lacht über euere Wut. Hahaha, ihr Narren! Hahaha!
Ähem.
Update: Das Forum zu „World of Chaos“ existiert nicht mehr. Der Publisher gab zunächst einen „Hackversuch“ als Grund der Schließung an. Diese sollte ursprünglich vorläufig bleiben, scheint allerdings an Permanenz gewonnen zu haben, wie man schnell feststellt, wenn man den obigen Link mal anklickt – er führt zu den Xider-Foren in denen „World of Chaos“ nicht mehr als eigenes Topic existiert.
Die erstaunlich minderwertige Welt der Browser-MMORPGS
Ich habe mir ein ziemlich schlechtes Thema für diesen Artikel ausgesucht. Es gibt nämlich nicht besonders viel über quasi-kostenlose-Browser-MMORPGS zu sagen. Das liegt daran,dass sie alle scheiße sind und auf dem gleichen, unispirierten Spielprinzip basieren.
Bevor wir mit dem Rant anfangen, hier eine Liste der Spiele, die ich mir in den letzten Wochen angeschaut habe:
Das folgende Urteil gilt für jedes der Spiele außer für das einigermaßen coole Legend of the Green Dragon: sie sind stupide, hässlich, repetitiv, schlecht ausbalanciert, lassen einen warten, haben einen Zufallsgenerator from hell und bieten Extras gegen Bezahlung an. Ich weiß ja nicht, wer bereit ist für eines dieser Spiele zu zahlen. Es müssen ganz seltsame Leute sein, die damit ein Statement äußern wollen. Etwa: „Ich rebelliere gegen den dekadenten anspruch auf Spaß beim Spielen! Deshalb zahle ich für BiteFight (dem übrigens nur solche gerenderten, rotierenden Flammenschädel fehlen, damit es so aussieht wie eine Power-Metal-Fanpage aus den 90ern) und nicht etwa für Guild Wars.“ Genau so muss es sein! Es ist das Spieleäquivalent zu den bigotten Ami-Teens, die sich weigern vor der Ehe herumzufummeln. Ich fasse nie wieder ein Browserspiel an. Wie ein Freund von mir sagte: „Was? Du spielst Browserspiele? Ist zwischen dir und deiner Freundin alles in Ordnung?“
Ja, isses!
Lucky Huso!!!
Ich spiele, seit ich denken kann, Fussballvideospiele. Am Anfang International Soccer auf C64. Später Sensible Soccer.
Ich habe Ubisofts Action Soccer gespielt, bis ich die albernen Animationen nicht mehr sehen konnte. Ich war jahrelang der treuste FIFA-Fanboy, den sich EA nur wünschen kann. Ich habe auf dem alten Siemens-Handy meiner Freundin Stunden mit dem obskuren vorinstallierten Schwarzweiss-Fussballspiel verbracht, bei dem gegen Aufpreis Teams wie Brasilien und Deutschland runterladen werden konnten, die sich ganz genau so spielten wie die Standardteams Japan und Belgien.
Dann kam Pro Evolution Soccer. Ich spielte das Spiel zum ersten Mal auf der Playstation 2 eines
Freundes und kann mich noch erinnern,dass ich es unvernünftig schwierig zu steuern fand.
Das ganze Spielgefühl kam mir schwammig und ungenau vor, und es fielen manchmal pro Match weniger als 7 Tore. Ich war von FIFA anderes gewohnt. Es brauchte einige Partien, bis ich
erkannte, was für ein Juwel da in der Playstation rotierte. Seitdem war ich von der Serie fasziniert
und daran hat sich bis heute nichts geändert. Als PES 5 auch für den PC rauskam,
war es nach einer Durststrecke von mindestens 5 Jahren das erste Spiel, das
ich mir „zum Vollpreis“kaufte. Endlich war ich nicht mehr auf die Spiellaune eines meiner Playstation-Kumpels angewiesen. Ich war autark.
Den sechsten Teil der Serie halte ich für das beste Sportspiel, das bislang erschienen ist – abgesehen von Summer Games. Ich spiele das Teil beinah täglich. Und selbst die Phasen, in denen mich Videospiele nur nerven, mit ihren immer gleichen Mechanismen und Geschichten, erstrecken sich niemals auf Fussballspiele. Dafür bin ich immer Nerd genug.
Man kann also durchaus sagen, dass ich so etwas wie ein Veteran bin, was virtuellen Fussball betrifft.
Warum ich das alles erzähle? Weil mich die Kids im Onlinemodus von PES 6 nerven!!!!! Was ich mir schon an
„Lucker“, “Lucky Huso“, “Boon. du hast nur Glük^^^^!“und ähnlichem anhören durfte, geht auf
kein Leder. Kinder…ihr nehmt doch eh immer Brasilien oder Inter, Hauptsache Adriano ist dabei. Und wenn ich dann herorisch immer wieder die Schüsse eurer unfair starken Mannschaften abblocke und mich mit Heitinger mit letzter Kraft in den tödlichen Pass werfe- dann ist das alles nur das Buttonmashing eines „Lucker!!!“? Und wenn ich nicht immer gleich den Ball nach vorn bolze oder blind und um jeden Preis aufs Tor stürme – „Ey spiel gescheit. Net auf Zeit spieln, mann!!!11″. So läuft das IMMER.Ich bin ein älterer Herr. Nehmt Rücksicht auf mich. Ich spiele diese Spiele nunmal gerne so, als wären sie echter Fussball. Auch wenn ich nicht immer spektakulär auftrete – ich weiß schon, wie das ganze geht.
Und jedes Spiel gegen mich, selbst wenn ich grippekrank mit nur einer Hand am Pad am Rechner sitze, ist immer noch besser als das Champions League Finale von gestern abend. Das war wie Bielefeld gegen Wolfsburg, wenn nur die B-Kader spielen und geschwächt aus dieser Salomenllenklinik kommen würden.
Wenn ihr mal gegen mich spielen wollt: My name is janf.
Das gehört in ein Museum!
Das hier wird hoffentlich fertig…die Demo ist auf jeden Fall sehr schön geworden.
Second Life is Going to Hell
Ich habe mich nie für Second Life interessiert – das Ganze hatte wenig richtigen Eskapismus zu bieten. Die Möglichkeit sich ein zweites Leben aufzubauen ist nicht besonders exotisch. Ein entsprechend veranlagter und begabter Mensch verbringt jeden Tag Stunden mit solchen Tagträumen und ist nicht auf ein Fremdprodukt angewiesen. Vor allem nicht auf ein so außerordentlich uninspiriertes. Ein Computerspiel muss dem Spieler etwas bieten, das er in dieser Form introspektiv entweder gar nicht, oder zumindest nicht besser haben kann. Es muss entweder seine Fantasien übertreffen oder diese flankieren – also eine Erfahrung bieten, die so mit der Fantasie gar nicht umsetzbar wäre (siehe hierzu Spiele wie Echoes).
Dass bei Second Life nun Kinderpornografie (ARD-Skandal) entedeckt wurde, überrascht mich gar nicht. Ich kann Second Life auch nur als debil empfinden, weil normal genug bin, um meinen Eskapismus mit Trollen und Wummen zu asoziieren. Und weil ich schon lange ein zweites Leben am laufen habe.
Und jetzt….ein wenig Werbung
Ihr kennt Tim Schafer. Den Mann hinter Psychonauts.
Falls ihr weder den Mann, noch das Spiel kennt: verzieht euch. Dann kauft euch das Spiel
und spielt es durch und kommt mit mir darin überein, dass Psychonauts eins der besten Spiele
aller Zeiten ist.
Dann kommt wieder und schaut euch das Interview mit Tim Schafer an:
P.S: Es fällt der Name Peter McConnell!